↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Rozlytrek als Monotherapie wird zur Behandlung von Erwachsenen und pädiatrischen Patienten ab 12 Jahren mit soliden Tumoren mit neurotropher Tyrosinrezeptorkinase (NTRK)-Genfusion angewendet, bei denen eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt oder eine…Gesamten Text anzeigen
Rozlytrek als Monotherapie wird zur Behandlung von Erwachsenen und pädiatrischen Patienten ab 12 Jahren mit soliden Tumoren mit neurotropher Tyrosinrezeptorkinase (NTRK)-Genfusion angewendet, bei denen eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt oder eine Erkrankung, bei der eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, und
- die bisher keinen NTRK-Inhibitor erhalten haben
- für die keine zufriedenstellenden Therapieoptionen zur Verfügung stehen
Patientengruppe
Erwachsene und pädiatrische Patienten ab einem Alter von 12 Jahren mit soliden Tumoren, die eine neurotrophe Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK)-Genfusion aufweisen, bei denen eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt oder eine Erkrankung, bei der eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, und die zuvor keinen NTRK-Inhibitor erhalten haben und für die keine zufriedenstellenden Therapieoptionen zur Verfügung stehen
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Entrectinib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine geeigneten Daten vor.
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine geeigneten Daten vor.
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine geeigneten Daten vor.
Nebenwirkungen
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine geeigneten Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Entrectinib
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Patientenindividuelle Therapie unter Auswahl von
- Best-Supportive-Care
und
- chirurgische Resektion, die wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, für die patientenindividuell ein klinischer Nutzen zu erwarten ist.
Bösartige Neubildung des unteren Drittels des Ösophagus
Bösartige Neubildung des Mediastinums
Bösartige Neubildung des zervikalen Ösophagus
Mesotheliom
Bösartige Neubildung des zentralen Drüsenkörpers der Brustdrüse
Bösartige Neubildung des Corpus ventriculi
Bösartige Neubildung des Parametriums
Bösartige Neubildung der Appendix vermiformis
Bösartige Neubildung der Kardia
Bösartige Neubildung des Sinus ethmoidalis
Bösartige Neubildung des Duodenums
Bösartige Neubildung eines Hirnventrikels
Bösartige Neubildung der abdominopelvinen Nerven a.n.k.
Bösartige Neubildung der seitlichen Harnblasenwand
Bösartige Neubildung des vorderen Teils des Mundbodens
Bösartige Neubildung des Überganges zwischen hartem und weichem Gaumen
Bösartige Neubildung der kleinen Magenkurvatur
Bösartige Neubildung der Übergangsregion des Oropharynx
Bösartige Neubildung der langen Knochen der oberen Gliedmaßen a.n.k.
Bösartige Neubildung der Labia majora pudendi
Kaposi-Sarkom des Gaumens
Bösartige Neubildung der oberen Extremität
Bösartige Neubildung der kurzen Knochen der unteren Gliedmaßen
Malignes Melanom der oberen Extremität a.n.k.
Leberzellkarzinom
Bösartige Neubildung der Chorioidea
Bösartige Neubildung des Vestibulum oris
Bösartige Neubildung des Bindegewebes des Thorax
Bösartige Neubildung des Glomus caroticum
Bösartige Neubildung der Orbita
Bösartige Neubildung der Lippe
Bösartige Neubildung der Kiemenspalte
Karzinom der äußeren Oberlippe
Bösartige Neubildung des Magens
Bösartige Neubildung
Bösartige Neubildung der hinteren Wand des Hypopharynx
Bösartige Neubildung des Oropharynx
Bösartige Neubildung der Kopfnerven a.n.k.
Kaposi-Sarkom mehrerer Organe
Bösartige Neubildung des Nervus opticus
Bösartige Neubildung der Vallecula epiglottica
Bösartige Neubildung der aryepiglottischen Falte
Bösartige Neubildung der Rückenmarkhäute
Hepatoblastom
Bösartige Neubildung des Antrum pyloricum
Bösartige Neubildung des Verdauungssystems a.n.k.
Bösartige Neubildung der Konjunktiva
Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge, mehrere Teilbereiche überlappend
Bösartige Neubildung des oberen äußeren Quadranten der Brustdrüse
Bösartige Neubildung der Epiglottisvorderfläche
Bösartige Neubildung des Mundbodens
Bösartige Neubildung der Beckennerven a.n.k.
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Rozlytrek mit dem Wirkstoff Entrectinib.
Dieses Arzneimittel wurde unter besonderen Bedingungen zugelassen.
Rozlytrek ist zugelassen als Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen und pädiatrischen Patienten ab 12 Jahren mit soliden Tumoren mit neurotropher Tyrosinrezeptorkinase (NTRK)-Genfusion,
bei denen eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt oder eine Erkrankung, bei der eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, und
die bisher keinen NTRK-Inhibitor erhalten haben
für die keine zufriedenstellenden Therapieoptionen zur Verfügung stehen
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA bestimmt: Patientenindividuelle Therapie unter Auswahl von
Best-Supportive-Care, und
chirurgische Resektion, die wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, für die patientenindividuell ein klinischer Nutzen zu erwarten ist.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt sich um die zweite Bewertung einer onkologischen Arzneimitteltherapie, deren Anwendungsgebiet auf den Nachweis einer bestimmten Genmutation abstellt, hier die NTRK-Genfusion, und nicht auf eine bestimmte Tumorerkrankung. Hierbei handelt es sich um ein sog. „Histologie-unabhängiges“ oder „Tumor-agnostisches“ Anwendungsgebiet.
Für die Nutzenwertung wurden vom pharmazeutischen Unternehmer die Ergebnisse aus der Zulassungsstudie STARTRK-2 zur Behandlung mit Entrectinib vorgelegt. Es handelt sich hierbei um eine nicht kontrollierte Studie, die somit keine Vergleichsgruppe umfasst. Die vom pharmazeutischen Unternehmer vorgelegten Nachweise ermöglichen keinen Vergleich gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie, weshalb ein Zusatznutzen von Entrectinib nicht belegt ist.