Erwachsene Patienten mit Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen…
Non-quantifiable
Hint
↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
n.a.Not assessable
n.a.Not assessable
↔No statistically significant or relevant difference
How to read the symbols
↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↔ no statistically significant or relevant difference
↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
n.a.: not assessable
Ø No data are available
Therapeutic indication
Keytruda ist in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt.
Erwachsene Patienten mit Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen mit einer PD‑L1-Expression von < 50 % Tumor Proportion Score
Added benefit
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Pembrolizumab in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie gegenüber Pemetrexed plus Platin-Chemotherapie:
Anhaltspunkt für einen nicht-quantifizierbaren Zusatznutzen
Proof
Indication
Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
Major
Considerable
Minor
Non-quantifiable: The scientific evidence does not permit quantification
Not proven
Lesser benefit
Endpoint overview
Mortality
↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Vorteil im Gesamtüberleben.
Morbidity
↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Vorteil in der Symptomskala Verstopfung.
Quality of life
↔No statistically significant or relevant difference
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Adverse effects
↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Vorteil im Endpunkt schwere UE (CTCAE Grad ≥ 3).
Active substance
Pembrolizumab
Appropriate comparator therapy
− Cisplatin in Kombination mit einem Drittgenerationszytostatikum (Vinorelbin oder Gemcitabin oder Docetaxel oder Paclitaxel oder Pemetrexed)
oder
− Carboplatin in Kombination mit einem Drittgenerationszytostatikum (Vinorelbin oder Gemcitabin oder Docetaxel oder Paclitaxel oder Pemetrexed; vgl. Anlage VI zum Abschnitt K der Arzneimittel-Richtlinie)
oder
− Carboplatin in Kombination mit nab-Paclitaxel
Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge, mehrere Teilbereiche überlappend
Lungenkarzinom des Mittellappens
Karzinom des Hauptbronchus
Karzinom des Oberlappenbronchus
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für Pembrolizumab.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Keytruda ist in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen unterschieden:
a) Erwachsene Patienten mit Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen mit einer PD-L1-Expression von < 50 % (TPS)
und
b) Erwachsene Patienten mit Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen mit einer PD-L1-Expression von ≥ 50 % (TPS).
Zu Patientengruppe a)
Die zweckmäßige Vergleichstherapie wurde wie folgt vom G-BA bestimmt:
- Cisplatin in Kombination mit einem Drittgenerationszytostatikum (Vinorelbin oder Gemcitabin oder Docetaxel oder Paclitaxel oder Pemetrexed)
oder
- Carboplatin in Kombination mit einem Drittgenerationszytostatikum (Vinorelbin oder Gemcitabin oder Docetaxel oder Paclitaxel oder Pemetrexed; vgl. Anlage VI zum Abschnitt K der Arzneimittel-Richtlinie)
oder
- Carboplatin in Kombination mit nab-Paclitaxel
Für diese Patientengruppe legt der pharmazeutische Unternehmer Ergebnisse der randomisierten, kontrollierten Studien KEYNOTE 189 und KEYNOTE 021G im Rahmen einer Meta-Analyse vor.
In der Endpunktkategorie Mortalität zeigte sich für den Endpunkt Gesamtüberleben ein statistisch signifikanter Vorteil von Pembrolizumab in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie.
Im Rahmen von Subgruppenanalysen ergab sich eine Effektmodifikation durch das Merkmal „Geschlecht“. Da die Interpretation dieser Subgruppenanalysen jedoch mit relevanten Unsicherheiten behaftet war, wurde von einer getrennten Bewertung des Zusatznutzens nach Geschlecht abgesehen. Für den Endpunkt „Gesamtüberleben“ wurde ein Zusatznutzen festgestellt, dessen Ausmaß nicht quantifizierbar ist.
In der Endpunktkategorie Morbidität lag in der Studie KEYNOTE 189 für den Endpunkt Verstopfung ein statistisch signifikanter Vorteil vor.
In der Kategorie gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigten die Ergebnisse keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.
In der Kategorie Nebenwirkungen zeigte sich für den Endpunkt schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad ≥ 3) ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Pembrolizumab in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie.
Verbleibende Unsicherheiten betreffen in der Kategorie Nebenwirkungen die Endpunkte „schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE)“, „immunvermittelte SUE“, „immunvermittelte UEs“ und „immunvermittelte schwere UEs (CTCAE-Grad ≥ 3)“, da für diese Endpunkte keine verwertbaren Aussagen vorlagen.
In der Gesamtbetrachtung stellt der G-BA einen Zusatznutzen fest, dessen Ausmaß nicht quantifizierbar ist.
