Ergebnis auf einen Blick

Zusatznutzen

Beträchtlich

Aussagesicherheit

Anhaltspunkt

Mortalität
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Lebensqualität
Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Nebenwirkungen
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Nucala ist angezeigt als Zusatzbehandlung bei erwachsenen Patienten mit unzureichend kontrolliertem hypereosinophilem Syndrom ohne erkennbare, nicht-hämatologische sekundäre Ursache.

Patientengruppe

Erwachsene mit unzureichend kontrolliertem hypereosinophilem Syndrom ohne erkennbare, nicht-hämatologische sekundäre Ursache

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Mepolizumab gegenüber einer Therapie nach ärztlicher Maßgabe:

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschiedkein statistisch signifikanter Unterschied
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteile in den Endpunkten klinisch manifestierte HES-Schübe und Aktivitätsbeeinträchtigung
LebensqualitätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im körperlichen Summenscore des SF-36
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschiedkein statistisch signifikanter Unterschied

Aktiver Wirkstoff

Mepolizumab

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Therapie nach ärztlicher Maßgabe

ICD-Codes

Diagnosen

  • Idiopathisches hypereosinophiles Syndrom
  • Hypereosinophilie
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Mepolizumab. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „als Zusatzbehandlung bei erwachsenen Patienten mit unzureichend kontrolliertem hypereosinophilem Syndrom ohne erkennbare, nicht-hämatologische sekundäre Ursache“.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA „Therapie nach ärztlicher Maßgabe“ bestimmt.

Der pharmazeutische Unternehmer legt Ergebnisse auf Basis der RCT 200622 vor, in der Mepolizumab gegenüber Placebo, jeweils zusätzlich zu einer Standardtherapie zur Behandlung des HES, verglichen wurde.

Für den Endpunkt Gesamtüberleben liegt kein statistisch signifikanter Unterschied vor.

In der Endpunktkategorie Morbidität zeigt sich in den Endpunkten klinisch manifestierte HES-Schübe und Aktivitätsbeeinträchtigung (WPAI Frage 6) jeweils ein statistisch signifikanter Vorteil zugunsten von Mepolizumab. In den Endpunkten Fatigue und Schwere der HES-Symptome zeigen sich keine statistisch signifikanten bzw. klinisch relevanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.

Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität ergeben sich Vorteile für Mepolizumab gegenüber Placebo im körperlichen Summenscore und keine Unterschiede im psychischen Summenscore.

Im Bereich der Nebenwirkungen liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede vor.

Es verbleiben Unsicherheiten bei der Umsetzung der zweckmäßige Vergleichstherapie, da im Vergleichsarm 26 der Patientinnen und Patienten weder orale Kortikosteroide noch zytotoxische / immunsuppressive Therapien erhielten und keine Informationen vorliegen, ob und in welchem Ausmaß nicht-systemische Kortikosteroide eingesetzt wurden.

In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen festgestellt.

Beschlüsse zu Nucala (6)

    • J45 Asthma bronchiale
    Ist nicht belegtGering
    • J45 Asthma bronchiale
    Ist nicht belegt
    • M30 Panarteriitis nodosa und verwandte Zustände
    Ist nicht belegt
    • J32 Chronische Sinusitis
    • J33 Nasenpolyp
    Ist nicht belegt
  1. Dieser Beschluss

    • D47 Sonstige Neubildungen unsicheren oder unbekannten Verhaltens des lymphatischen, blutbildenden und verwandten Gewebes
    • D72 Sonstige Krankheiten der Leukozyten
    Beträchtlich
    • J44 Sonstige chronische obstruktive Lungenkrankheit
    Ist nicht belegt

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026