Übersicht der Subpopulationen

7 Subpopulationen mit unterschiedlichem Ergebnis

  • Beträchtlich (a, b, c)
  • Gering (e)
  • Nicht quantifizierbar (f, g)
  • Ist nicht belegt (d)
Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Therapienaive Patienten (ohne Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1BeträchtlichAnhaltspunktNicht bewertbarPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
b)Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1BeträchtlichAnhaltspunktNicht bewertbarPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
c)Therapieerfahrene Patienten (ohne Zirrhose, mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis…BeträchtlichAnhaltspunktNicht bewertbarPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
d)Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 3, in…Ist nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
e)Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 4GeringAnhaltspunktKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
f)Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C und HIV-Koinfektion,…Nicht quantifizierbarAnhaltspunktNicht bewertbarPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
g)Patienten mit chronischer Hepatitis C mit dekompensierter Zirrhose, Genotyp 1, in Kombination mit…Nicht quantifizierbarAnhaltspunktNicht bewertbarPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorNicht bewertbar
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Ledipasvir/Sofosbuvir (Harvoni) wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet .

Subpopulation a)

BeträchtlichAnhaltspunkt
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Therapienaive Patienten (ohne Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil durch Vermeidung Interferon-bedingter Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Ledipasvir/Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe a) Therapienaive Patienten (ohne Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegt ein nichtadjustierter indirekter Vergleich von Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12-wöchige Behandlung) gegenüber der dualen Therapie vor. Der Vergleich besteht aus einzelnen Studienarmen von drei Studien zu Ledipasvir/ Sofosbuvir (ION-1, ION-3, LONESTAR) und sechs Studien zur zweckmäßigen Vergleichstherapie.

In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12 Wochen) und der Vergleichstherapie (24-48 Wochen).

Aufgrund dieser Unsicherheiten sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.

Der Anteil der Patienten, die nach einer12-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) zeigten, ist deutlich höher als nach der dualen Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.

Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12-12 Wochen gegenüber 24-48 Wochen bei der zweckmäßigen Vergleichstherapie) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es wird ein beträchtlicher Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation b)

BeträchtlichAnhaltspunkt
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Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil durch Vermeidung Interferon-bedingter Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Ledipasvir/Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe b) Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegt ein nichtadjustierter indirekter Vergleich von Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12-wöchige Behandlung) gegenüber der dualen Therapie vor. Der Vergleich besteht aus einzelnen Studienarmen aus einer Studie zu Ledipasvir/ Sofosbuvir (ION-1) und neun Studien zur zweckmäßigen Vergleichstherapie. Unterstützend wird die Studie GS-US-337-0113 herangezogen.

In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (12-24 Wochen) und der Vergleichstherapie (48 Wochen).

Aufgrund dieser Unsicherheiten sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.

Der Anteil der Patienten, die nach einer 24-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) zeigten, ist deutlich höher als nach der dualen Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.

Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12-24 Wochen gegenüber 48-72 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es wird ein beträchtlicher Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation c)

BeträchtlichAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapieerfahrene Patienten (ohne Zirrhose, mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):

Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.

Aktiver Wirkstoff

Ledipasvir/Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe c) Therapieerfahrene Patienten (ohne Zirrhose, mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 1

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegt ein nichtadjustierter indirekter Vergleich von Ledipasvir/Sofosbuvir (12-24-wöchige Behandlung bei vorherigem Therapieversagen auf eine duale oder Triple-Therapie) gegenüber der Triple-Therapie vor. Der Vergleich besteht aus einzelnen Studienarmen aus fünf Studien zu Ledipasvir/ Sofosbuvir und vier Studien zur zweckmäßigen Vergleichstherapie.

In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (12-24 Wochen) und der Vergleichstherapie (24-48 Wochen).

Aufgrund dieser Unsicherheiten sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.

Der Anteil der Patienten, die nach einer 24-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) zeigten, ist deutlich höher als nach der Triple-Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.

Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (ZVT) (12-24 Wochen gegenüber 24-48 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet. Betrachtung der Nebenwirkungsraten bei jeweils 24-wöchiger Therapie im indirekten Vergleich ergaben hingegen keine belastbaren Ergebnisse.

Es wird ein beträchtlicher Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation d)

Ist nicht belegt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 3, in Kombination mit Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Ledipasvir/Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe d) Therapienaive Patienten (mit kompensierter Zirrhose) mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 3, in Kombination mit Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen für diese Patienten keine ausreichenden Daten vor, um den Zusatznutzen bewerten zu können.

Der Zusatznutzen ist nicht belegt.

