Subpopulation overview

2 subpopulations with differing results

  • Minor (a)
  • Not proven (b)
Subpopulation overview
Subpopulation overviewPatient groupsAdded benefitCertainty of evidenceMortalityMorbidityQuality of lifeAdverse effects
a)Prämenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im…MinorHintPositive effect with low or unclear certainty of evidencePositive effect with low or unclear certainty of evidenceNo statistically significant or relevant differenceNegative effect with high certainty of evidence
b)Postmenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im…Not proven–No statistically significant or relevant differencePositive effect with low or unclear certainty of evidenceNo statistically significant or relevant differenceNegative effect with high certainty of evidence
How to read the symbols
  • ↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
  • ↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
  • ↔ no statistically significant or relevant difference
  • ↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
  • ↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
  • n.a.: not assessable
  • Ø No data are available

Therapeutic indication

Verzenios in Kombination mit einer endokrinen Therapie für die adjuvante Behandlung von prämenopausalen und postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, nodal-positivem Brustkrebs im frühen Stadium…Show full text

Verzenios in Kombination mit einer endokrinen Therapie für die adjuvante Behandlung von prämenopausalen und postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, nodal-positivem Brustkrebs im frühen Stadium mit einem hohen Rezidivrisiko. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die endokrine Aromatasehemmer-Therapie mit einem LHRH-Agonisten (LHRH = Luteinising Hormone Releasing Hormone) kombiniert werden.

Subpopulation a)

MinorHint
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Prämenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko

Added benefit

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Abemaciclib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
  • Proof
  • Indication
  • Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
  • Major
  • Considerable
  • Minor: Previously unattained moderate improvement in treatment-relevant benefit that is more than marginal: reduction of non-serious symptoms, relevant avoidance of adverse effects
  • Non-quantifiable
  • Not proven
  • Lesser benefit

Endpoint overview

MortalityPositive effect with low or unclear certainty of evidenceVorteil im Gesamtüberleben.
MorbidityPositive effect with low or unclear certainty of evidenceVorteil bei der Vermeidung von Rezidiven (Rezidivrate und krankheitsfreies Überleben).
Quality of lifeNo statistically significant or relevant differenceKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Adverse effectsNegative effect with high certainty of evidenceNachteile in den Endpunkten SUE, schweren UE (CTCAE-Grad ≥ 3), Therapieabbrüche wegen UE.

Active substance

Abemaciclib

Appropriate comparator therapy

- Tamoxifen (ggf. zusätzlich mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion) oder - Olaparib als Monotherapie oder in Kombination mit einer endokrinen Therapie (kommt nur für Patientinnen mit einer Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen infrage) oder - ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Letrozol oder Exemestan) in Kombination mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion (Exemestan nur in Kombination mit Triptorelin) oder - Ribociclib in Kombination mit einem Aromataseinhibitor

ICD codes

Show all 9 ICD codes

Diagnoses

Show all 9 diagnoses
  • Bösartige Neubildung der äußeren 2 Quadranten der Brustdrüse
  • Mammakarzinom
  • Bösartige Neubildung der Brustwarze und des Warzenhofes
  • Bösartige Neubildung des zentralen Drüsenkörpers der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des oberen inneren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des unteren inneren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des oberen äußeren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des unteren äußeren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des Recessus axillaris der Brustdrüse
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung des Wirkstoffes Abemaciclib aufgrund des Ablaufes der Befristung des Beschlusses vom 20.10.2022.

Das bewertete Anwendungsgebiet lautet: Abemaciclib in Kombination mit einer endokrinen Therapie für die adjuvante Behandlung von erwachsenen prämenopausalen und postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, nodal-positivem Brustkrebs im frühen Stadium mit einem hohen Rezidivrisiko.

Es wurden die beiden Patientengruppen

a1) Prämenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko und

a2) Postmenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko erneut bewertet.

Der pharmazeutische Unternehmer legt Ergebnisse für die entsprechenden Teilpopulationen aus der noch laufenden, offenen RCT MONARCH-E vor, in der Abemaciclib in Kombination mit endokriner Standardtherapie mit einer endokrinen Standardtherapie verglichen wird.

Zur Patientengruppe a1)

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde Tamoxifen (ggf. zusätzlich mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion) oder Olaparib als Monotherapie oder in Kombination mit einer endokrinen Therapie (nur für Patientinnen mit Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen) oder ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Letrozol oder Exemestan) in Kombination mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion (Exemestan nur in Kombination mit Triptorelin) oder Ribociclib in Kombination mit einem Aromataseinhibitor bestimmt.

Für das Gesamtüberleben zeigt sich ein Vorteil, der insgesamt als eine relevante, aber nicht mehr als eine geringe Verbesserung bewertet wird.

Bezüglich der Morbidität wird ein relevanter, aber nicht mehr als geringer Vorteil bei der Vermeidung von Rezidiven festgestellt. Für die Symptomatik (FACIT-Fatigue) zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil, jedoch lässt sich nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist. Für den Gesundheitszustand (EQ-5D VAS) liegt kein Unterschied vor. Insgesamt wird für die Morbidität ein Vorteil abgeleitet.

Bei der Lebensqualität (FACT-B) zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil, jedoch lässt sich nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist. Somit wird weder ein Vor- noch Nachteil festgestellt.

Für die Nebenwirkungen wird aufgrund der Nachteile bei den Endpunkten SUE, schwere UE und Abbruch wegen UE und im Detail auch bei den spezifischen UE insgesamt ein bedeutsamer Nachteil abgeleitet.

In der Gesamtbetrachtung stehen dem jeweils relevanten, aber nicht mehr als geringen Vorteil im Gesamtüberleben und bei den Rezidiven bedeutsame Nachteile bei den Nebenwirkungen gegenüber. Der G-BA kommt in einer Abwägungsentscheidung zu dem Ergebnis, dass eine moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapie-relevanten Nutzens und somit ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für Patientengruppe a1 vorliegt.

Subpopulation b)

Not proven
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Postmenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko

Added benefit

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Abemaciclib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Major
  • Considerable
  • Minor
  • Non-quantifiable
  • Not proven: No added benefit has been proven
  • Lesser benefit

Endpoint overview

MortalityNo statistically significant or relevant differenceKein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied.
MorbidityPositive effect with low or unclear certainty of evidenceVorteil bei der Vermeidung von Rezidiven (Rezidivrate und krankheitsfreies Überleben).
Quality of lifeNo statistically significant or relevant differenceKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Adverse effectsNegative effect with high certainty of evidenceNachteile in den Endpunkten SUE, schwere UE (CTCAE-Grad ≥ 3), Therapieabbrüche wegen UE.

Active substance

Abemaciclib

Appropriate comparator therapy

- ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Letrozol) allein, ggf. Tamoxifen falls Aromataseinhibitoren nicht geeignet sind oder - ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Exemestan) in Sequenz nach Tamoxifen oder - Olaparib als Monotherapie oder in Kombination mit einer endokrinen Therapie (kommt nur für Patientinnen mit Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen infrage) oder - Ribociclib in Kombination mit einem Aromataseinhibitor

ICD codes

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Diagnoses

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  • Bösartige Neubildung der äußeren 2 Quadranten der Brustdrüse
  • Mammakarzinom
  • Bösartige Neubildung der Brustwarze und des Warzenhofes
  • Bösartige Neubildung des zentralen Drüsenkörpers der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des oberen inneren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des unteren inneren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des oberen äußeren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des unteren äußeren Quadranten der Brustdrüse
  • Bösartige Neubildung des Recessus axillaris der Brustdrüse
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung des Wirkstoffes Abemaciclib aufgrund des Ablaufes der Befristung des Beschlusses vom 20.10.2022.

Das bewertete Anwendungsgebiet lautet: Abemaciclib in Kombination mit einer endokrinen Therapie für die adjuvante Behandlung von erwachsenen prämenopausalen und postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, nodal-positivem Brustkrebs im frühen Stadium mit einem hohen Rezidivrisiko.

Es wurden die beiden Patientengruppen

a1) Prämenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko und

a2) Postmenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko erneut bewertet.

Der pharmazeutische Unternehmer legt Ergebnisse für die entsprechenden Teilpopulationen aus der noch laufenden, offenen RCT MONARCH-E vor, in der Abemaciclib in Kombination mit endokriner Standardtherapie mit einer endokrinen Standardtherapie verglichen wird.

Zur Patientengruppe a2)

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Letrozol) allein, ggf. Tamoxifen, falls Aromataseinhibitoren nicht geeignet sind oder ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Exemestan) in Sequenz nach Tamoxifen oder Olaparib als Monotherapie oder in Kombination mit einer endokrinen Therapie (nur für Patientinnen mit Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen) oder Ribociclib in Kombination mit einem Aromataseinhibitor bestimmt.

Für das Gesamtüberleben liegt kein Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen vor.

In der Kategorie Morbidität liegt ein relevanter, aber nicht mehr als geringer Vorteil bei der Vermeidung von Rezidiven vor. Für die Symptomatik (FACIT-Fatigue) und den Gesundheitszustand (EQ-5D VAS) zeigen sich Nachteile, jedoch lässt sich nicht ableiten, dass die beobachteten Effekte relevant sind. Insgesamt wird ein Vorteil abgeleitet.

Bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (FACT-B) zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil, jedoch lässt sich jedoch nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist. Somit lässt sich weder ein Vor- noch Nachteil feststellen.

Für die Nebenwirkungen wird aufgrund der Nachteile bei den Endpunkten SUE, schwere UE und Abbruch wegen UE und im Detail auch bei den spezifischen UE insgesamt ein bedeutsamer Nachteil abgeleitet.

Zusammenfassend stehen dem relevanten, aber nicht mehr als geringen Vorteil bei den Rezidiven bedeutsame Nachteile bei den Nebenwirkungen gegenüber. Für das Gesamtüberleben zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied. In einer Abwägungsentscheidung kommt der G-BA, vor dem Hintergrund der absoluten Differenz der Rezidivereignisse in den Behandlungsgruppen zu dem Ergebnis, dass die bedeutsamen Nachteile bei den Nebenwirkungen den relevanten, aber nicht mehr als geringen Vorteil bei den Rezidiven infrage stellt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Aussagekraft der vorliegenden Ergebnisse zu Rezidiven limitiert ist, da Zensierungen bereits früh und dann kontinuierlich über den gesamten Verlauf sowie in relevantem Umfang auftraten. Somit wird festgestellt, dass ein Zusatznutzen für Patientengruppe a2 nicht belegt ist.

Decisions for Verzenios (7)

ATC group names are the official German titles of ATC-GM, version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

In English: The Scientific Institute of the AOK (WIdO) is the author of ATC-GM with DDD, which is based on the work “ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment” published by the WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology. The official publication is by the Federal Institute for Drugs and Medical Devices (BfArM).

Data status: 2026-10-29