Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 1
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin[1]:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt. [1] Die vergleichende Bewertung erfolgt auf der Grundlage eines direkten Vergleichs von Insulin degludec in Kombination mit einem kurzwirksamen Insulin-Analogon (Insulin aspart) gegenüber der Kombination aus einem langwirksamen Insulin-Analogon (Insulin detemir) mit einem kurzwirksamen Insulin-Analogon (Insulin aspart).
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Es traten keine Todesfälle auf.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Typ-1-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
Diabetes mellitus mit Koma
Komplikation bei Typ-1-Diabetes mellitus
Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
Sexualstörung bei Typ-1-Diabetes mellitus
Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Wolfram-Syndrom
Diabetes mellitus mit Ketoazidose
Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
Typ-1-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Typ-1-Diabetes mellitus mit Koma
Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
Sekundärer Diabetes mellitus
Hypoglykämisches Koma bei Typ-1-Diabetes mellitus
Diabetische Entgleisung
Diabetische Gangrän bei Typ-1-Diabetes mellitus
Typ-1-Diabetes mellitus mit Ketoazidose
Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Diabetisches Fußsyndrom
Diabetes mellitus Typ I
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung des Arzneimittels Tresiba mit dem Wirkstoff Insulin degludec lautet das hier bewertete neue Anwendungsgebiet „Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17 Jahren mit Diabetes mellitus“.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 3 Patientengruppen nach dem Kriterium des vorliegenden Diabetes-Typs und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.
Patientengruppe a) Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 1
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe a) lautet: Humaninsulin.
Der pharmazeutische Unternehmer hat eine direkt vergleichende Studie NN1250-3561 vorgelegt, in der Insulin degludec plus Insulin aspart gegenüber Insulin detimir plus Insulin aspart verglichen wird. Der Vergleichsarm entspricht damit nicht der vom G-BA bestimmten zweckmäßige Vergleichstherapie (Humaninsulin). Diese Studie wird trotzdem berücksichtigt, da in diesem Fall von einer Übertragbarkeit der Ergebnisse mit Insulinanaloga auf Humaninsulin ausgegangen werden kann.
In der Studie traten keine Todesfälle auf.
In der Endpunktkategorie Morbidität wurden nur die Änderung des HbA1c-Wertes (%) von Baseline zu Woche 26 bzw. 52 und eine BMI-Veränderung als Endpunkte erhoben. Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 stellt der HbA1c-Wert ein valides Surrogat für mikrovaskuläre Folgekomplikationen dar und ist daher patientenrelevant. Die Ergebnisse sind jedoch nicht statistisch signifikant unterschiedlich zwischen den Behandlungsgruppen. Der Stellenwert bzw. die Auswirkung des BMI im Langzeitverlauf insbesondere hinsichtlich der kardiovaskulären Sicherheit ist jedoch unklar. Es liegt somit insgesamt für die Endpunktkategorie Morbidität, insbesondere für die bei Diabetes mellitus Typ 1 in der Regel die Prognose entscheidenden kardio- und zerebrovaskulären Komplikationen, kein Zusatznutzen von Insulin degluec gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Humaninsulin vor.
Daten zur Lebensqualität wurden nicht erhoben.
Ein größerer oder geringerer Schaden von Insulin degludec gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie ist für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE), Abbruch wegen UE, symptomatischer oder schwerer Hypoglykämien/Hyperglykämien sowie Ketoazidosen nicht belegt.
Langzeitdaten für Insulin degludec zu patientenrelevanten Endpunkten und zum generellen Sicherheitsprofil liegen noch nicht vor. Diese sind aufgrund des chronischen Verlaufs der Erkrankung Diabetes mellitus Typ 1 und der daraus resultierenden Langzeitbehandlung der Patienten dringend erforderlich.
In der Gesamtschau ist ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt.
Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
Diabetische Entgleisung
Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
Sekundärer Diabetes mellitus
Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
Diabetisches Fußsyndrom
Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
Diabetes mellitus ohne Komplikation
Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
Diabetes mellitus mit Komplikation
Insulinresistenz-Syndrom, Typ B
Diabetes mellitus mit Koma
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung der neuen Arzneimittel Tresiba mit dem Wirkstoff Insulin degludec lautet das hier bewertete neue Anwendungsgebiet „Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17 Jahren mit Diabetes mellitus“.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 3 Patientengruppen nach dem Kriterium des Diabetes-Typs und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.
Patientengruppe b) Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 2 (ohne einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel)
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe b) lautet: Humaninsulin.
Der pharmazeutische Unternehmer hat keine Studie bzw. keine Daten vorgelegt, die für die Bewertung des Zusatznutzens von Insulin degludec zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Jugendlichen und Kindern zwischen 1 und 17 Jahren in der Monotherapie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Humaninsulin) geeignet gewesen wäre.
Ein Zusatznutzen von Insulin degludec zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Jugendlichen und Kindern ab 1 Jahr in der Monotherapie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Humaninsulin ist nicht belegt.
Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
Diabetische Entgleisung
Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
Sekundärer Diabetes mellitus
Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
Diabetisches Fußsyndrom
Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
Diabetes mellitus ohne Komplikation
Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
Diabetes mellitus mit Komplikation
Insulinresistenz-Syndrom, Typ B
Diabetes mellitus mit Koma
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung der neuen Arzneimittel Tresiba mit dem Wirkstoff Insulin degludec lautet das hier bewertete neue Anwendungsgebiet „Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17 Jahren mit Diabetes mellitus“.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 3 Patientengruppen nach dem Kriterium des Diabetes-Typs und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.
Patientengruppe c) Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 2 (Kombination mit anderen Antidiabetika)
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe c) lautet: Humaninsulin plus Metformin. Hinweis: Wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht geeignet ist, ist Humaninsulin als Therapieoption einzusetzen.
Der pharmazeutische Unternehmer hat keine Studie bzw. keine Daten vorgelegt, die für die Bewertung des Zusatznutzens von Insulin degludec zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Jugendlichen und Kindern zwischen 1 und 17 Jahren in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Humaninsulin plus Metformin, ggf. Humaninsulin allein) geeignet gewesen wäre.
Ein Zusatznutzen von Insulin degludec zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Jugendlichen und Kindern ab 1 Jahr in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie ist nicht belegt.