Subpopulation e)

GeringAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 4

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs traten keine Todesfälle auf.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil durch Vermeidung Interferon-bedingter Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Ledipasvir/Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe e) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C, Genotyp 4

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen einzelne Studienarme der Studien SYNERGY und GS-US-337-1119 vor.

Es traten keine Todesfälle auf.

Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) von >90% wird trotz der Betrachtung einzelner Studienarme von einer Äquivalenz einer Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.

Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12-24 Wochen gegenüber 24-48 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

In der Zusammenschau im Sinne eines indirekten Vergleichs wird ein geringer Zusatznutzen durch die relevante Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation f)

Nicht quantifizierbarAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C und HIV-Koinfektion, Genotyp 1

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil durch die Vermeidung Interferon-bedingter Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Ledipasvir/Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
  • HIV-Krankheit
  • HIV-Infektion
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe f) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis C und HIV-Koinfektion, Genotyp 1

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen Ergebnisse der einarmigen Studien ERADICATE und ION-4 vor. Da ähnliche SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen)-Raten wie bei den Patienten ohne HIV-Infektion erreicht werden, wird der indirekte nicht adjustierte Vergleich für die Patienten ohne HIV-Infektion auch für die vorliegende Patientengruppe herangezogen.

In vorgenommenen Vergleich bestehen neben der grundsätzlich erhöhten Ergebnisunsicherheit durch die Nichtadjustierung Unsicherheiten aufgrund der unterschiedlichen Behandlungsdauern zwischen Ledipasvir/Sofosbuvir (8-12 Wochen) und der Vergleichstherapie (12-48 Wochen). Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.

Die Ergebnisse zur Mortalität liegen im Bereich der Ergebnisse bei Patienten ohne HIV-Koinfektion.

Der Anteil der Patienten, die nach einer 12-wöchigen Behandlung mit Ledipasvir/Sofosbuvir ein SVR zeigten, ist deutlich höher als nach der dualen Therapie. Der Effekt wird als dramatisch angesehen, wodurch sich trotz der genannten Unsicherheiten ein Zusatznutzen ableiten, durch das Heranziehen der Daten von nicht-koinfizierten Patienten aber nicht quantifizieren lässt. Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.

Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (ZVT) (12-24 Wochen gegenüber 48 Wochen bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es wird ein nicht quantifizierbarer Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des dramatischen Effektes im SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund des nichtadjustierten Vergleiches als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation g)

Nicht quantifizierbarAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Patienten mit chronischer Hepatitis C mit dekompensierter Zirrhose, Genotyp 1, in Kombination mit Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Best-Supportive-Care:

Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Ledipasvir/Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Best Supportive Care

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Harvoni mit der Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Harvoni wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 7 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1, 3 und 4), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe g) Patienten mit chronischer Hepatitis C mit dekompensierter Zirrhose, Genotyp 1, in Kombination mit Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Best-Supportive-Care“.

Es liegen einarmige Ergebnisse der Studie SOLAR-1 vor bei Patienten mit dekompensierter Zirrhose vor oder nach einer Lebertransplantation.

Die Ergebnisse werden zur Bewertung des Zusatznutzens herangezogen, da eine Kausalität bezüglich des Erreichens des SVR vor dem Hintergrund der bisher zur Anwendung gekommenen Behandlungsregime bei der Behandlung der HCV hinreichend medizinisch plausibel und auch belegt ist.

Aufgrund des fehlendes Vergleiches sind die Daten zur Mortalität nicht abschließend bewertbar.

Es zeigen sich SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende)-Raten zwischen 75,0 % und 88,9 %. Da unter Best-Supportive-Care keine antivirale Behandlung stattfindet, ist hier von einer SVR-Rate bei annähernd 0 % auszugehen, ein Zusatznutzen kann auf Basis dieser Daten abgeleitet werden.

Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.

Eine vergleichende Bewertung der Häufigkeiten der Nebenwirkungen zur zweckmäßigen Vergleichstherapie Best-Supportive-Care ist nicht möglich.

Daher wird ein nicht quantifizierbarer Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir auf Basis des der Ergebnisse zum SVR und der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.

Beschlüsse zu Harvoni (3)

  1. Dieser Beschluss

    • B18 Chronische Virushepatitis
    • B24 Nicht näher bezeichnete HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit]
    • +1 weitere
    BeträchtlichIst nicht belegtGeringNicht quantifizierbar
    • B18 Chronische Virushepatitis
    Nicht quantifizierbarIst nicht belegt
    • B18 Chronische Virushepatitis
    Nicht quantifizierbarIst nicht belegt

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026