Onglyza
Saxagliptin
Übersicht der Subpopulationen
4 Subpopulationen, alle: Ist nicht belegt
| Übersicht der Subpopulationen | Patientengruppen | Zusatznutzen | Aussagesicherheit | Mortalität | Morbidität | Lebensqualität | Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| a) | Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit… | Ist nicht belegt | – | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Es liegen keine Daten vor | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied |
| b) | Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, für die die Anwendung von Metformin ungeeignet… | Ist nicht belegt | – | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Es liegen keine Daten vor | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied |
| c) | Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Metformin und einem… | Ist nicht belegt | – | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Es liegen keine Daten vor | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied |
| d) | Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne… | Ist nicht belegt | – | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Es liegen keine Daten vor | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied |
So lesen Sie die Symbole
- ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
- ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- n.b.: nicht bewertbar
- Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Onglyza ist bei erwachsenen Patienten ab 18 Jahren mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle indiziert: Als orale Zweifachtherapie in Kombination mit • Metformin, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker…Gesamten Text anzeigen
Anwendungsgebiet
Onglyza ist bei erwachsenen Patienten ab 18 Jahren mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle indiziert: Als orale Zweifachtherapie in Kombination mit • Metformin, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert. • einem Sulfonylharnstoff bei Patienten, für die die Anwendung von Metformin ungeeignet erscheint, wenn eine Sulfonylharnstoff-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert. Als orale Dreifachtherapie • in Kombination mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff, wenn diese Behandlung allein, mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert. Als Kombinationstherapie mit Insulin (mit oder ohne Metformin), wenn diese Behandlung allein, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert.
Subpopulation a)
Zusatznutzen
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar
- Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
|---|---|---|
| Morbidität | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Nachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. |
| Lebensqualität | Es liegen keine Daten vor | Es liegen keine Daten vor. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. Vorteil im Detail beim Endpunkt „bestätigte symptomatische Hypoglykämien“ in den Studien D1680C00001 und D1680L00002. |
Aktiver Wirkstoff
Saxagliptin
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)
ICD-Codes
Alle 80 ICD-Codes anzeigen
- E14.31
- E13.73
- E12.73
- E12.40
- E14.73
- E11.50
- E13.50
- E13.80
- E14.61
- E14.40
- E11.11
- E12.51
- E11.20
- E11.40
- E14.91
- E13.01
- E12.90
- E11.21
- E13.90
- E12.80
- E14.60
- E12.30
- E13.51
- E14.20
- E14.30
- E14.74
- E11.74
- E12.11
- E13.40
- E14.41
- E11.73
- E13.21
- E14.75
- E13.81
- E11.90
- E12.60
- E13.74
- E12.74
- E13.60
- E11.72
- E12.41
- E11.01
- E11.75
- E11.80
- E14.90
- E11.30
- E11.60
- E12.81
- E13.30
- E11.91
- E11.41
- E13.11
- E13.41
- E14.51
- E12.20
- E14.50
- E12.50
- E13.61
- E12.31
- E14.81
- E14.21
- E14.80
- E13.75
- E12.75
- E13.91
- E11.31
- E14.01
- E12.72
- E12.91
- E13.72
- E13.31
- E12.01
- E11.51
- E11.61
- E13.20
- E12.61
- E12.21
- E11.81
- E14.11
- E14.72
Diagnosen
Alle 26 Diagnosen anzeigen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
- Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
- Diabetische Entgleisung
- Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
- Sekundärer Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
- Diabetisches Fußsyndrom
- Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
- Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
- Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
- Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
- Diabetes mellitus mit Komplikation
- Diabetes mellitus mit Koma
- Wolfram-Syndrom
- Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.
Patientengruppe a)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn eine Metformin-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid).
Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.
Der pharmazeutische Unternehmer legt in seinem Dossier zur Nutzenbewertung von Saxagliptin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie die Ergebnisse einer Teilpopulation der Studie SAVOR-TIMI 53 sowie die Ergebnisse der direkten vergleichenden Studien D1680C00001 und D1680L00002 vor. Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Metformin erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.
Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich in den 3 Studien keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Bei der Morbidität zeigt sich in der Studie SAVOR-TIMI 53 ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich in den Studien keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Lebensqualität wurde in allen 3 Studien nicht erhoben.
Bei den Nebenwirkungen traten im Saxagliptin-Arm der Studie SAVOR-TIMI 53 häufiger bestätigte symptomatische Hypoglykämien und in den Studien D1680C00001 und D1680L00002 traten diese seltener auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich in den Studien keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
In der Gesamtbetrachtung stellt der G-BA aus diesem Grund fest, dass ein Zusatznutzen von Saxagliptin in dieser Patientengruppe nicht belegt ist.
Subpopulation b)
Zusatznutzen
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar
- Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
|---|---|---|
| Morbidität | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Nachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. |
| Lebensqualität | Es liegen keine Daten vor | Es liegen keine Daten vor. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. |
Aktiver Wirkstoff
Saxagliptin
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Humaninsulin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) (Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin)
ICD-Codes
Alle 80 ICD-Codes anzeigen
- E14.31
- E13.73
- E12.73
- E12.40
- E14.73
- E11.50
- E13.50
- E13.80
- E14.61
- E14.40
- E11.11
- E12.51
- E11.20
- E11.40
- E14.91
- E13.01
- E12.90
- E11.21
- E13.90
- E12.80
- E14.60
- E12.30
- E13.51
- E14.20
- E14.30
- E14.74
- E11.74
- E12.11
- E13.40
- E14.41
- E11.73
- E13.21
- E14.75
- E13.81
- E11.90
- E12.60
- E13.74
- E12.74
- E13.60
- E11.72
- E12.41
- E11.01
- E11.75
- E11.80
- E14.90
- E11.30
- E11.60
- E12.81
- E13.30
- E11.91
- E11.41
- E13.11
- E13.41
- E14.51
- E12.20
- E14.50
- E12.50
- E13.61
- E12.31
- E14.81
- E14.21
- E14.80
- E13.75
- E12.75
- E13.91
- E11.31
- E14.01
- E12.72
- E12.91
- E13.72
- E13.31
- E12.01
- E11.51
- E11.61
- E13.20
- E12.61
- E12.21
- E11.81
- E14.11
- E14.72
Diagnosen
Alle 26 Diagnosen anzeigen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
- Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
- Diabetische Entgleisung
- Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
- Sekundärer Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
- Diabetisches Fußsyndrom
- Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
- Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
- Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
- Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
- Diabetes mellitus mit Komplikation
- Diabetes mellitus mit Koma
- Wolfram-Syndrom
- Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.
Patientengruppe b)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, für die die Anwendung von Metformin ungeeignet erscheint, wenn eine Sulfonylharnstoff-Monotherapie, zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Humaninsulin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid). Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin.
Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich.
Der pharmazeutische Unternehmer legt in seinem Dossier zur Nutzenbewertung von Saxagliptin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie die Ergebnisse einer Teilpopulation der Studie SAVOR-TIMI 53 sowie einen indirekten Vergleich mittels der Studien CV181040 und Tovi 1998 vor. Die für den indirekten Vergleich herangezogenen Studien sind jedoch für die Bewertung des Zusatznutzens der Zweifachkombinationstherapie von Saxagliptin mit einem Sulfonylharnstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht geeignet, da zum einem die Mehrheit der Patienten in der Studie CV181040 nicht zulassungskonform behandelt wurden und somit nicht der für die Beantwortung der Fragestellung geeigneten Patientenpopulation entsprechen. Zum anderen liegen für die Studie Tovi 1998 keine Angaben darüber vor, wie viele Patienten Glibenclamid oder Glipizid erhalten haben.
Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Sulfonylharnstoff erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.
Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Bei der Morbidität zeigt sich ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde in der Studie nicht erhoben.
