↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Keytruda ist als Monotherapie oder in Kombination mit Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region (HNSCC) bei Erwachsenen mit…Gesamten Text anzeigen
Keytruda ist als Monotherapie oder in Kombination mit Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region (HNSCC) bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1) angezeigt.
[Hinweis: Der vorliegende Beschluss bezieht sich auf die Bewertung der Monotherapie. Für die Bewertung des Zusatznutzens von Pembrolizumab in Kombination mit Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie wird auf das separate Nutzenbewertungsverfahren für diese Kombinationstherapie verwiesen.]
Patientengruppe
Erwachsene Patienten mit metastasierendem oder nicht resezierbarem rezidivierendem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (HNSCC) mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1); Erstlinienbehandlung
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Pembrolizumab als Monotherapie gegenüber Cetuximab in Kombination Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie:
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil im Gesamtüberleben.
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Keine für die Nutzenbewertung geeigneten Daten.
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Keine für die Nutzenbewertung geeigneten Daten.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteile in den Endpunkten schwere UE (CTCAE-Grad ≥ 3), Therapieabbrüche wegen UE; überwiegend Vorteile in einzelnen spezifischen UE.
Bösartige Neubildung der hypopharyngealen Seite der aryepiglottischen Falte
Bösartige Neubildung des Nasopharynx
Bösartige Neubildung der Innenseite der Oberlippe
Bösartige Neubildung der Retromolarregion
Bösartige Neubildung des Unterkieferzahnfleisches
Bösartige Neubildung des Waldeyer-Rachenrings
Bösartige Neubildung des vorderen Zungenteils a.n.k.
Bösartige Neubildung der Regio postcricoidea
Bösartige Neubildung der Innenseite der Unterlippe
Bösartige Neubildung der Fossa tonsillaris
Bösartige Neubildung der Lippenkommissur
Bösartige Neubildung des Gaumenbogens
Bösartige Neubildung der Seitenwand des Oropharynx
Bösartige Neubildung des Zungenrandes
Bösartige Neubildung der Wangenschleimhaut
Bösartige Neubildung des Recessus piriformis
Bösartige Neubildung des Sinus frontalis
Bösartige Neubildung des seitlichen Teils des Mundbodens
Bösartige Neubildung der hinteren Wand des Nasenrachenraums
Bösartige Neubildung des Sinus maxillaris
Bösartige Neubildung des Schildknorpels
Bösartige Neubildung einer branchiogenen Zyste
Bösartige Neubildung der Zungentonsille
Bösartige Neubildung des Gaumens
Bösartige Neubildung des Zungenrückens
Bösartige Neubildung der Zunge an der Übergangszone
Bösartige Neubildung des Zungengrundes
Bösartige Neubildung des Pharynx
Bösartige Neubildung der Nasenhöhle
Krebs des vorderen Teils des Mundes
Bösartige Neubildung der äußeren Unterlippe
Bösartige Neubildung des Larynx
Bösartige Neubildung der Parotis
Bösartige Neubildung der Subglottis
Bösartige Neubildung der Zunge
Bösartige Neubildung der äußeren Oberlippe
Mundkrebs
Bösartige Neubildung der Zungenunterfläche
Bösartige Neubildung der Glandula submandibularis
Bösartige Neubildung des Mittelohres
Bösartige Neubildung der Hinterwand des Oropharynx
Bösartige Neubildung großer Speicheldrüsen
Bösartige Neubildung des harten Gaumens
Bösartige Neubildung der vorderen Wand des Nasenrachenraums
Bösartige Neubildung des Hypopharynx
Bösartige Neubildung der Uvula
Bösartige Neubildung der Nasennebenhöhle
Bösartige Neubildung der Supraglottis
Bösartige Neubildung der Glottis
Bösartige Neubildung des Sinus sphenoidalis
Bösartige Neubildung des weichen Gaumens
Bösartige Neubildung der seitlichen Wand des Nasenrachenraums
Bösartige Neubildung der Lippenrotgrenze
Bösartige Neubildung des Mundbodens
Bösartige Neubildung der Lippe
Bösartige Neubildung des Oropharynx
Bösartige Neubildung des Überganges zwischen hartem und weichem Gaumen
Bösartige Neubildung des Oberkieferzahnfleisches
Bösartige Neubildung des Zahnfleisches
Bösartige Neubildung des Sinus ethmoidalis
Bösartige Neubildung der Innenseite der Lippe
Bösartige Neubildung der Tonsillen
Bösartige Neubildung der Epiglottisvorderfläche
Bösartige Neubildung der hinteren Wand des Hypopharynx
Bösartige Neubildung des vorderen Teils des Mundbodens
Bösartige Neubildung des Mundrachenraums
Bösartige Neubildung der oberen Wand des Nasenrachenraums
Bösartige Neubildung der Übergangsregion des Oropharynx
Bösartige Neubildung der Vallecula epiglottica
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Pembrolizumab:
„KEYTRUDA ist als Monotherapie oder in Kombination mit Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region (HNSCC) bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1) angezeigt.“
Die vorliegende Bewertung bezieht sich auf die Bewertung von Pembrolizumab als Monotherapie.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde Cetuximab + Cisplatin oder Carboplatin + 5-FU bestimmt.
