↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Morbidity
↔No statistically significant or relevant difference
Quality of life
↔No statistically significant or relevant difference
Adverse effects
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
How to read the symbols
↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↔ no statistically significant or relevant difference
↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
n.a.: not assessable
Ø No data are available
Therapeutic indication
Lynparza in Kombination mit Bevacizumab wird angewendet für die: Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit einem fortgeschrittenen (FIGO-Stadien III und IV) high-grade epithelialen Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom oder primären Peritonealkarzinom, die nach einer…Show full text
Lynparza in Kombination mit Bevacizumab wird angewendet für die:
Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit einem fortgeschrittenen (FIGO-Stadien III und IV) high-grade epithelialen Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom oder primären Peritonealkarzinom, die nach einer abgeschlossenen Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie in Kombination mit Bevacizumab ein Ansprechen (vollständig oder partiell) haben und deren Tumor mit einem positiven Status der homologen Rekombinations-Defizienz (HRD) assoziiert ist. Der Status HRD-positiv ist definiert entweder durch eine BRCA1/2-Mutation und/oder genomische Instabilität.
Patient group
Erwachsene Patientinnen mit einem fortgeschrittenen (FIGO-Stadien III und IV) high-grade epithelialen Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom oder primären Peritonealkarzinom, die nach Abschluss einer Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie in Kombination mit Bevacizumab ein Ansprechen (vollständig oder partiell) haben; Erkrankung assoziiert mit homologer Rekombinations-Defizienz (definiert durch entweder eine BRCA1/2-Mutation und/oder genomische Instabilität); Erhaltungstherapie
Added benefit
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Olaparib in Kombination mit Bevacizumab gegenüber Bevacizumab:
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen
Proof
Indication
Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
Major
Considerable: Previously unattained, marked improvement in treatment-relevant benefit: reduction of serious symptoms, moderate extension of survival, noticeable relief of the disease, relevant avoidance of serious adverse effects or significant avoidance of other adverse effects
Minor
Non-quantifiable
Not proven
Lesser benefit
Endpoint overview
Mortality
↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Vorteil im Gesamtüberleben.
Morbidity
↔No statistically significant or relevant difference
Vorteile in den Endpunkten Schlaflosigkeit, hormonelle Symptome, Nebenwirkungen der Chemotherapie; Nachteile in den Endpunkten Übelkeit und Erbrechen, Appetitverlust; insgesamt kein überwiegender Vor- oder Nachteil.
Quality of life
↔No statistically significant or relevant difference
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Adverse effects
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
Nachteil in dem Endpunkt Abbruch wegen UE. Im Detail überwiegend Nachteile bei spezifischen UE.
Active substance
Olaparib
Appropriate comparator therapy
Die Fortführung der mit der Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie begonnenen Behandlung mit Bevacizumab.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Olaparib:
„Lynparza in Kombination mit Bevacizumab wird angewendet für die:
Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit einem fortgeschrittenen (FIGO-Stadien III und IV) high-grade epithelialen Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom oder primären Peritonealkarzinom, die nach einer abgeschlossenen Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie in Kombination mit Bevacizumab ein Ansprechen (vollständig oder partiell) haben und deren Tumor mit einem positiven Status der homologen Rekombinations-Defizienz (HRD) assoziiert ist. Der Status HRD-positiv ist definiert entweder durch eine BRCA1/2-Mutation und/oder genomische Instabilität.“
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde die Fortführung der mit der Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie begonnenen Behandlung mit Bevacizumab bestimmt.
Der pharmazeutische Unternehmer legt Ergebnisse aus der doppelblinden, randomisierten kontrollierten Studie PAOLA-1 vor, in der Olaparib in Kombination mit Bevacizumab mit Bevacizumab verglichen wird. Für die vorliegende Nutzenbewertung ist die Teilpopulation relevant, deren Tumor mit einem positiven HRD-Status assoziiert ist.
Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Olaparib in Kombination mit Bevacizumab gegenüber Bevacizumab. Das Ausmaß des Effektes wird als eine deutliche Verbesserung bewertet. Für den Endpunkt Gesamtüberleben bestehen jedoch bedeutsame Unsicherheiten bezüglich der klinischen Relevanz der vorliegenden Effektmodifikation durch das Merkmal „Ergebnis der Erstlinientherapie“.
In der Kategorie Morbidität (Symptomatik) liegt kein überwiegender Vor- oder Nachteil vor. Hinsichtlich des allgemeinen Gesundheitszustands zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigen sich keine relevanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Hinsichtlich der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigt sich für Olaparib in Kombination mit Bevacizumab ein Nachteil im Endpunkt Abbruch wegen UE. Im Detail liegen bei den spezifischen UE überwiegend negative Effekte von Olaparib in Kombination mit Bevacizumab im Vergleich zu Bevacizumab vor.
In der Gesamtbewertung wird vom G-BA für Olaparib in Kombination mit Bevacizumab ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen festgestellt.