Bei den Nebenwirkungen traten häufiger symptomatische Hypoglykämien im Saxagliptin-Arm auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
In der Gesamtschau ist ein Zusatznutzen von Saxagliptin für diese Patientenpopulation nicht belegt.
Subpopulation c)
Zusatznutzen
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar
- Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
|---|---|---|
| Morbidität | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Nachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. |
| Lebensqualität | Es liegen keine Daten vor | Es liegen keine Daten vor. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. |
Aktiver Wirkstoff
Saxagliptin
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)
ICD-Codes
Alle 80 ICD-Codes anzeigen
- E14.31
- E13.73
- E12.73
- E12.40
- E14.73
- E11.50
- E13.50
- E13.80
- E14.61
- E14.40
- E11.11
- E12.51
- E11.20
- E11.40
- E14.91
- E13.01
- E12.90
- E11.21
- E13.90
- E12.80
- E14.60
- E12.30
- E13.51
- E14.20
- E14.30
- E14.74
- E11.74
- E12.11
- E13.40
- E14.41
- E11.73
- E13.21
- E14.75
- E13.81
- E11.90
- E12.60
- E13.74
- E12.74
- E13.60
- E11.72
- E12.41
- E11.01
- E11.75
- E11.80
- E14.90
- E11.30
- E11.60
- E12.81
- E13.30
- E11.91
- E11.41
- E13.11
- E13.41
- E14.51
- E12.20
- E14.50
- E12.50
- E13.61
- E12.31
- E14.81
- E14.21
- E14.80
- E13.75
- E12.75
- E13.91
- E11.31
- E14.01
- E12.72
- E12.91
- E13.72
- E13.31
- E12.01
- E11.51
- E11.61
- E13.20
- E12.61
- E12.21
- E11.81
- E14.11
- E14.72
Diagnosen
Alle 26 Diagnosen anzeigen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
- Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
- Diabetische Entgleisung
- Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
- Sekundärer Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
- Diabetisches Fußsyndrom
- Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
- Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
- Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
- Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
- Diabetes mellitus mit Komplikation
- Diabetes mellitus mit Koma
- Wolfram-Syndrom
- Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.
Patientengruppe c)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.
Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung nach Fristablauf sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.
In seinem Dossier legt der pharmazeutische Unternehmer zur Nutzenbewertung von Saxagliptin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie die Ergebnisse einer Teilpopulation der Studie SAVOR-TIMI 53 sowie die zwei Studien SAVOR-TIMI 53 und D1680L00006 für einen indirekten Vergleich vor. Als Brückenkomparator für den indirekten Vergleich wählt der pharmazeutische Unternehmer Metformin plus Sulfonylharnstoff (plus Placebo), identifiziert jedoch auf der Komparator-Seite keine Studie, die die zweckmäßige Vergleichstherapie mit dem festgelegten Brückenkomparator vergleicht.
Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.
Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Bei der Morbidität zeigt sich ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde in der Studie nicht erhoben.
Bei den Nebenwirkungen traten häufiger symptomatische Hypoglykämien im Saxagliptin-Arm auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
In der Gesamtschau ist für Patienten, die mit einer Dreifachkombinationstherapie aus Saxagliptin, Metformin und einem Sulfonylharnstoff als Ergänzung zu Diät und Bewegung behandelt werden, wenn die maximal verträgliche Dosis sowohl von Metformin als auch des Sulfonylharnstoffs den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert, der Zusatznutzen nicht belegt.