Der pharmazeutische Unternehmer legt für die Nutzenbewertung die Ergebnisse der randomisierten, offenen, aktiv kontrollierten Studie KEYNOTE 048 vor, in der Pembrolizumab als Monotherapie gegenüber Cetuximab in Kombination mit Cis- oder Carboplatin und 5-FU verglichen wird.
In der Endpunktkategorie Mortalität zeigt sich für den Endpunkt Gesamtüberleben in der Ereigniszeitanalyse ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Pembrolizumab als Monotherapie. In den Subgruppenanalysen zeigt sich eine Effektmodifikation durch das Merkmal „Krankheitsstatus“, die für Patienten mit metastasierender Erkrankung einen statistisch signifikanten Unterschied zugunsten von Pembrolizumab als Monotherapie ergibt. Für Patienten mit rezidivierender Erkrankung liegt demnach kein statistisch signifikanter Unterschied vor. Zudem besteht eine Effektmodifikation durch das Merkmal „PD-L1 Status“. Für Patienten mit PD-L1 Expression CPS ≥ 20 zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Pembrolizumab als Monotherapie, für Patienten mit PD-L1 Expression CPS < 20 hingegen liegt kein Unterschied vor.
Der G-BA kommt in seiner Beurteilung der vorliegenden Subgruppenanalysen zum Merkmal „Krankheitsstatus“ und „PD-L1 Status“ zu dem Ergebnis, dass die Interpretation dieser Effektmodifikationen mit relevanten Unsicherheiten behaftet ist. Von einer getrennten Bewertung des Zusatznutzens nach Krankheitsstatus und PD-L1 Status wird abgesehen.
Pembrolizumab als Monotherapie führt zu einer Verlängerung des Gesamtüberlebens, die im Ausmaß als eine geringe Verbesserung bewertet wird.
Für die patientenberichteten Morbiditäts- und Lebensqualitätsendpunkte liegen keine verwertbaren Daten vor.
In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich deutliche Vorteile für Pembrolizumab als Monotherapie durch eine Abnahme von schweren UE (CTCAE-Grad ≥ 3) und Therapieabbrüchen wegen UE. Im Detail zeigen sich überwiegend Vorteile auch im Bereich der spezifischen UE. Pembrolizumab als Monotherapie führt insgesamt zu einer bedeutsamen Vermeidung von Nebenwirkungen.
Im Ergebnis stellt der G-BA für Pembrolizumab als Monotherapie gegenüber Cetuximab in Kombination mit Cis- oder Carboplatin und 5-FU einen beträchtlichen Zusatznutzen fest.
Angesichts des offenen Studiendesigns, der bestehenden Unsicherheiten beim Endpunkt Gesamtüberleben bezüglich der aufgetretenen Effektmodifikationen und den sich kreuzenden Kaplan-Meier-Kurven sowie unter Berücksichtigung der fehlenden verwertbaren Daten für patientenberichtete Endpunkte zu Morbidität und Lebensqualität kann bezüglich der Aussagesicherheit nur ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen abgeleitet werden.