Übersicht der Subpopulationen

10 Subpopulationen mit unterschiedlichem Ergebnis

  • Beträchtlich (d, f, h, j)
  • Gering (c)
  • Ist nicht belegt (a, b, e, g, i)
Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung,…Ist nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
b)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung, bei…Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarEs liegen keine Daten vorNicht bewertbar
c)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung,…GeringAnhaltspunktKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
d)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und…BeträchtlichAnhaltspunktPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
e)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung,…Ist nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
f)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und…BeträchtlichAnhaltspunktPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
g)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung,…Ist nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
h)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und…BeträchtlichAnhaltspunktPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
i)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung,…Ist nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
j)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und…BeträchtlichAnhaltspunktPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Jardiance ist bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle angezeigt als: Monotherapie Wenn Diät und Bewegung allein zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen, bei Patienten, bei denen die Anwendung von Metformin aufgrund einer…Gesamten Text anzeigen

Jardiance ist bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle angezeigt als: Monotherapie Wenn Diät und Bewegung allein zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen, bei Patienten, bei denen die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird. Add-on-Kombinationstherapie In Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln einschließlich Insulin, wenn diese zusammen mit Diät und Bewegung zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen.

Subpopulation a)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren und eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin gegenüber einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe a1)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren und eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid).

Es wurde keine Studie vorgelegt, die für die Bewertung des Zusatznutzens einer Empagliflozin-Monotherapie, wenn Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren und eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird, gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Sulfonylharnstoff: Glibenclamid oder Glimepirid) bei Patienten ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung geeignet gewesen wäre.

Ein Zusatznutzen ist somit nicht belegt.

Subpopulation b)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, und eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin gegenüber einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) jeweils in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe a2)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, und eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren insbesondere Antihypertensiva, Antikoagulanzien und/oder Lipidsenker).

Es wurde keine geeignete Studie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie vorgelegt.

In der für eine Bewertung des Zusatznutzens bei Patienten mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren vorgelegten Studie EMPA-REG-Outcome wurden lediglich ca. 2% der Patienten mit Empagliflozin ohne weitere antidiabetische Medikation behandelt. Zudem ist unklar, inwieweit für diese Patienten, bzw. wie groß der Anteil der Patienten ist, bei denen das Zulassungskriterium „Metformin-Unverträglichkeit, wenn Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren“ berücksichtigt wurde. Folglich lassen sich aus dieser Studie keine aussagekräftigen Daten für die Bewertung des Zusatznutzens von Empagliflozin in der (antidiabetischen) Monotherapie für die Patientengruppe a2) ableiten.

Ein Zusatznutzen ist somit nicht belegt.

Subpopulation c)

GeringAnhaltspunkt
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn ein anderes blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin, hier Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit Metformin gegenüber Metformin und einem Sulfonylharnstoff (Glimepirid):

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteile in der Studie 1245.28 beim Endpunkt „nicht tödlicher Myokardinfarkt“.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im Detail bei "nicht schweren symptomatischen Hypoglykämien". Nachteil im Detail bei „Erkrankungen der Nieren und Harnwege“, „Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse“ sowie „Genitalinfektionen“.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe b1.1)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn ein anderes blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin, hier Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid).

Vom pharmazeutischen Unternehmer wurde die direkt vergleichende Studie 1245.28 sowie unterstützend einen indirekten Vergleich (Studien 1275.1 und 1245.23/31, 1245.28) vorgelegt.

Hinsichtlich der Gesamtmortalität sowie kardiovaskulärer Tod zeigen sich in der Studie 1245.28 sowie im indirekten Vergleich I keine statistisch signifikanten Ergebnisse zwischen den Behandlungsgruppen.

Bei der Morbidität zeigt sich in der Studie 1245.28 beim Endpunkt „nicht tödlicher Myokardinfarkt“ ein statistisch signifikanter Effekt zugunsten von Empagliflozin. Bei den weiteren Morbiditätsendpunkten der Studie 1245.28 sowie im indirekten Vergleich I zeigen sich keine statistisch signifikanten Ergebnisse zwischen den Behandlungsgruppen.

