Übersicht der Subpopulationen

2 Subpopulationen, alle: Ist nicht belegt

Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit der maximal verträglichen Dosis von…Ist nicht belegt–Kein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
b)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Insulin und Metformin allein den Blutzucker…Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarEs liegen keine Daten vorNicht bewertbar
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  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
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  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Komboglyze ist als Ergänzung zu Diät und Bewegung angezeigt, um die Blutzuckerkontrolle bei erwachsenen Patienten im Alter von 18 Jahren und älter mit Typ-2-Diabetes mellitus zu verbessern, die mit der maximal verträglichen Dosis von Metformin allein nicht ausreichend…Gesamten Text anzeigen

Komboglyze ist als Ergänzung zu Diät und Bewegung angezeigt, um die Blutzuckerkontrolle bei erwachsenen Patienten im Alter von 18 Jahren und älter mit Typ-2-Diabetes mellitus zu verbessern, die mit der maximal verträglichen Dosis von Metformin allein nicht ausreichend kontrolliert sind. Komboglyze ist auch in Kombination mit Insulin (d. h. als Dreifach-Kombinationstherapie) als Ergänzung zu Diät und Bewegung angezeigt, um die Blutzuckerkontrolle bei erwachsenen Patienten im Alter von 18 Jahren und älter mit Typ-2-Diabetes mellitus zu verbessern, wenn Insulin und Metformin allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren.

Subpopulation a)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit der maximal verträglichen Dosis von Metformin allein nicht ausreichend kontrolliert sind

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedInsgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Vorteil im Detail beim Endpunkt „bestätigte symptomatische Hypoglykämien“ in den Studien D1680C00001 und D1680L00002.

Aktiver Wirkstoff

Saxagliptin/Metformin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf der Nutzenbewertung für die fixe Wirkstoffkombination Saxagliptin/Metformin (Komboglyze) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 2 Patientengruppen nach dem Kriterium der Therapiesituation, der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe a)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit der maximal verträglichen Dosis von Metformin allein nicht ausreichend kontrolliert sind


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid).

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.

Die Studien, die bereits für den Erstbeschluss vorlagen, sind allein nicht geeignet, die Fragestellungen aus den Befristungsgründen hinreichend zu beantworten. Die vorgelegten Auswertungen der Studie SAVOR-TIMI 53, die etwa 16.500 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und einer bestehenden kardiovaskulären Erkrankung und/oder anderen kardiovaskulären Risikofaktoren einschloss, sind ebenso nicht geeignet einen Zusatznutzen für die Fixkombination Saxagliptin/Metformin abzuleiten. Der pharmazeutische Unternehmer legt im Dossier zwar Analysen für die Fixkombination vor, die Patienten berücksichtigt, die ausschließlich mit einer Metformindosis ≥ 1.700 mg vorbehandelt waren , allerdings schloss der pharmazeutische Unternehmer im Dossier z.T. Patienten mit Kontraindikationen gegen Metformin aus, jedoch geht aus den Unterlagen nicht hervor, welche Kontraindikationen dies sind und wie viele Patienten dies betrifft. Zudem selektiert der Unternehmer im Saxagliptin/Meformin-Arm der Studie diejenigen Patienten, die in ihrer „Standardbehandlung“ die entsprechende zweckmäßige Vergleichstherapie erhalten haben. Dadurch bleibt die Randomisierung nicht erhalten und die Strukturgleichheit zwischen den gebildeten Vergleichsgruppen wird aufgehoben und/oder ein Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie ist nicht gegeben. Aus den ausgeführten Gründen sind die vorgelegten Ergebnisse als hochverzerrt und nicht interpretierbar anzusehen. Die in der schriftlichen Stellungnahme nachgereichten Daten des pharmazeutischen Unternehmers der relevanten Teilpopulation der Studie hätte jedoch schon im Dossier vorliegen können, um entsprechende Berücksichtigung zu finden.

Hinsichtlich der Mortalität und Morbidität ergeben sich in den Studien D1680C00001 und D1680L00002 keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde nicht erhoben. Bei den Nebenwirkungen traten im Saxagliptin-Arm der Studien seltener bestätigte symptomatische Hypoglykämien auf.

Die geforderten Langzeitdaten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil zur Beantwortung der Fragestellungen der Befristung liegen somit für die Fixkombination Saxagliptin/Metformin nicht vor. Die Daten aus dem Erstbeschluss allein sind nicht hinreichend um erneut von einem Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen auszugehen.

Zusammengenommen ist ein Zusatznutzen von Saxagliptin/Metformin bei dieser Patientengruppe damit nicht belegt.

Subpopulation b)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Insulin und Metformin allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin + Metformin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Saxagliptin/Metformin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Humaninsulin + Metformin (Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin nicht ausreichend wirksam ist)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Wolfram-Syndrom
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf der Nutzenbewertung für die fixe Wirkstoffkombination Saxagliptin/Metformin (Komboglyze) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 2 Patientengruppen nach dem Kriterium der Therapiesituation, der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe b)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Insulin und Metformin allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Humaninsulin + Metformin. Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin nicht ausreichend wirksam ist.

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.

Die Studie CV181057 ist aufgrund methodischer Mängel nicht für die Bewertung eines Zusatznutzens geeignet, da zum einen in der ersten Behandlungsphase die Vorbehandlung mit Insulin bzw. Insulin in Kombination mit Metformin unverändert fortzuführen war und keine Änderung der Insulindosis oder ein Wechsel des Therapieregimes erlaubt war. Des Weiteren ist auch die zweite Behandlungsphase für die Bewertung nicht geeignet, da nach Beendigung und vor Änderung der Therapieregime in der zweiten Behandlungsphase keine erneute Randomisierung erfolgte.

Die vorgelegten Auswertungen der Studie SAVOR-TIMI 53, die etwa 16.500 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und einer bestehenden kardiovaskulären Erkrankung und/oder anderen kardiovaskulären Risikofaktoren einschloss, sind ebenso nicht geeignet einen Zusatznutzen für die Fixkombination Saxagliptin/Metformin abzuleiten. Der pharmazeutische Unternehmer legt im Dossier zwar Analysen für die Fixkombination vor, die Patienten berücksichtigt, die ausschließlich mit einer Metformindosis ≥ 1.700 mg vorbehandelt waren , allerdings schloss der pharmazeutische Unternehmer im Dossier z.T. Patienten mit Kontraindikationen gegen Metformin aus, jedoch geht aus den Unterlagen nicht hervor, welche Kontraindikationen dies sind und wie viele Patienten dies betrifft. Zudem selektiert der Unternehmer im Saxagliptin/Meformin-Arm der Studie diejenigen Patienten, die in ihrer „Standardbehandlung“ die entsprechende zweckmäßige Vergleichstherapie erhalten haben. Dadurch bleibt die Randomisierung nicht erhalten und die Strukturgleichheit zwischen den gebildeten Vergleichsgruppen wird aufgehoben und/oder ein Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie ist nicht gegeben. Aus den ausgeführten Gründen sind die vorgelegten Ergebnisse als hochverzerrt und nicht interpretierbar anzusehen. Die in der schriftlichen Stellungnahme nachgereichten Daten des pharmazeutischen Unternehmers der relevanten Teilpopulation der Studie hätte jedoch schon im Dossier vorliegen können, um entsprechende Berücksichtigung zu finden.

Zusammengenommen ist ein Zusatznutzen von Saxagliptin/Metformin bei dieser Patientengruppe damit nicht belegt.

Beschlüsse zu Komboglyze (3)

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026