↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Jardiance wird angewendet zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Niereninsuffizienz.
Patientengruppe
Erwachsene mit chronischer Niereninsuffizienz
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Empagliflozin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Nebenwirkungen
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Empagliflozin
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung unter Berücksichtigung der Grunderkrankung und häufiger Komorbiditäten (wie Diabetes mellitus, Hypertonie, Dyslipoproteinämie, Anämie, Herzinsuffizienz).
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Empagliflozin. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: Jardiance wird angewendet zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Niereninsuffizienz.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA „eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz unter Berücksichtigung der Grunderkrankung und häufiger Komorbiditäten (wie Diabetes mellitus, Hypertonie, Dyslipoproteinämie, Anämie, Herzinsuffizienz)“ bestimmt.
Der pharmazeutische Unternehmer legt die Studie EMPA-KIDNEY sowie ergänzend die Teilpopulationen der Studien EMPA-REG OUTCOME, EMPEROR-Reduced und EMPEROR-Preserved vor. Der fehlende bzw. minimale Einsatz von Dapagliflozin im Vergleichsarm der Studien ermöglichte in keiner der vier Studien eine Behandlung der CKD unter Berücksichtigung der Grunderkrankung und häufiger Komorbiditäten (wie Diabetes mellitus, Hypertonie, Dyslipoproteinämie, Anämie, Herzinsuffizienz) im Sinne einer optimierten Standardtherapie entsprechend der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Da die Studien keine Daten gegenüber der aktuell bestimmten zweckmäßigen Vergleichstherapie liefern, können sie nicht für die Ableitung des Zusatznutzens von Empagliflozin herangezogen werden. Ein Zusatznutzen ist damit nicht belegt. Dabei handelt es sich um eine Konsequenz, die sich aus dem schnellen therapeutischen Paradigmenwechsel im Sinne der Etablierung der SGLT2-Inhibitoren im vorliegenden Anwendungsgebiet ergeben hat und im vorliegenden Verfahren das Ergebnis “Zusatznutzen ist nicht belegt” begründet.