↔No statistically significant or relevant difference
Morbidity
↑↑Positive effect with high certainty of evidence
Quality of life
↔No statistically significant or relevant difference
Adverse effects
n.a.Not assessable
How to read the symbols
↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↔ no statistically significant or relevant difference
↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
n.a.: not assessable
Ø No data are available
Therapeutic indication
Orkambi ist angezeigt zur Behandlung der zystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patienten ab 12 Jahren, die homozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen sind.
Patient group
Patienten ab 12 Jahren mit zystische Fibrose (CF, Mukoviszidose), die homozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen sind
Added benefit
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber BSC:
Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen
Proof
Indication: One good, larger study is available
Hint
Major
Considerable: Previously unattained, marked improvement in treatment-relevant benefit: reduction of serious symptoms, moderate extension of survival, noticeable relief of the disease, relevant avoidance of serious adverse effects or significant avoidance of other adverse effects
Minor
Non-quantifiable
Not proven
Lesser benefit
Endpoint overview
Mortality
↔No statistically significant or relevant difference
Es traten keine Todesfälle auf.
Morbidity
↑↑Positive effect with high certainty of evidence
Vorteil hinsichtlich pulmonaler Exazerbationen.
Quality of life
↔No statistically significant or relevant difference
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Zystische Fibrose mit Manifestationen an der Lunge und am Verdauungstrakt
Neonatale hepatobiliäre Erkrankung bei Mukoviszidose
Zystische Fibrose mit Darmmanifestation
Zystische Fibrose mit Lungenmanifestation
Zystische Fibrose mit sonstigen multiplen Manifestationen
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Orkambi mit der Wirkstoffkombination Lumacaftor/Ivacaftor.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Behandlung der zystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patienten ab 12 Jahren, die homozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen sind“.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA bestimmt: Best-Supportive-Care (BSC).
Für den Nachweis des Zusatznutzens von Lumacaftor/Ivacaftor wurden vom pharmazeutischen Unternehmer die beiden doppelblinden, randomisierten Studien VX12-809-103 und VX12-809-104 vorgelegt. Nur eine der in den zwei Studien eingesetzten Dosierungen entspricht der Zulassung (Lumacaftor 400 mg, Ivacaftor 250 mg q12h) und entsprechend wurde nur diese für die Nutzenbewertung berücksichtigt.
In den Studien traten keine Todesfälle auf. Bei der Endpunktkategorie Morbidität zeigten sich statistisch signifikante Vorteile zugunsten von Lumacaftor/Ivacaftor hinsichtlich pulmonaler Exazerbationen und Krankenhauseinweisungen aufgrund von Exazerbationen. Beim Gesundheitszustand ermittelt über EQ-5D VAS zeigten sich zwar statistisch signifikant positive Ergebnisse zugunsten von Lumacaftor/Ivacaftor, jedoch werden diese anhand des Hedges' g als nicht klinisch relevant eingeschätzt. Hinsichtlich der Lebensqualität zeigten sich in 2 Domänen des Cystic Fibrosis Questionnaire-Revised (CFQ-R) zwar statistisch signifikant positive Ergebnisse zugunsten von Lumacaftor/Ivacaftor, jedoch werden diese anhand des Hedges'g als nicht klinisch relevant eingeschätzt. Die Häufigkeit von schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUE) war in der Lumacaftor/Ivacaftor Gruppe statistisch signifikant niedriger. Da in den Nebenwirkungen jedoch auch Wirksamkeitsendpunkte erhoben wurden, kann aufgrund der vorliegenden Ergebnisse keine Aussage zum Zusatznutzen für den Endpunkt Nebenwirkungen hergeleitet werden.
Aufgrund der Vorteile bei den pulmonalen Exazerbationen stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens von Lumacaftor/Ivacaftor als beträchtlich ein. Insgesamt ist auf Basis der beiden Studien zwar von einem niedrigen Verzerrungspotential auszugehen, jedoch sind Aussagen über die Auswirkung der Therapie mit Lumacaftor/Ivacaftor auf den langfristigen Krankheitsverlauf aufgrund der Studiendauer von nur 24 Monaten nicht möglich. Vor diesem Hintergrund wird die Aussagesicherheit (Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens) in die Kategorie „Hinweis“ eingeordnet.