Subpopulation overview

4 subpopulations, all: Not proven

Subpopulation overview
Subpopulation overviewPatient groupsAdded benefitCertainty of evidenceMortalityMorbidityQuality of lifeAdverse effects
a)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit…Not proven–No statistically significant or relevant differenceNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNo data are availableNo statistically significant or relevant difference
b)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, für die die Anwendung von Metformin ungeeignet…Not proven–No statistically significant or relevant differenceNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNo data are availableNo statistically significant or relevant difference
c)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Metformin und einem…Not proven–No statistically significant or relevant differenceNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNo data are availableNo statistically significant or relevant difference
d)Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne…Not proven–No statistically significant or relevant differenceNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNo data are availableNo statistically significant or relevant difference
How to read the symbols
  • ↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
  • ↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
  • ↔ no statistically significant or relevant difference
  • ↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
  • ↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
  • n.a.: not assessable
  • Ø No data are available

Therapeutic indication

Onglyza ist bei erwachsenen Patienten ab 18 Jahren mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle indiziert: Als orale Zweifachtherapie in Kombination mit • Metformin, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker…Show full text

Onglyza ist bei erwachsenen Patienten ab 18 Jahren mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle indiziert: Als orale Zweifachtherapie in Kombination mit • Metformin, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert. • einem Sulfonylharnstoff bei Patienten, für die die Anwendung von Metformin ungeeignet erscheint, wenn eine Sulfonylharnstoff-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert. Als orale Dreifachtherapie • in Kombination mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff, wenn diese Behandlung allein, mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert. Als Kombinationstherapie mit Insulin (mit oder ohne Metformin), wenn diese Behandlung allein, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert.

Subpopulation a)

Not proven
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert

Added benefit

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Metformin und Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Major
  • Considerable
  • Minor
  • Non-quantifiable
  • Not proven: No added benefit has been proven
  • Lesser benefit

Endpoint overview

MortalityNo statistically significant or relevant differenceKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbidityNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53.
Quality of lifeNo data are availableEs liegen keine Daten vor.
Adverse effectsNo statistically significant or relevant differenceInsgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. Vorteil im Detail beim Endpunkt „bestätigte symptomatische Hypoglykämien“ in den Studien D1680C00001 und D1680L00002.

Active substance

Saxagliptin

Appropriate comparator therapy

Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)

ICD codes

Show all 80 ICD codes

Diagnoses

Show all 26 diagnoses
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Wolfram-Syndrom
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf der vorangegangenen Nutzenbewertung für den Wirkstoff Saxagliptin mit dem Arzneimittel Onglyza zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe a)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid).

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.

Der pharmazeutische Unternehmer legt in seinem Dossier zur Nutzenbewertung von Saxagliptin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie die Ergebnisse einer Teilpopulation der Studie SAVOR-TIMI 53 sowie die Ergebnisse der direkten vergleichenden Studien D1680C00001 und D1680L00002 vor. Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Metformin erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.

Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich in den 3 Studien keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

Bei der Morbidität zeigt sich in der Studie SAVOR-TIMI 53 ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich in den Studien keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

Lebensqualität wurde in allen 3 Studien nicht erhoben.

Bei den Nebenwirkungen traten im Saxagliptin-Arm der Studie SAVOR-TIMI 53 häufiger bestätigte symptomatische Hypoglykämien und in den Studien D1680C00001 und D1680L00002 traten diese seltener auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich in den Studien keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

In der Gesamtbetrachtung stellt der G-BA aus diesem Grund fest, dass ein Zusatznutzen von Saxagliptin in dieser Patientengruppe nicht belegt ist.

Subpopulation b)

Not proven
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, für die die Anwendung von Metformin ungeeignet erscheint, wenn eine Sulfonylharnstoff-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert

Added benefit

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Major
  • Considerable
  • Minor
  • Non-quantifiable
  • Not proven: No added benefit has been proven
  • Lesser benefit

Endpoint overview

MortalityNo statistically significant or relevant differenceKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbidityNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53.
Quality of lifeNo data are availableEs liegen keine Daten vor.
Adverse effectsNo statistically significant or relevant differenceInsgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53.

Active substance

Saxagliptin

Appropriate comparator therapy

Humaninsulin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) (Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin)

ICD codes

Show all 80 ICD codes

Diagnoses

Show all 26 diagnoses
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Wolfram-Syndrom
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf der vorangegangenen Nutzenbewertung für den Wirkstoff Saxagliptin mit dem Arzneimittel Onglyza zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe b)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, für die die Anwendung von Metformin ungeeignet erscheint, wenn eine Sulfonylharnstoff-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Humaninsulin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid). Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin.

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich.

Der pharmazeutische Unternehmer legt in seinem Dossier zur Nutzenbewertung von Saxagliptin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie die Ergebnisse einer Teilpopulation der Studie SAVOR-TIMI 53 sowie einen indirekten Vergleich mittels der Studien CV181040 und Tovi 1998 vor. Die für den indirekten Vergleich herangezogenen Studien sind jedoch für die Bewertung des Zusatznutzens der Zweifachkombinationstherapie von Saxagliptin mit einem Sulfonylharnstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht geeignet, da zum einem die Mehrheit der Patienten in der Studie CV181040 nicht zulassungskonform behandelt wurden und somit nicht der für die Beantwortung der Fragestellung geeigneten Patientenpopulation entsprechen. Zum anderen liegen für die Studie Tovi 1998 keine Angaben darüber vor, wie viele Patienten Glibenclamid oder Glipizid erhalten haben.

Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Sulfonylharnstoff erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.

Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

Bei der Morbidität zeigt sich ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde in der Studie nicht erhoben.

Bei den Nebenwirkungen traten häufiger symptomatische Hypoglykämien im Saxagliptin-Arm auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

In der Gesamtschau ist ein Zusatznutzen von Saxagliptin für diese Patientenpopulation nicht belegt.

Subpopulation c)

Not proven
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Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert

Added benefit

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin und Metformin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Major
  • Considerable
  • Minor
  • Non-quantifiable
  • Not proven: No added benefit has been proven
  • Lesser benefit

Endpoint overview

MortalityNo statistically significant or relevant differenceKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbidityNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53.
Quality of lifeNo data are availableEs liegen keine Daten vor.
Adverse effectsNo statistically significant or relevant differenceInsgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53.

Active substance

Saxagliptin

Appropriate comparator therapy

Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD codes

Show all 80 ICD codes

Diagnoses

Show all 26 diagnoses
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Wolfram-Syndrom
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf der vorangegangenen Nutzenbewertung für den Wirkstoff Saxagliptin mit dem Arzneimittel Onglyza zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe c)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.

In seinem Dossier legt der pharmazeutische Unternehmer zur Nutzenbewertung von Saxagliptin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie die Ergebnisse einer Teilpopulation der Studie SAVOR-TIMI 53 sowie die zwei Studien SAVOR-TIMI 53 und D1680L00006 für einen indirekten Vergleich vor. Als Brückenkomparator für den indirekten Vergleich wählt der pharmazeutische Unternehmer Metformin plus Sulfonylharnstoff (plus Placebo), identifiziert jedoch auf der Komparator-Seite keine Studie, die die zweckmäßige Vergleichstherapie mit dem festgelegten Brückenkomparator vergleicht.

Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.

Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

Bei der Morbidität zeigt sich ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde in der Studie nicht erhoben.

Bei den Nebenwirkungen traten häufiger symptomatische Hypoglykämien im Saxagliptin-Arm auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

In der Gesamtschau ist für Patienten, die mit einer Dreifachkombinationstherapie aus Saxagliptin, Metformin und einem Sulfonylharnstoff als Ergänzung zu Diät und Bewegung behandelt werden, wenn die maximal verträgliche Dosis sowohl von Metformin als auch des Sulfonylharnstoffs den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert, der Zusatznutzen nicht belegt.

Subpopulation d)

Not proven
↑ Back to overview
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne Metformin), zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert

Added benefit

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin und Metformin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Major
  • Considerable
  • Minor
  • Non-quantifiable
  • Not proven: No added benefit has been proven
  • Lesser benefit

Endpoint overview

MortalityNo statistically significant or relevant differenceKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbidityNegative effect with low or unclear certainty of evidenceNachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53.
Quality of lifeNo data are availableEs liegen keine Daten vor.
Adverse effectsNo statistically significant or relevant differenceInsgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53.

Active substance

Saxagliptin

Appropriate comparator therapy

Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD codes

Show all 80 ICD codes

Diagnoses

Show all 26 diagnoses
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Wolfram-Syndrom
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf der vorangegangenen Nutzenbewertung für den Wirkstoff Saxagliptin mit dem Arzneimittel Onglyza zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe d)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne Metformin), zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Langzeitdaten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.

Die Studie CV181057 ist aufgrund methodischer Mängel nicht für die Bewertung eines Zusatznutzens von Saxagliptin plus Metformin in Kombination mit Insulin geeignet, da zum einen in der ersten Behandlungsphase die Vorbehandlung mit Insulin bzw. Insulin in Kombination mit Metformin unverändert fortzuführen war und keine Änderung der Insulindosis oder ein Wechsel des Therapieregimes erlaubt war. Des Weiteren ist auch die zweite Behandlungsphase für die Bewertung nicht geeignet, da nach Beendigung und vor Änderung der Therapieregime in der zweiten Behandlungsphase keine erneute Randomisierung erfolgte.

Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Insulin (mit oder ohne Metformin) erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.

Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

Bei der Morbidität zeigt sich ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde in der Studie nicht erhoben.

Bei den Nebenwirkungen traten häufiger symptomatische Hypoglykämien im Saxagliptin-Arm auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

In der Gesamtschau ist für Patienten, die mit einer Dreifachkombinationstherapie aus Saxagliptin plus Metformin + Humaninsulin behandelt werden, bei denen Diät und Bewegung sowie Metformin und Insulin allein zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen, ist der Zusatznutzen nicht belegt.

ATC group names are the official German titles of ATC-GM, version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

In English: The Scientific Institute of the AOK (WIdO) is the author of ATC-GM with DDD, which is based on the work “ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment” published by the WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology. The official publication is by the Federal Institute for Drugs and Medical Devices (BfArM).

Data status: 2026-10-29