↔No statistically significant or relevant difference
Morbidity
↔No statistically significant or relevant difference
Quality of life
ØNo data are available
Adverse effects
↓↓Negative effect with high certainty of evidence
How to read the symbols
↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↔ no statistically significant or relevant difference
↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
n.a.: not assessable
Ø No data are available
Therapeutic indication
Adcetris wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit CD30+ HL mit erhöhtem Rezidiv- oder Progressionsrisiko nach einer ASCT.
Patient group
Erwachsene mit CD30+ HL mit erhöhtem Rezidiv- oder Progressionsrisiko nach einer ASCT
Added benefit
Ausmaß des Zusatznutzens:
Nicht quantifizierbar
Major
Considerable
Minor
Non-quantifiable: The scientific evidence does not permit quantification
Not proven
Lesser benefit
Endpoint overview
Mortality
↔No statistically significant or relevant difference
Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied.
Morbidity
↔No statistically significant or relevant difference
Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Vorteil im Endpunkt "Zeit bis zum Beginn einer allogenen Transplantation“.
Quality of life
ØNo data are available
Es liegen keine Daten vor.
Adverse effects
↓↓Negative effect with high certainty of evidence
Nachteile in den Endpunkten SUE, schwere UE (CTCAE Grad ≥ 3) und Therapieabbruch aufgrund von UE. Im Detail insbesondere Nachteil bei peripheren Neuropathien jeglichen Schweregrads.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebiets des Arzneimittels Adcetris mit dem Wirkstoff Brentuximab Vedotin.
Dieses Arzneimittel ist als Orphan Drug zugelassen.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Adcetris wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit CD30+ HL mit erhöhtem Rezidiv- oder Progressionsrisiko nach einer ASCT.“
Für die Bewertung des Ausmaßes des Zusatznutzens von Brentuximab Vedotin liegen aus der Studie AETHERA Ergebnisse im Vergleich zu Placebo zur Mortalität (Gesamtüberleben), Morbidität und zu Nebenwirkungen vor. Der pharmazeutische Unternehmer stützt seine Auswertungen vorwiegend auf die Patientenpopulation mit mehr als einem Risikofaktor. Da jedoch das Anwendungsgebiet nicht explizit die Anzahl der Risikofaktoren konkretisiert, werden für den Beschluss sowohl die Gesamtpopulation als auch die Teilpopulation der Patienten mit ≥ 2 Risikofaktoren berücksichtigt. Von einer getrennten Bewertung der zwei Patientenpopulationen wird jedoch abgesehen.
Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigen die Ergebnisse keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen. Aufgrund der hohen Cross-Over-Rate ist das Ergebnis zum Gesamtüberleben potentiell hoch verzerrt und nicht valide interpretierbar.
Bei dem Endpunkt „Zeit bis zum Beginn einer allogenen Transplantation“ zeigt sich eine statistisch signifikante Risikoreduktion für die Durchführung einer Stammzelltransplantation nur bei Patienten mit ≥ 2 Risikofaktoren. Da in Bezug auf diesen Endpunkt wesentliche Informationen über die Umstände der Behandlungsentscheidung für bzw. gegen eine allogene Transplantation sowie die Relevanz der Therapie für die Studienpopulation unklar bleiben und weitere methodische Limitationen die Aussagesicherheit des Ergebnisses einschränken, ergeben sich vor dem Hintergrund eines langjährigen Verlaufs der Erkrankung Unsicherheiten in der Interpretation der Daten. Um den Effekt einer Verzögerung einer allogenen Stammzelltransplantation, auch auf das Gesamtüberleben, besser beurteilen zu können, sind die Daten aus der Nachbeobachtung der derzeit noch laufenden Studie erforderlich.
Daten zur Lebensqualität wurden in der vorliegenden Studie nicht erhoben.
Die Gesamtschau der Nebenwirkungen zeigt zu den schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUE), schweren unerwünschten Ereignissen (CTCAE Grad ≥ 3), Therapieabbrüchen und vor allem zu den peripheren Neuropathien statistisch signifikante Ergebnisse zuungunsten des zu bewertenden Arzneimittels auf.
Im Ergebnis stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens als nicht quantifizierbar ein. Ein Zusatznutzen liegt vor, ist aber nicht quantifizierbar, weil die wissenschaftliche Datengrundlage dies nicht zulässt.