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Studie KEYNOTE 021G hinsichtlich der Patientenzahl nur einen vergleichsweise geringen Teil beitrug sowie unter Berücksichtigung dessen, dass eine vollumfängliche Bewertung der Nebenwirkungen erschwert ist und bei einer Reihe von Endpunkten ein hohes Verzerrungspotenzial zu berücksichtigen ist, kann bezüglich der Aussagesicherheit nur ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen abgeleitet werden.
Erwachsene Patienten mit Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen mit einer PD‑L1-Expression von ≥ 50 % Tumor Proportion Score
Added benefit
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Pembrolizumab in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie gegenüber Pembrolizumab als Monotherapie:
Anhaltspunkt für einen nicht-quantifizierbaren Zusatznutzen
Proof
Indication
Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
Major
Considerable
Minor
Non-quantifiable: The scientific evidence does not permit quantification
Not proven
Lesser benefit
Endpoint overview
Mortality
↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Vorteil im Gesamtüberleben.
Morbidity
n.a.Not assessable
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Quality of life
n.a.Not assessable
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Adverse effects
↔No statistically significant or relevant difference
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge, mehrere Teilbereiche überlappend
Lungenkarzinom des Mittellappens
Karzinom des Hauptbronchus
Karzinom des Oberlappenbronchus
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für Pembrolizumab.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Keytruda ist in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen unterschieden:
a) Erwachsene Patienten mit Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen mit einer PD-L1-Expression von < 50 % (TPS)
und
b) Erwachsene Patienten mit Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen mit einer PD-L1-Expression von ≥ 50 % (TPS).
Zu Patientengruppe b)
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA Pembrolizumab als Monotherapie bestimmt.
Für diese Patientengruppe legt der pharmazeutische Unternehmer zum Nachweis eines Zusatznutzens einen adjustierten indirekten Vergleich vor. Dabei wurden auf der Seite der Intervention die randomisierten, kontrollierten Studien KEYNOTE 189 und KEYNOTE 021G herangezogen. Auf der Seite der zweckmäßigen Vergleichstherapie wurden die randomisierten, offenen, kontrollierten Studien KEYNOTE 024 und KEYNOTE 042 herangezogen.
In der Endpunktkategorie Mortalität zeigte sich anhand des indirekten Vergleichs für den Endpunkt Gesamtüberleben ein statistisch signifikanter Vorteil von Pembrolizumab in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie.
Im Rahmen von Subgruppenanalysen ergab sich eine Effektmodifikation durch das Merkmal „Geschlecht“. Da die Interpretation dieser Subgruppenanalysen jedoch mit relevanten Unsicherheiten behaftet war, wurde von einer getrennten Bewertung des Zusatznutzens nach Geschlecht abgesehen. Für den Endpunkt „Gesamtüberleben“ wurde ein Zusatznutzen festgestellt, dessen Ausmaß nicht quantifizierbar ist.
In den Endpunktkategorien Morbidität und gesundheitsbezogene Lebensqualität lagen keine verwertbaren Auswertungen vor.
In der Kategorie Nebenwirkungen zeigte sich für den Endpunkt schwere UEs (CTCAE-Grad ≥ 3) kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen. Im Rahmen von Subgruppenanalysen ergab sich ein Beleg für eine Effektmodifikation durch das Merkmal „Geschlecht“, welche wie beim Gesamtüberleben nicht zu einer getrennten Bewertung des Zusatznutzens nach Geschlecht führte.
Verbleibende Unsicherheiten betreffen zum einen in der Kategorie Nebenwirkungen die Endpunkte „schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE)“, „immunvermittelte SUE“, „immunvermittelte UEs“ und „immunvermittelte schwere UEs (CTCAE-Grad ≥ 3)“, da für diese Endpunkte keine verwertbaren Aussagen vorlagen.
In der Gesamtbetrachtung stellt der G-BA einen Zusatznutzen fest, dessen Ausmaß nicht quantifizierbar ist.
Insbesondere angesichts der per se geringen Ergebnissicherheit bei adjustierten, indirekten Vergleichen und verbleibender Unsicherheiten hinsichtlich der ausreichenden Ähnlichkeit der einbezogenen Studien sowie unter Berücksichtigung dessen, dass eine vollumfängliche Bewertung der Nebenwirkungen erschwert ist und bei einer Reihe von Endpunkten ein hohes Verzerrungspotenzial zu berücksichtigen ist, kann bezüglich der Aussagesicherheit nur ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen abgeleitet werden.