Daten zur Lebensqualität wurden nicht erhoben.

Hinsichtlich der Nebenwirkungen traten in der Studie 1245.28 und im indirekten Vergleich I statistisch signifikante weniger nicht schwere symptomatische Hypoglykämien zugunsten von Empagliflozin auf. Für andere im Rahmen der Studie untersuchte Endpunkte zu Nebenwirkungen zeigten sich dagegen statistisch signifikante Unterschiede zuungunsten von Empagliflozin (Erkrankungen der Nieren und Harnwege, Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse sowie Genitalinfektionen).

Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der verwendeten Dosierung von Empagliflozin und hinsichtlich der Vorgaben des Blutzuckerzielwertes für eine Dosiserhöhung des Sulfonylharnstoffs im Vergleichsarm. Darüber hinaus ist aufgrund des gewählten Einschlusskriteriums des HbA1c-Werts von 7,0 % in der Studie 1245.28 unklar, ob für einen Teil der Studienteilnehmer nach dem heutigen Stand der allgemein anerkannten medizinischen Erkenntnisse überhaupt einer Therapieintensivierung bedurften.

Insgesamt lässt sich aufgrund der beschriebenen Limitationen ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Empagliflozin in Kombination mit Metformin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Glimepirid in Kombination mit Metformin in dieser Patientengruppe ableiten.

Subpopulation d)

BeträchtlichAnhaltspunkt
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren, wenn ein anderes blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin, hier Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit Metformin gegenüber Metformin und einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) jeweils in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren:

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteile hinsichtlich Gesamtmortalität und kardiovaskulärer Tod.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitNachteil im Detail bei „Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse“ und „Genitalinfektionen“.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe b1.2)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren, wenn ein anderes blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin, hier Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren.

Vom pharmazeutischen Unternehmer wurde die kardiovaskuläre Endpunktstudie EMPA-REG-OUTCOME vorgelegt, welche ausschließlich Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung, mit bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle, untersucht. Diese Studie ist für die Bewertung des Zusatznutzens relevant.

Hinsichtlich der Gesamtmortalität sowie kardiovaskulärer Tod zeigen sich statistisch signifikante Vorteile zugunsten von Empagliflozin.

Bei der Morbidität zeigen sich Vorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“ zugunsten von Empagliflozin. Bei den weiteren Morbiditätsendpunkten zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde nicht erhoben.

Hinsichtlich der Nebenwirkungen sind die Ergebnisse zu SUE und Abbrüche wegen UE nicht verwertbar, da bei diesen Endpunkten auch die Folgekomplikationen erfasst wurden. Für spezifische UE (Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse; Genitalinfektionen) zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede zuungunsten von Empagliflozin.

Es bestehen Unsicherheiten, inwieweit die Patienten der Studie eine dem deutschen Versorgungskontext entsprechende adäquate antidiabetische (und antihypertensive) Therapie erhalten haben.

Insgesamt ergibt sich somit ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Empagliflozin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung und bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle zusätzlich zu mindestens einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Subpopulation e)

Ist nicht belegt
↑ Zurück zur Übersicht
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn ein anderes blutzuckersenkendes Arzneimittel (außer Insulin bzw. Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Metformin und Insulin) gegenüber Metformin und einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) (Hinweis: Wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht geeignet ist, ist Humaninsulin als Therapieoption einzusetzen.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe b2.1)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn ein anderes blutzuckersenkendes Arzneimittel (außer Insulin bzw. Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid). Hinweis: Wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht geeignet ist, ist Humaninsulin als Therapieoption einzusetzen.

Es wurde keine Studie vorgelegt, die für die Bewertung des Zusatznutzens einer Therapie mit Empagliflozin in Kombination mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel außer Metformin und Insulin, wenn Diät und Bewegung alleine den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren und eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeiten als ungeeignet erachtet wird, bei Patienten ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Metformin + Sulfonylharnstoff) geeignet gewesen wäre.

