Xospata
Gilteritinib
ATC-Gruppe L01EX Andere Proteinkinase-Inhibitoren
Ergebnis auf einen Blick
Zusatznutzen
BeträchtlichAussagesicherheit
Anhaltspunkt
- Mortalität
- Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
- Morbidität
- Nicht bewertbar
- Lebensqualität
- Nicht bewertbar
- Nebenwirkungen
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
- ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
- ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- n.b.: nicht bewertbar
- Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Xospata ist angezeigt als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1)
Patientengruppe
Erwachsene Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Gilteritinib:
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen
- Beleg
- Hinweis
- Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
- Erheblich
- Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
- Gering
- Nicht quantifizierbar
- Ist nicht belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Vorteil im Gesamtüberleben. |
|---|---|---|
| Morbidität | Nicht bewertbar | Keine verwertbaren Daten. |
| Lebensqualität | Nicht bewertbar | Keine verwertbaren Daten. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein relevanter Unterschied. |
Aktiver Wirkstoff
Gilteritinib
Zweckmäßige Vergleichstherapie
k. A.
ICD-Codes
Alle 14 ICD-Codes anzeigen
Diagnosen
Alle 14 Diagnosen anzeigen
- Akute Megakaryoblastenleukämie in kompletter Remission
- Akute Erythroleukämie
- Akute myeloische Leukämie in kompletter Remission
- AML M5
- AML M4
- Akute Monoblastenleukämie in kompletter Remission
- Akute myeloische Leukämie mit 11q23-Abnormität in kompletter Remission
- Akute Erythroleukämie in kompletter Remission
- Akute myelomonozytäre Leukämie in kompletter Remission
- Akute myeloische Leukämie
- AML M3
- Akute myeloische Leukämie, M7
- Akute promyelozytäre Leukämie in kompletter Remission
- Akute myeloische Leukämie mit 11q23-Abnormität
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „XOSPATA“ mit dem Wirkstoff Gilteritinib. XOSPATA wurde als Orphan Drug zugelassen und wird als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation eingesetzt.
Der pharmazeutische Unternehmer legt die offene, randomisierte, Phase-III-Studie ADMIRAL vor, in der Gilteritinib mit einer Salvage-Chemotherapie verglichen wird. Die Studie ADMIRAL ist für die Nutzenbewertung geeignet. Die Analyse des finalen Datenschnittes der derzeit noch laufenden Studie ermöglicht Aussagen für die Endpunktkategorien Gesamtüberleben (Mortalität), Morbidität, Lebensqualität und Nebenwirkungen.
Beim Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter und zugleich moderater Vorteil von Gilteritinib gegenüber einer Salvage-Chemotherapie. Zu patientenberichteten Ergebnissen der Morbidität und der Lebensqualität liegen keine validen Daten vor. Für die Endpunktkategorie Nebenwirkungen lassen sich in der Gesamtbetrachtung für Gilteritinib keine Aussagen für einen Zusatznutzen oder Schaden ableiten.
Der G-BA stellt aufgrund des relevanten Vorteils in der Kategorie Mortalität einen beträchtlichen Zusatznutzen fest. Unsicherheiten für alle Endpunkte ausgenommen des Gesamtüberlebens ergeben sich insbesondere aufgrund der kurzen Beobachtungsdauer im Vergleichsarm, aufgrund derer vergleichende Daten nur für die ersten 2 Monate der Therapie bewertet werden können. Zudem ergeben sich weitere Unsicherheiten aufgrund der hohen Anzahl fehlender Daten und Zensierungen insbesondere im Kontrollarm. Weiterhin verbleiben Unsicherheiten aufgrund fehlender vergleichender Daten für die Wirksamkeit von Gilteritinib bei Patienten mit > 1 Vortherapie und bei der Weiterführung der Therapie nach einer HSZT. Aus diesen Gründen kann in Bezug auf die Aussagesicherheit nur ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen abgeleitet werden.
Im Ergebnis stellt der G-BA fest, dass in der Behandlung von Patienten mit rezidivierter oder refraktärer AML mit einer FLT3-Mutation für Gilteritinib ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu einer Salvage-Chemotherapie vorliegt.
Der pharmazeutische Unternehmer legt die offene, randomisierte, Phase-III-Studie ADMIRAL vor, in der Gilteritinib mit einer Salvage-Chemotherapie verglichen wird. Die Studie ADMIRAL ist für die Nutzenbewertung geeignet. Die Analyse des finalen Datenschnittes der derzeit noch laufenden Studie ermöglicht Aussagen für die Endpunktkategorien Gesamtüberleben (Mortalität), Morbidität, Lebensqualität und Nebenwirkungen.
Beim Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter und zugleich moderater Vorteil von Gilteritinib gegenüber einer Salvage-Chemotherapie. Zu patientenberichteten Ergebnissen der Morbidität und der Lebensqualität liegen keine validen Daten vor. Für die Endpunktkategorie Nebenwirkungen lassen sich in der Gesamtbetrachtung für Gilteritinib keine Aussagen für einen Zusatznutzen oder Schaden ableiten.
Der G-BA stellt aufgrund des relevanten Vorteils in der Kategorie Mortalität einen beträchtlichen Zusatznutzen fest. Unsicherheiten für alle Endpunkte ausgenommen des Gesamtüberlebens ergeben sich insbesondere aufgrund der kurzen Beobachtungsdauer im Vergleichsarm, aufgrund derer vergleichende Daten nur für die ersten 2 Monate der Therapie bewertet werden können. Zudem ergeben sich weitere Unsicherheiten aufgrund der hohen Anzahl fehlender Daten und Zensierungen insbesondere im Kontrollarm. Weiterhin verbleiben Unsicherheiten aufgrund fehlender vergleichender Daten für die Wirksamkeit von Gilteritinib bei Patienten mit > 1 Vortherapie und bei der Weiterführung der Therapie nach einer HSZT. Aus diesen Gründen kann in Bezug auf die Aussagesicherheit nur ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen abgeleitet werden.
Im Ergebnis stellt der G-BA fest, dass in der Behandlung von Patienten mit rezidivierter oder refraktärer AML mit einer FLT3-Mutation für Gilteritinib ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu einer Salvage-Chemotherapie vorliegt.
Datenstand: 29.10.2026