↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Morbidity
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
Quality of life
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
Adverse effects
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
How to read the symbols
↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↔ no statistically significant or relevant difference
↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
n.a.: not assessable
Ø No data are available
Therapeutic indication
Ramucirumab (Cyramza) ist in Kombination mit FOLFIRI (Irinotecan, Folinsäure und 5-Fluorouracil) indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom (mKRK) mit Tumorprogress während oder nach vorausgegangener Therapie mit Bevacizumab,…Show full text
Ramucirumab (Cyramza) ist in Kombination mit FOLFIRI (Irinotecan, Folinsäure und 5-Fluorouracil) indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom (mKRK) mit Tumorprogress während oder nach vorausgegangener Therapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin und einem Fluoropyrimidin.
Patient group
Erwachsene Patienten mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom (mKRK) mit Tumorprogress während oder nach vorausgegangener Therapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin und einem Fluoropyrimidin
Added benefit
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber der Kombinations-Chemotherapie aus 5-Fluorouracil + Folinsäure + Irinotecan:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Major
Considerable
Minor
Non-quantifiable
Not proven: No added benefit has been proven
Lesser benefit
Endpoint overview
Mortality
↑Positive effect with low or unclear certainty of evidence
Vorteil im Gesamtüberleben.
Morbidity
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
Nachteile in den Endpunkten Fatigue, Appetitverlust und Verstopfung.
Quality of life
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
Nachteile in den Endpunkten globaler Gesundheitsstatus, körperliche Funktion, Rollenfunktion und emotionale Funktion.
Adverse effects
↓Negative effect with low or unclear certainty of evidence
Nachteile in den Endpunkten schwere UE (CTCAE-Grad ≥ 3), Therapieabbruch wegen UE sowie im Detail bei spezifischen UE.
Active substance
Ramucirumab
Appropriate comparator therapy
Kombinations-Chemotherapie aus 5-Fluorouracil + Folinsäure + Irinotecan
Bösartige Neubildung des rektosigmoidalen Überganges
Bösartige Neubildung der Appendix vermiformis
Bösartige Neubildung des Rektums
Bösartige Neubildung der Flexura coli sinistra
Bösartige Neubildung des Kolons
Bösartige Neubildung des Colon transversum
Bösartige Neubildung des Colon descendens
Bösartige Neubildung des Colon ascendens
Bösartige Neubildung des Zäkums
Bösartige Neubildung der Flexura coli dextra
Summary of the G-BA's supporting reasons
Die Nutzenbewertung erfolgt für das neue Arzneimittel Cyramza mit dem Wirkstoff Ramucirumab. Cyramza ist in Kombination mit FOLFIRI (Irinotecan, Folinsäure und 5-Fluorouracil) indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom mit Tumorprogress während oder nach vorausgegangener Therapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin und einem Fluoropyrimidin.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA die Kombinations-Chemotherapie FOLFIRI bestimmt.
Für die Nutzenbewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die Ergebnisse der doppelblinden, kontrollierten, multizentrischen Phase-III-Studie RAISE vor, in welcher Ramucirumab + FOLFIRI gegenüber FOLFIRI + Placebo verglichen wurde.
Für die Endpunktkategorien Mortalität, Morbidität und gesundheitsbezogene Lebensqualität wurden in der Studie RAISE Hinweise oder Belege für eine Effektmodifikation durch das Merkmal „Geschlecht“ gezeigt.
Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass geschlechtsunabhängige Faktoren den beobachteten Effektmodifikationen zugrunde liegen. Daneben stützen weder Studien zu dem Wirkstoff in anderen Indikationsgebieten noch Studienergebnisse zu pharmakologisch verwandten Wirkstoffen im Anwendungsgebiet die Effektmodifikation hinsichtlich des Geschlechts.
Unter Berücksichtigung dieser Aspekte und angesichts verbliebener Unsicherheiten wurde der Zusatznutzen auf Basis der Gesamtpopulation bewertet.
Die Ergebnisse der RAISE-Studie zeigen eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens für die Behandlung mit Ramucirumab + FOLFIRI im Vergleich zu FOLFIRI + Placebo.
Der Vorteil für die Überlebensdauer steht Nachteilen in den Endpunkten schwere UE (CTCAE-Grad ≥ 3), Therapieabbruch wegen UE sowie in einzelnen spezifischen UE gegenüber. Zudem liegen für Ramucirumab negative Effekte hinsichtlich der Krankheitssymptome Fatigue, Appetitverlust und Verstopfung sowie für die gesundheitsbezogene Lebensqualität in den Endpunkten globaler Gesundheitsstatus, körperliche Funktion, Rollenfunktion und emotionale Funktion vor.
Unter Berücksichtigung der Stellungnahmen von medizinischen Sachverständigen, des Krankheitsstadiums sowie vorliegender Unsicherheiten bezogen auf die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf die klinische Behandlungspraxis, gelangt der G-BA zum Ergebnis, dass die patientenrelevanten negativen Effekte von Ramucirumab im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie derart von Bedeutung sind, dass der Vorteil hinsichtlich der gering ausgeprägten Verlängerung der Überlebensdauer in der Gesamtbewertung nicht überwiegt.
Im Ergebnis wird festgestellt, dass für Ramucirumab in Kombination mit FOLFIRI zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom mit Tumorprogress während oder nach vorausgegangener Therapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin und einem Fluoropyrimidin ein Zusatznutzen nicht belegt ist.
Decisions for Cyramza (5)
2016
This Decision
C18 Bösartige Neubildung des Kolons
C19 Bösartige Neubildung am Rektosigmoid, Übergang