Ergebnis auf einen Blick

Zusatznutzen

Gering

Aussagesicherheit

Anhaltspunkt

Mortalität
Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Morbidität
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Lebensqualität
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Nebenwirkungen
Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Lynparza wird als Monotherapie für die Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit einem Platin-sensitiven Rezidiv eines high-grade epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms angewendet, die auf eine Platin-basierte Chemotherapie…Gesamten Text anzeigen

Lynparza wird als Monotherapie für die Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit einem Platin-sensitiven Rezidiv eines high-grade epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms angewendet, die auf eine Platin-basierte Chemotherapie ansprechen (vollständig oder partiell).

Patientengruppe

Erwachsene Patientinnen mit einem Platin-sensitiven Rezidiv eines high-grade epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms, die auf eine Platin-basierte Chemotherapie ansprechen (vollständig oder partiell).

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im Gesamtüberleben.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
NebenwirkungenNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitNachteil im Endpunkt schwere UE (CTCAE Grad ≥ 3); im Detail Nachteile in einzelnen spezifischen UE.

Aktiver Wirkstoff

Olaparib

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Beobachtendes Abwarten

ICD-Codes

Alle 9 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

  • Bösartige Neubildung des Parametriums
  • Primäres Peritonealkarzinom
  • Ovarialkarzinom
  • Bösartige Neubildung der Uterusadnexe
  • Eileiterkarzinom
  • Bösartige Neubildung des parietalen Peritoneums
  • Bösartige Neubildung des Ligamentum latum uteri
  • Bösartige Neubildung des Retroperitoneums
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes i.V.m. dem Verlust des Orphan-Status für das Arzneimittel Lynparza mit dem Wirkstoff Olaparib.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:

„Lynparza wird als Monotherapie für die Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit einem Platin-sensitiven Rezidiv eines high-grade epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms angewendet, die auf eine Platin-basierte Chemotherapie ansprechen (vollständig oder partiell).“

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde „Beobachtendes Abwarten“ bestimmt.

Zur Nutzenbewertung liegen aus den Placebo-kontrollierten Studien SOLO2 und Studie 19 Ergebnisse zur Mortalität (Gesamtüberleben), Lebensqualität und zu Nebenwirkungen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie „Beobachtendes Abwarten“ vor. Zusätzlich sind für die Studie SOLO2 Ergebnisse zur Morbidität (Gesundheitszustand) vorhanden.

Für das Gesamtüberleben zeigt die Metaanalyse der beiden Studien einen statistisch signifikanten Vorteil für die Behandlung mit Olaparib, welcher als eine moderate Verlängerung der Lebensdauer bewertet wird.

Hinsichtlich des Gesundheitsstatus ist kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen vorhanden. Die krankheitsspezifische Symptomatik wurde nicht erhoben.


Die Daten zur patientenberichteten Lebensqualität zeigen, dass sich weder ein Vorteil noch ein Nachteil feststellen lässt.

Bei den Endpunkten zu unerwünschten Ereignissen zeigt sich ein Nachteil von Olaparib, insbesondere durch eine Zunahme von schweren unerwünschten Ereignissen (CTCAE Grad ≥ 3), im Detail des spezifischen unerwünschten Ereignis „Anämie“ (CTCAE Grad ≥ 3), sowie durch eine Zunahme der spezifischen unerwünschten Ereignissen „Übelkeit“ und „Erbrechen“.

In der Gesamtbewertung wird der Nachteil bei den Nebenwirkungen zwar als relevant betrachtet, aber nicht als derart gravierend eingestuft, dass eine Herabstufung des Ausmaßes zum Zusatznutzen vorgenommen wird.

Unsicherheiten verbleiben insbesondere aufgrund des geringen Anteils an Patientinnen mit BRCA-Wildtyp in den Studien, der fehlerhaften Klassifizierung bei der stratifizierten Blockrandomisierung in der Studie 19 und teilweise systematisch verkürzten Beobachtungszeiten zu den in den Studien erhobenen Endpunkten.

In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen festgestellt.

Beschlüsse zu Lynparza (9)

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026