↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Winrevair ist, in Kombination mit anderen Therapien gegen pulmonale arterielle Hypertonie (PAH), für die Behandlung von PAH bei erwachsenen Patienten mit der WHO-Funktionsklasse (FK) IV angezeigt.
Patientengruppe
Erwachsene mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-Funktionsklasse (WHO-FK) IV
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Sotatercept gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie: Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied.
Morbidität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil im Endpunkt Krankheitsverschlechterung.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Sotatercept. Winrevair wurde als Orphan Drug zugelassen. Aufgrund der Überschreitung der 30 Millionen-Euro-Umsatzgrenze erfolgt für das neue Anwendungsgebiet eine reguläre Bewertung. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: Sotatercept ist, in Kombination mit anderen Therapien gegen pulmonale arterielle Hypertonie (PAH), für die Behandlung von PAH bei erwachsenen Patienten mit der WHO-Funktionsklasse (FK) IV angezeigt. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA eine individualisierte Therapie unter Auswahl folgender Dreifachtherapien bestimmt: „parenterales PCA (Epoprostenol, Treprostinil) + ERA (Ambrisentan, Bosentan, Macitentan) + PDE5-Inhibitor (Sildenafil, Tadalafil)“ und „parenterales PCA (Epoprostenol, Treprostinil) + ERA (Ambrisentan, Bosentan, Macitentan) + sGC-Stimulator (Riociguat)“. Zur Bewertung des Zusatznutzens von Sotatercept legt der pharmazeutische Unternehmer Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie ZENITH für die Teilpopulation mit WHO-FK IV vor. Alle Studienteilenehmenden erhielten eine PAH-Hintergrundtherapie. Insgesamt bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Trotz dieser Unsicherheiten wird in der konkret vorliegenden Datensituation die Studie ZENITH für die Nutzenbewertung herangezogen. Für den Endpunkt Gesamtmortalität zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen. In der Endpunktkategorie Morbidität zeigt sich im Endpunkt Krankheitsverschlechterung ein deutlicher Vorteil von Sotatercept gegenüber dem Vergleichsarm. Für den Endpunkt Dyspnoe zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen in der Gesamtpopulation. Auf Basis einer Effektmodifikation zeigt sich jedoch ein Vorteil von Sotatercept gegenüber dem Vergleichsarm bei Personen mit einem REVEAL Lite 2.0 Risikoscore von ≥ 11 zu Studienbeginn. In den Endpunkten Gehfähigkeit und Gesundheitszustand zeigte sich jeweils kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen. Für die Endpunktkategorie der gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurden keine Daten erhoben. In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen. Insgesamt ergibt sich maßgeblich aufgrund des gezeigten deutlichen Vorteils im Endpunkt Krankheitsverschlechterung ein Zusatznutzen, dessen Ausmaß aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht quantifiziert werden kann. Die Aussagekraft der Nachweise wird in die Kategorie Anhaltspunkt eingestuft. Neben einem hohen Verzerrungspotential auf Ebene einiger Endpunkte kann aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie für alle Ergebnisse nur eine geringe Aussagesicherheit abgeleitet werden. Zusammenfassend wird ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen von Sotatercept gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie festgestellt.