↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Nebenwirkungen
n.b.Nicht bewertbar
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Keytruda ist in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs bei…Gesamten Text anzeigen
Keytruda ist in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) angezeigt.
Patientengruppe
Erwachsene mit einem lokal fortgeschrittenen, nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-negativen Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1); Erstlinientherapie
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Pembrolizumab in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie gegenüber Cisplatin + 5-Fluorouracil oder Cisplatin + Capecitabin oder Oxaliplatin + Capecitabin
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil im Gesamtüberleben.
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Nebenwirkungen
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Pembrolizumab
Zweckmäßige Vergleichstherapie
- Cisplatin + Capecitabin
oder
- Oxaliplatin + Capecitabin
oder
- Cisplatin + S-1 (Tegafur/Gimeracil/Oteracil)
oder
- Cisplatin + 5-Fluorouracil (nur für Patientinnen und Patienten mit Adenokarzinom des Ösophagus)
oder
- Cisplatin + 5-Fluorouracil + Folinsäure (nur für Patientinnen und Patienten mit Adenokarzinom des Ösophagus)
oder
- Epirubicin + Cisplatin + Capecitabin
oder
- Epirubicin + Cisplatin + 5-Fluorouracil
oder
- Epirubicin + Oxaliplatin + Capecitabin
oder
- Docetaxel + Cisplatin + 5-Fluorouracil
oder
- Nivolumab in Kombination mit Fluoropyrimidin- und Platin-basierter Kombinationschemotherapie (nur bei Tumoren mit PD-L1-Expression (Combined Positive Score [CPS] ≥ 5))
oder
- 5-Fluorouracil + Oxaliplatin + Epirubicin (nur für Patientinnen und Patienten mit Adenokarzinom des Ösophagus)
Bösartige Neubildung des gastroösophagealen Überganges
Bösartige Neubildung des Antrum pyloricum
Bösartige Neubildung des Corpus ventriculi
Bösartige Neubildung der kleinen Magenkurvatur
Bösartige Neubildung des Fundus ventriculi
Bösartige Neubildung der vorderen Magenwand a.n.k.
Bösartige Neubildung der großen Magenkurvatur
Magenkrebs
Bösartige Neubildung des Pylorus
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Pembrolizumab. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Keytruda ist in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) angezeigt.“
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurden vom G-BA verschiedene Platin-haltige Kombinationschemotherapien sowie der Immuncheckpoint-Inhibitor Nivolumab in Kombination mit Fluoropyrimidin- und Platin-basierter Chemotherapie bestimmt.
Für die Bewertung liegen Ergebnisse der Studien Keynote 062, Keynote 590 und Keynote 859, auch metaanalytisch zusammengefasst, in der Pembrolizumab in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie gegenüber einer Chemotherapie, bestehend aus Cisplatin + 5‑Fluorouracil oder Cisplatin + Capecitabin oder Oxaliplatin + Capecitabin, vergleichen wird.
In der vorliegenden Bewertung wurden die Daten für eine relevante, näherungsweise geeignete Teilpopulation aus den metaanalytisch zusammengefassten Studien Keynote 062 und Keynote 859 zu präspezifizierten Datenschnitten berücksichtigt.
Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Vorteil in der Überlebenszeit für eine Behandlung mit Pembrolizumab + Chemotherapie im Vergleich zur Chemotherapie, bestehend aus Cisplatin + 5-Fluorouracil oder Cisplatin + Capecitabin oder Oxaliplatin + Capecitabin. Unter Berücksichtigung der Effektschätzer zu den Einzelstudien und dem der metaanalytischen Zusammenfassung lässt sich auf Endpunktebene eine relevante Verbesserung feststellen, für die sich im Ausmaß ein geringer, jedoch ein darüberhinausgehender Vorteil nicht sicher ableiten lässt.
Die vorgelegten Daten zur Morbidität, gesundheitsbezogenen Lebensqualität und Nebenwirkungen werden als nicht bewertbar erachtet, da wesentliche Anforderungen an die Nachweise zum Zusatznutzen als nicht erfüllt zu betrachten sind und diese Datengrundlage insgesamt eine sachgerechte Bewertung nicht ermöglicht.
Somit kann unter anderem auch keine Abwägung des nur geringen Vorteils im Endpunkt Gesamtüberleben gegenüber den Endpunkten der Kategorien Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen vorgenommen werden. In der Gesamtbetrachtung lässt sich daher ein Zusatznutzen nicht mit der erforderlichen Sicherheit ableiten.
Im Ergebnis wird daher vom G‑BA festgestellt, dass für Pembrolizumab in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie in der Erstlinientherapie von erwachsenen Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenen, nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-negativen Adenokarzinom des Magens oder des GEJ mit PD-L1-exprimierenden Tumoren mit CPS ≥ 1 ein Zusatznutzen nicht belegt ist.