Subpopulation d)
Zusatznutzen
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar
- Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
|---|---|---|
| Morbidität | Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Nachteil beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. |
| Lebensqualität | Es liegen keine Daten vor | Es liegen keine Daten vor. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. Nachteil im Detail beim Endpunkt „symptomatische Hypoglykämien“ in der Studie SAVOR-TIMI 53. |
Aktiver Wirkstoff
Saxagliptin
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Metformin + Humaninsulin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)
ICD-Codes
Alle 80 ICD-Codes anzeigen
- E14.31
- E13.73
- E12.73
- E12.40
- E14.73
- E11.50
- E13.50
- E13.80
- E14.61
- E14.40
- E11.11
- E12.51
- E11.20
- E11.40
- E14.91
- E13.01
- E12.90
- E11.21
- E13.90
- E12.80
- E14.60
- E12.30
- E13.51
- E14.20
- E14.30
- E14.74
- E11.74
- E12.11
- E13.40
- E14.41
- E11.73
- E13.21
- E14.75
- E13.81
- E11.90
- E12.60
- E13.74
- E12.74
- E13.60
- E11.72
- E12.41
- E11.01
- E11.75
- E11.80
- E14.90
- E11.30
- E11.60
- E12.81
- E13.30
- E11.91
- E11.41
- E13.11
- E13.41
- E14.51
- E12.20
- E14.50
- E12.50
- E13.61
- E12.31
- E14.81
- E14.21
- E14.80
- E13.75
- E12.75
- E13.91
- E11.31
- E14.01
- E12.72
- E12.91
- E13.72
- E13.31
- E12.01
- E11.51
- E11.61
- E13.20
- E12.61
- E12.21
- E11.81
- E14.11
- E14.72
Diagnosen
Alle 26 Diagnosen anzeigen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
- Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
- Diabetische Entgleisung
- Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
- Sekundärer Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
- Diabetisches Fußsyndrom
- Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
- Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
- Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
- Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
- Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
- Diabetes mellitus ohne Komplikation
- Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
- Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
- Diabetes mellitus mit Komplikation
- Diabetes mellitus mit Koma
- Wolfram-Syndrom
- Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
- Diabetes mellitus mit Ketoazidose
- Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 4 Patientengruppen nach dem Kriterium der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.
Patientengruppe d)
Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne Metformin), zusammen mit einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
Metformin + Humaninsulin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.
Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Langzeitdaten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Der pharmazeutische Unternehmer hat für die erneute Nutzenbewertung sowohl Studien eingereicht, die bereits zur Erstbewertung vorlagen, als auch neue Daten der Langzeitstudie SAVOR-TIMI 53.
Die Studie CV181057 ist aufgrund methodischer Mängel nicht für die Bewertung eines Zusatznutzens von Saxagliptin plus Metformin in Kombination mit Insulin geeignet, da zum einen in der ersten Behandlungsphase die Vorbehandlung mit Insulin bzw. Insulin in Kombination mit Metformin unverändert fortzuführen war und keine Änderung der Insulindosis oder ein Wechsel des Therapieregimes erlaubt war. Des Weiteren ist auch die zweite Behandlungsphase für die Bewertung nicht geeignet, da nach Beendigung und vor Änderung der Therapieregime in der zweiten Behandlungsphase keine erneute Randomisierung erfolgte.
Patienten, die Saxagliptin in Kombination mit Insulin (mit oder ohne Metformin) erhalten haben, wurden zwar in der Studie SAVOR-TIMI 53 untersucht, jedoch können keine Aussagen spezifisch für die vorliegende Patientengruppe aus der Studie abgeleitet werden. Aufgrund der Dauer, Größe und Endpunkterhebung der Studie werden die Ergebnisse jedoch in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der patientenrelevanten Endpunkte zur Bewertung des Zusatznutzens berücksichtigt.
Hinsichtlich der Mortalität ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Bei der Morbidität zeigt sich ein statistisch signifikanter Nachteil im Vergleich zum Kontrollarm beim Endpunkt „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“. Für die weiteren Morbiditätsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Lebensqualität wurde in der Studie nicht erhoben.
Bei den Nebenwirkungen traten häufiger symptomatische Hypoglykämien im Saxagliptin-Arm auf. Für die weiteren Nebenwirkungsendpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
In der Gesamtschau ist für Patienten, die mit einer Dreifachkombinationstherapie aus Saxagliptin plus Metformin + Humaninsulin behandelt werden, bei denen Diät und Bewegung sowie Metformin und Insulin allein zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen, ist der Zusatznutzen nicht belegt.
Datenstand: 29.10.2026