Ein Zusatznutzen ist somit nicht belegt.

Subpopulation f)

BeträchtlichAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren, wenn ein anderes blutzuckersenkendes Arzneimittel (außer Insulin bzw. Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Metformin und Insulin) gegenüber Metformin und einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) jeweils in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren:

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteile hinsichtlich Gesamtmortalität und kardiovaskulärer Tod.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitNachteil im Detail bei „Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse“ und „Genitalinfektionen“.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) (Hinweis: Wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht geeignet ist, ist Humaninsulin als Therapieoption einzusetzen.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe b2.2)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren, wenn ein anderes blutzuckersenkendes Arzneimittel (außer Insulin bzw. Metformin) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren. Hinweis: Wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht geeignet ist, ist Humaninsulin als Therapieoption einzusetzen.

Vom pharmazeutischen Unternehmer wurde die kardiovaskuläre Endpunktstudie EMPA-REG-OUTCOME vorgelegt, welche ausschließlich Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung, mit bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle, untersucht. Diese Studie ist für die Bewertung des Zusatznutzens relevant.

Hinsichtlich der Gesamtmortalität sowie kardiovaskulärer Tod zeigen sich statistisch signifikante Vorteile zugunsten von Empagliflozin.

Bei der Morbidität zeigen sich Vorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“ zugunsten von Empagliflozin. Bei den weiteren Morbiditätsendpunkten zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde nicht erhoben.

Hinsichtlich der Nebenwirkungen sind die Ergebnisse zu SUE und Abbrüche wegen UE nicht verwertbar, da bei diesen Endpunkten auch die Folgekomplikationen erfasst wurden. Für spezifische UE (Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse; Genitalinfektionen) zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede zuungunsten von Empagliflozin.

Es bestehen Unsicherheiten, inwieweit die Patienten der Studie eine dem deutschen Versorgungskontext entsprechende adäquate antidiabetische (und antihypertensive) Therapie erhalten haben.

Insgesamt ergibt sich somit ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Empagliflozin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung und bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle zusätzlich zu mindestens einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Subpopulation g)

Ist nicht belegt
↑ Zurück zur Übersicht
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn mindestens zwei andere blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin) den Blutzucker zusätzlich zu Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrollieren

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit mindestens zwei anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln gegenüber Metformin und Humaninsulin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe c1)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn mindestens zwei andere blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin) den Blutzucker zusätzlich zu Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrollieren


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Es wurde keine Studie vorgelegt, die für die Bewertung des Zusatznutzens einer Therapie mit Empagliflozin in Kombination mit mindestens zwei anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin), wenn diese den Blutzucker zusätzlich zu Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrollieren, bei Patienten ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Metformin + Humaninsulin) geeignet gewesen wäre.

Ein Zusatznutzen ist somit nicht belegt.

Subpopulation h)

BeträchtlichAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren, wenn mindestens zwei andere blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin) den Blutzucker zusätzlich zu Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrollieren

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit mindestens zwei anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln gegenüber Metformin und Humaninsulin jeweils in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren:

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteile hinsichtlich Gesamtmortalität und kardiovaskulärer Tod.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitNachteil im Detail bei „Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse“ und „Genitalinfektionen“.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe c2)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren, wenn mindestens zwei andere blutzuckersenkende Arzneimittel (außer Insulin) den Blutzucker zusätzlich zu Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrollieren


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Vom pharmazeutischen Unternehmer wurde die kardiovaskuläre Endpunktstudie EMPA-REG-OUTCOME vorgelegt, welche ausschließlich Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung, mit bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle, untersucht. Diese Studie ist für die Bewertung des Zusatznutzens relevant.

Hinsichtlich der Gesamtmortalität sowie kardiovaskulärer Tod zeigen sich statistisch signifikante Vorteile zugunsten von Empagliflozin.

Bei der Morbidität zeigen sich Vorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“ zugunsten von Empagliflozin. Bei den weiteren Morbiditätsendpunkten zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde nicht erhoben.

