Ergebnis auf einen Blick

Zusatznutzen

Gering

Aussagesicherheit

Hinweis

Mortalität
Positiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
Morbidität
Nicht bewertbar
Lebensqualität
Nicht bewertbar
Nebenwirkungen
Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Enhertu wird angewendet als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) nach einer vorhergehenden Trastuzumab-basierten Erstlinientherapie.

Patientengruppe

a) Erwachsene mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ); nach einer vorhergehenden Trastuzumab-basierten Erstlinientherapie

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Trastuzumab-Deruxtecan gegenüber Ramucirumab in Kombination mit Paclitaxel:
Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen
  • Beleg
  • Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
  • Anhaltspunkt
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteil im Gesamtüberleben.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil bei Abbruch wegen UEs

Aktiver Wirkstoff

Trastuzumab deruxtecan

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Zweckmäßige Vergleichstherapie: für Trastuzumab Deruxtecan als Monotherapie: − Docetaxel vgl. Anlage VI zum Abschnitt K der Arzneimittel-Richtlinie oder − Irinotecan vgl. Anlage VI zum Abschnitt K der Arzneimittel-Richtlinie oder − Paclitaxel vgl. Anlage VI zum Abschnitt K der Arzneimittel-Richtlinie oder − Ramucirumab in Kombination mit Paclitaxel

ICD-Codes

Alle 9 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 9 Diagnosen anzeigen
  • Bösartige Neubildung des gastroösophagealen Überganges
  • Bösartige Neubildung des Fundus ventriculi
  • Bösartige Neubildung des Corpus ventriculi
  • Bösartige Neubildung des Antrum pyloricum
  • Bösartige Neubildung des Pylorus
  • Bösartige Neubildung der großen Magenkurvatur
  • Bösartige Neubildung der vorderen Magenwand a.n.k.
  • Magenkrebs
  • Bösartige Neubildung der kleinen Magenkurvatur
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung des Wirkstoffes Trastuzumab deruxtecan aufgrund eines Antrages aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse nach § 14 VerfO.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet ist die Behandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) nach einer vorhergehenden Trastuzumab-basierten Erstlinientherapie.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA eine Behandlung mit Docetaxel, Irinotecan oder Paclitaxel, jeweils als Monotherapie, oder mit Ramucirumab in Kombination mit Paclitaxel bestimmt.
Der pharmazeutische Unternehmer hat zum Nachweis des Zusatznutzens Ergebnisse aus der laufenden, offenen Phase-III-RCT DESTINY-Gastric04 vorgelegt.
Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Trastuzumab deruxtecan im Vergleich zu Ramucirumab in Kombination mit Paclitaxel, dessen Ausmaß als eine relevante, jedoch nicht über ein geringes Ausmaß hinausgehende Verbesserung bewertet wird.
In der Endpunktkategorie Morbidität wurde die Krankheitssymptomatik (PGIS) und der Gesundheitszustand (EQ-5D VAS und PGIC) erhoben. Die vorgelegten Daten sind aufgrund der stark abnehmenden und differenziellen Rücklaufquoten jedoch nicht bewertbar.
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde über FACT-Ga erhoben. Die vorgelegten Daten sind aufgrund der stark abnehmenden und differenziellen Rücklaufquoten jedoch nicht bewertbar.
Für die Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich für Trastuzumab deruxtecan im Detail Vorteile und Nachteile bei einzelnen spezifischen UEs, die sich jedoch nicht in den Gesamtraten zu den SUE und schweren UE niederschlagen. Für den Endpunkt Abbruch wegen UEs liegt ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Trastuzumab deruxtecan vor. Insgesamt lässt sich damit für den Endpunkt Abbruch wegen UEs für die Nebenwirkungen ein Vorteil von Trastuzumab deruxtecan im Vergleich zu Ramucirumab in Kombination mit Paclitaxel feststellen, der als moderat gewertet wird.
In der Gesamtbetrachtung stehen dem Vorteil im Gesamtüberleben keine Nachteile gegenüber. Insgesamt gelangt der G-BA zu dem Ergebnis, dass für Trastuzumab deruxtecan zur Behandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) nach einer vorhergehenden Trastuzumab-basierten Erstlinientherapie ein geringer Zusatznutzen vorliegt.
Die Aussagesicherheit für den festgestellten Zusatznutzen wird in der vorliegenden Bewertung in die Kategorie „Hinweis“ eingestuft.

Beschlüsse zu Enhertu (7)

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026