↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Morbidität
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Lebensqualität
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Nebenwirkungen
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Stivarga ist angezeigt zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (KRK), die zuvor mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder die für diese nicht geeignet sind. Diese Therapien umfassen Fluoropyrimidin-basierte Chemotherapie, eine…Gesamten Text anzeigen
Stivarga ist angezeigt zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (KRK), die zuvor mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder die für diese nicht geeignet sind. Diese Therapien umfassen Fluoropyrimidin-basierte Chemotherapie, eine Anti-VEGF-Therapie und eine Anti-EGFR-Therapie.
Patientengruppe
Erwachsene Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (KRK), die zuvor mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder die für diese nicht geeignet sind
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Best-Supportive-Care:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil im Gesamtüberleben
Morbidität
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Nachteil im Endpunkt Diarrhö.
Lebensqualität
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Nachteile in den Endpunkten Rollenfunktion und soziale Funktion.
Nebenwirkungen
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Nachteil im Endpunkt schwere unerwünschte Ereignisse mit CTCAE-Grad ≥ 3.
Bösartige Neubildung des rektosigmoidalen Überganges
Bösartige Neubildung des Rektums
Bösartige Neubildung der Flexura coli sinistra
Bösartige Neubildung des Kolons
Bösartige Neubildung des Colon transversum
Bösartige Neubildung des Colon descendens
Bösartige Neubildung des Zäkums
Bösartige Neubildung des Colon ascendens
Bösartige Neubildung der Flexura coli dextra
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung des Arzneimittels Stivarga mit dem Wirkstoff Regorafenib aufgrund des Ablaufes der Befristung des Beschlusses vom 20. März 2014.
Regorafenib ist zugelassen zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom, die zuvor mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder die für diese nicht geeignet sind. Diese Therapien umfassen Fluoropyrimidin-basierte Chemotherapie, eine Anti-VEGF-Therapie und eine Anti-EGFR-Therapie.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA eine Best-Supportive-Care (BSC) bestimmt.
Als BSC wird diejenige Therapie verstanden, die eine bestmögliche, patientenindividuell optimierte, unterstützende Behandlung zur Linderung von Symptomen und Verbesserung der Lebensqualität gewährleistet.
Der erneuten Nutzenbewertung liegen Ergebnisse der Studien CORRECT und CONCUR vor. Hierbei handelt es sich um doppelblinde, randomisierte Phase III-Studien, in welchen jeweils Regorafenib + BSC gegenüber Placebo + BSC untersucht wurde. Die Studie CORRECT lag bereits der Erstbewertung von Regorafenib im vorliegenden Anwendungsgebiet zugrunde.
Die Ergebnisse der CORRECT-Studie zeigen eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens für die Behandlung mit Regorafenib im Vergleich zu BSC. Dieser Effekt wird durch die Ergebnisse aus der Studie CONCUR nicht bestätigt. Die Metaanalyse beider Studien zeigt ein statistisch signifikantes Ergebnis, in der die Ergebnisse der CONCUR-Studie aufgrund der geringen Patientenzahl geringer gewichtet werden.
Der positive Effekt auf die Überlebensdauer steht in der Gesamtbewertung negativen Effekten zu den weiteren patientenrelevanten Endpunkten krankheitsbedingte Symptomatik, Lebensqualität sowie Nebenwirkungen gegenüber.
Unter Berücksichtigung der Stellungnahmen der medizinischen Sachverständigen sowie des hier vorliegenden Krankheitsstadiums gelangt der G-BA zu dem Ergebnis, dass die patientenrelevanten negativen Effekte von Regorafenib derart schwer wiegen, dass der Vorteil hinsichtlich der erzielten geringen Verlängerung der Überlebensdauer in der Gesamtbewertung nicht überwiegt.
Bezüglich der Fragestellungen, die der Befristung des Erstbeschlusses zugrunde gelegt wurden, besteht nach wie vor eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der Übertragbarkeit der vorliegenden Studienergebnisse auf die Versorgungsrealität in Deutschland, insbesondere auf ältere Patienten und Patienten mit einem schlechteren ECOG-Performance-Status.
Im Ergebnis wird nach der erneuten Nutzenbewertung nach Fristablauf festgestellt, dass für Regorafenib zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom, die zuvor mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder die für diese nicht geeignet sind, ein Zusatznutzen nicht belegt ist.