↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Lebensqualität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Nebenwirkungen
↑↑Positiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Edurant in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln ist indiziert für die Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus Typ 1 (HIV-1) bei antiretroviral nicht vorbehandelten erwachsenen Patienten mit einer Viruslast von ≤ 100.000…Gesamten Text anzeigen
Edurant in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln ist indiziert für die Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus Typ 1 (HIV-1) bei antiretroviral nicht vorbehandelten erwachsenen Patienten mit einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-1-RNA-Kopien/ml.
Patientengruppe
Nicht antiretroviral vorbehandelte (therapienaive) Erwachsene mit HIV-1-Infektion
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Efavirenz in Kombination mit Tenofovir plus Emtricitabin oder Abacavir plus Lamivudin:
Beleg für einen geringen Zusatznutzen.
Beleg: Zwei und mehr gute Studien oder eine sehr große, hochwertige Studie liegen vor
Hinweis
Anhaltspunkt
Erheblich
Beträchtlich
Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Nebenwirkungen
↑↑Positiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
Vorteil in Erkrankungen des Nervensystems.
Aktiver Wirkstoff
Rilpivirin
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Efavirenz in Kombination mit zwei Nukleosid-/Nukleotidanaloga (Tenofovir plus Emtricitabin oder Abacavir plus Lamivudin)
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Edurant mit dem Wirkstoff Rilpivirin lautet das hier bewertete Anwendungsgebiet „Edurant in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln ist indiziert für die Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus Typ 1 (HIV-1) bei antiretroviral nicht vorbehandelten erwachsenen Patienten mit einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-1-RNA-Kopien/ml.“
In diesem Anwendungsgebiet wurde die Patientengruppe „Nicht antiretroviral vorbehandelte (therapienaive) Erwachsene mit HIV-1-Infektion“ bewertet.
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Efavirenz in Kombination mit zwei Nukleosid-/Nukleotidanaloga (Tenofovir plus Emtricitabin oder Abacavir plus Lamivudin).“
Für die Nutzenbewertung zieht der pharmazeutische Unternehmer 3 randomisierte, kontrollierte Studien (C204, C209, C215) heran, in denen Rilpivirin gegenüber Efavirenz jeweils in Kombination mit einer Sockeltherapie verglichen wurde (Auswertung der Woche-96-Daten). Als Sockeltherapie wurden Tenofovir plus Emtricitabin, Zidovudin plus Lamivudin oder Abacavir plus Lamivudin angewendet, wobei die Kombination Zidovudin plus Lamivudin nicht von der zweckmäßigen Vergleichstherapie umfasst ist.
Für die Gesamtmortalität liegen keine bewertbaren Daten vor (zu geringer Anteil von Patienten mit Ereignis). Für die Gesamtgruppe zeigen sich zu Woche 96 keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen für das „Virologische Ansprechen (Viruslast)“.
In der Gesundheitsbezogene Lebensqualität (körperliche und psychische Gesundheit, SF-36v2) ergeben sich ebenfalls keine statistisch signifikanten Unterschiede.
Bei den Endpunkten Virologisches Versagen (Resistenzen) und Psychiatrische Ereignisse beeinflusst die Sockeltherapie die Studienergebnisse, sodass die vorgelegte Metaanalyse nicht berücksichtigt werden konnte.
Wegen zu hoher Heterogenität zwischen den Studien konnte keine zusammenfassende Auswertung für die Endpunkte Hautereignisse und Abbruch wegen unerwünschter Ereignisse vorgenommen werden.
Für den Endpunkt Erkrankungen des Nervensystems (SOC) zeigte sich ein eine statistisch signifikante, klinisch relevante aber in ihrem Ausmaß geringe Vermeidung neurologischer Nebenwirkungen zu Gunsten von Rilpivirin. Die Metaanalyse wird für diesen Endpunkt grundsätzlich als geeignet und die Aussagesicherheit als Beleg eingestuft.
In der Gesamtschau stellt der GBA gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Beleg für einen geringen Zusatznutzen fest.
Beschlüsse zu Edurant (2)
2012
Dieser Beschluss
B24 Nicht näher bezeichnete HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit]