Therapienaive Patienten (ohne Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Morbidität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil durch Vermeidung Interferon-bedingter Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Ledipasvir/Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe a) Therapienaive Patienten (ohne Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegt ein nichtadjustierter indirekter Vergleich von Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12-wöchige Behandlung) gegenüber der dualen Therapie vor. Der Vergleich besteht aus einzelnen Studienarmen von drei Studien zu Ledipasvir/ Sofosbuvir (ION-1, ION-3, LONESTAR) und sechs Studien zur zweckmäßigen Vergleichstherapie.
In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12 Wochen) und der Vergleichstherapie (24-48 Wochen).
Aufgrund dieser Unsicherheiten sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.
Der Anteil der Patienten, die nach einer12-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) zeigten, ist deutlich höher als nach der dualen Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12-12 Wochen gegenüber 24-48 Wochen bei der zweckmäßigen Vergleichstherapie) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es wird ein beträchtlicher Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Morbidität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil durch Vermeidung Interferon-bedingter Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Ledipasvir/Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe b) Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegt ein nichtadjustierter indirekter Vergleich von Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12-wöchige Behandlung) gegenüber der dualen Therapie vor. Der Vergleich besteht aus einzelnen Studienarmen aus einer Studie zu Ledipasvir/ Sofosbuvir (ION-1) und neun Studien zur zweckmäßigen Vergleichstherapie. Unterstützend wird die Studie GS-US-337-0113 herangezogen.
In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (12-24 Wochen) und der Vergleichstherapie (48 Wochen).
Aufgrund dieser Unsicherheiten sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.
Der Anteil der Patienten, die nach einer 24-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) zeigten, ist deutlich höher als nach der dualen Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12-24 Wochen gegenüber 48-72 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es wird ein beträchtlicher Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.
Therapieerfahrene Patienten (ohne Zirrhose, mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Morbidität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Aktiver Wirkstoff
Ledipasvir/Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe c) Therapieerfahrene Patienten (ohne Zirrhose, mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegt ein nichtadjustierter indirekter Vergleich von Ledipasvir/Sofosbuvir (12-24-wöchige Behandlung bei vorherigem Therapieversagen auf eine duale oder Triple-Therapie) gegenüber der Triple-Therapie vor. Der Vergleich besteht aus einzelnen Studienarmen aus fünf Studien zu Ledipasvir/ Sofosbuvir und vier Studien zur zweckmäßigen Vergleichstherapie.
In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (12-24 Wochen) und der Vergleichstherapie (24-48 Wochen).
Aufgrund dieser Unsicherheiten sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.
Der Anteil der Patienten, die nach einer 24-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) zeigten, ist deutlich höher als nach der Triple-Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (ZVT) (12-24 Wochen gegenüber 24-48 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet. Betrachtung der Nebenwirkungsraten bei jeweils 24-wöchiger Therapie im indirekten Vergleich ergaben hingegen keine belastbaren Ergebnisse.
Es wird ein beträchtlicher Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe d) Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 3, in Kombination mit Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen für diese Patienten keine ausreichenden Daten vor, um den Zusatznutzen bewerten zu können.
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 4
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Es traten keine Todesfälle auf.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil durch Vermeidung Interferon-bedingter Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Ledipasvir/Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe e) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 4
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen einzelne Studienarme der Studien SYNERGY und GS-US-337-1119 vor.
Es traten keine Todesfälle auf.
Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) von >90% wird trotz der Betrachtung einzelner Studienarme von einer Äquivalenz einer Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12-24 Wochen gegenüber 24-48 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
In der Zusammenschau im Sinne eines indirekten Vergleichs wird ein geringer Zusatznutzen durch die relevante Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen als Anhaltspunkt eingestuft.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe f) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C und HIV-Koinfektion, Genotyp 1
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen Ergebnisse der einarmigen Studien ERADICATE und ION-4 vor. Da ähnliche SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen)-Raten wie bei den Patienten ohne HIV-Infektion erreicht werden, wird der indirekte nicht adjustierte Vergleich für die Patienten ohne HIV-Infektion auch für die vorliegende Patientengruppe herangezogen.
In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12 Wochen) und der Vergleichstherapie (12-48 Wochen). Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Die Ergebnisse zur Mortalität liegen im Bereich der Ergebnisse bei Patienten ohne HIV-Koinfektion.
Der Anteil der Patienten, die nach einer 12-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR zeigten, ist deutlich höher als nach der dualen Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten, durch das Heranziehen der Daten von nicht-koinfizierten Patienten aber nicht quantifizieren lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (ZVT) (12-24 Wochen gegenüber 48 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es wird ein nicht quantifizierbarer Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe g) Patienten mit chronischer Hepatitis C mit dekompensierter Zirrhose, Genotyp 1, in Kombination mit Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Best-Supportive-Care“.
Es liegen einarmige Ergebnisse der Studie SOLAR-1 vor bei Patienten mit dekompensierter Zirrhose vor oder nach einer Lebertransplantation.
Die Ergebnisse werden zur Bewertung des Zusatznutzens herangezogen, da eine Kausalität bezüglich des Erreichens des SVR vor dem Hintergrund der bisher zur Anwendung gekommenen Behandlungsregime bei der Behandlung der HCV hinreichend medizinisch plausibel und auch belegt ist.
Aufgrund des fehlendes Vergleiches sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.
Es zeigen sich SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende)-Raten zwischen 75,0 % und 88,9 %. Da unter Best-Supportive-Care keine antivirale Behandlung stattfindet, ist hier von einer SVR-Rate bei annähernd 0 % auszugehen, ein Zusatznutzen kann auf Basis dieser Daten abgeleitet werden.
Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Eine vergleichende Bewertung der Häufigkeiten der Nebenwirkungen zur zweckmäßigen Vergleichstherapie Best-Supportive-Care ist nicht möglich.
Daher wird ein nicht quantifizierbarer Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des der Ergebnisse zum SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.
Beschlüsse zu Harvoni (3)
2015
Dieser Beschluss
B18 Chronische Virushepatitis
B24 Nicht näher bezeichnete HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit]
+1 weitere
BeträchtlichIst nicht belegtGeringNicht quantifizierbar