Hinsichtlich der Nebenwirkungen sind die Ergebnisse zu SUE und Abbrüche wegen UE nicht verwertbar, da bei diesen Endpunkten auch die Folgekomplikationen erfasst wurden. Für spezifische UE (Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse; Genitalinfektionen) zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede zuungunsten von Empagliflozin.

Es bestehen Unsicherheiten, inwieweit die Patienten der Studie eine dem deutschen Versorgungskontext entsprechende adäquate antidiabetische (und antihypertensive) Therapie erhalten haben.

Insgesamt ergibt sich somit ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Empagliflozin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung und bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle zusätzlich zu mindestens zwei anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Subpopulation i)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn Insulin (mit oder ohne orales Antidiabetikum) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit Insulin (mit oder ohne orales Antidiabetikum) gegenüber Metformin und Humaninsulin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe d1)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung, wenn Insulin (mit oder ohne orales Antidiabetikum) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Es wurde keine Studie vorgelegt, die für die Bewertung des Zusatznutzens einer Therapie mit Empagliflozin in Kombination mit Insulin (mit oder ohne orales Antidiabetikum) bei Patienten ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Metformin + Humaninsulin) geeignet gewesen wäre.

Ein Zusatznutzen ist somit nicht belegt.

Subpopulation j)

BeträchtlichAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren, wenn Insulin (mit oder ohne orales Antidiabetikum) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin in Kombination mit Insulin (mit oder ohne orales Antidiabetikum) gegenüber Metformin und Humaninsulin jeweils in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren:

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteile hinsichtlich Gesamtmortalität und kardiovaskulärer Tod.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitNachteil im Detail bei „Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse“ und „Genitalinfektionen“.

Aktiver Wirkstoff

Empagliflozin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den neuen Wirkstoff Empagliflozin (Jardiance) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 10 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle, kardiovaskulärer Vorerkrankungen und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe d2)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren, wenn Insulin (mit oder ohne orales Antidiabetikum) den Blutzucker zusammen mit einer Diät und Bewegung nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Vom pharmazeutischen Unternehmer wurde die kardiovaskuläre Endpunktstudie EMPA-REG-OUTCOME vorgelegt, welche ausschließlich Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester kardiovaskulärer Erkrankung, mit bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle, untersucht. Diese Studie ist für die Bewertung des Zusatznutzens relevant.

Hinsichtlich der Gesamtmortalität sowie kardiovaskulärer Tod zeigen sich statistisch signifikante Vorteile zugunsten von Empagliflozin.

Bei der Morbidität zeigen sich Vorteile bei „Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ)“, „Nierenversagen“ und „Beginn einer dauerhaften Nierenersatztherapie“ zugunsten von Empagliflozin. Bei den weiteren Morbiditätsendpunkten zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde nicht erhoben.

Hinsichtlich der Nebenwirkungen sind die Ergebnisse zu SUE und Abbrüche wegen UE nicht verwertbar, da bei diesen Endpunkten auch die Folgekomplikationen erfasst wurden. Für spezifische UE (Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse; Genitalinfektionen) zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede zuungunsten von Empagliflozin.

Es bestehen Unsicherheiten, inwieweit die Patienten der Studie eine dem deutschen Versorgungskontext entsprechende adäquate antidiabetische (und antihypertensive) Therapie erhalten haben.

Insgesamt ergibt sich somit ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Empagliflozin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung und bisher unzureichender Blutzuckerkontrolle zusätzlich zu mindestens einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel und weiterer Medikation zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Beschlüsse zu Jardiance (5)

  1. Dieser Beschluss

    • E12 Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
    • E13 Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus
    • +2 weitere
    Ist nicht belegtGeringBeträchtlich
    • I50 Herzinsuffizienz
    Gering
    • I50 Herzinsuffizienz
    Gering
    • N18 Chronische Nierenkrankheit
    Ist nicht belegt
    • E11 Diabetes mellitus, Typ 2
    • E12 Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
    Ist nicht belegt

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026