↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Ravicti wird angewendet als Zusatztherapie bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten im Alter von ≥ 2 Monaten mit Harnstoffzyklusstörungen (urea cycle disorders, UCDs) einschließlich Mangel an Carbamoylphosphat-Synthetase 1 (CPS), Ornithin-Transcarbamylase (OTC),…Gesamten Text anzeigen
Ravicti wird angewendet als Zusatztherapie bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten im Alter von ≥ 2 Monaten mit Harnstoffzyklusstörungen (urea cycle disorders, UCDs) einschließlich Mangel an Carbamoylphosphat-Synthetase 1 (CPS), Ornithin-Transcarbamylase (OTC), Argininosuccinat-Synthetase (ASS), Argininosuccinat-Lyase (ASL), Arginase 1 (ARG) und Ornithin-Translokase (Hyperammonamie-Hyperornithinamie-Homocitrullinurie-Syndrom, HHH), die durch diätetische Eiweißrestriktion und/ oder Aminosäurensubstitution allein nicht behandelt werden können.
Ravicti muss mit diätetischer Eiweißrestriktion und in manchen Fällen mit Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. essenzielle Aminosäuren, Arginin, Citrullin, eiweißfreie Kalorienergänzungsmittel) zusammen angewendet werden.
Patientengruppe
Erwachsene und pädiatrische Patienten im Alter von ≥ 2 Monaten mit Harnstoffzyklusstörungen, die durch diätetische Eiweißrestriktion und/oder Aminosäurensubstitution allein nicht behandelt werden können
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens:
nicht quantifizierbar
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Es traten keine Todesfälle auf.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Die Daten sind nicht bewertbar.
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Arzneimittels Ravicti mit dem Wirkstoff Glycerolphenylbutyrat.
Dieses Arzneimittel wurde als Orphan Drug zugelassen und wird angewendet als Zusatztherapie bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten im Alter von ≥ 2 Monaten mit Harnstoffzyklusstörungen (urea cycle disorders, UCDs) einschließlich Mangel an Carbamoylphosphat-Synthetase 1 (CPS), Ornithin-Transcarbamylase (OTC), Argininosuccinat-Synthetase (ASS), Argininosuccinat-Lyase (ASL), Arginase 1 (ARG) und Ornithin-Translokase(Hyperammonamie-Hyperornithinamie-Homocitrullinurie-Syndrom, HHH), die durch diätetische Eiweißrestriktion und/ oder Aminosäurensubstitution allein nicht behandelt werden können. Ravicti muss mit diätetischer Eiweißrestriktion und in manchen Fällen mit Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. essenzielle Aminosäuren, Arginin, Citrullin, eiweißfreie Kalorienergänzungsmittel) zusammen angewendet werden.
Für die Bewertung des Ausmaßes des Zusatznutzens von Glycerolphenylbutyrat liegen Ergebnisse aus einer randomisierten, aktiv kontrollierten, doppelt-verblindeten, 4-wöchigen Cross-over-Studie (HPN-100-006) mit niedrigem Verzerrungspotenzial vor. die die Behandlung von Glycerolphenylbutyrat gegenüber Natriumphenylbutyrat bei Erwachsenen mit Harnstoffzyklusstörungen untersucht.
In der Studie traten keine Todesfälle auf.
Hinsichtlich der Morbidität liegt weder für den Endpunkt 24-Stunden-AUC-Ammoniakkonzentration im Blut noch für den Endpunkt hyperammonämische Krisen ein Unterschied vor. Aufgrund der geringen Anzahl der in der Studie aufgetretenen hyperammonämischen Krisen ist die Relevanz des fehlenden Unterschiedes nicht abschätzbar.
Lebensqualität wurde in der Studie ausschließlich zu Baseline erhoben, sodass sich daraus vergleichende Aussagen nicht ableiten lassen.
Aus den Daten zu den Nebenwirkungen zeigen sich in der Studie keine Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen. Da für Kinder und Jugendliche keine belastbaren Daten vorliegen, können die Effekte von Glycerolphenylbutyrat in dieser Altersgruppe jedoch nicht abschließend beurteilt werden. Es kann beispielsweise nicht eingeschätzt werden, ob der derzeitige Therapiestandard bei bestimmten Patientengruppen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, auch vor dem Hintergrund der Schwere der Erkrankung möglicherweise eine Beeinflussung der Lebensqualität bewirkt.
Aufgrund der methodischen Limitationen der Studien sowie der insgesamt eingeschränkten Evidenzgrundlage stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens für Glycerolphenylbutyratauf als nicht quantifizierbar ein, weil die wissenschaftliche Datengrundlage dies zum derzeitigen Zeitpunkt nicht zulässt.
Beschlüsse zu Ravicti (2)
2018
Dieser Beschluss
E72 Sonstige Störungen des Aminosäurestoffwechsels