↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Lebensqualität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Aspaveli wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen und jugendlichen Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren mit C3-Glomerulopathie (C3G) in Kombination mit einem Renin-Angiotensin-System (RAS)-Hemmer, es sei denn, die Behandlung mit einem RAS-Hemmer wird nicht vertragen…Gesamten Text anzeigen
Aspaveli wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen und jugendlichen Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren mit C3-Glomerulopathie (C3G) in Kombination mit einem Renin-Angiotensin-System (RAS)-Hemmer, es sei denn, die Behandlung mit einem RAS-Hemmer wird nicht vertragen oder ist kontraindiziert.
Patientengruppe
Erwachsene und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren mit Komplement-3-Glomerulopathie (C3G)
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Pegcetacoplan:
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Die Daten sind nicht bewertbar.
Lebensqualität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Chronisches nephritisches Syndrom mit Dense-deposit-Krankheit
Akutes nephritisches Syndrom mit diffuser mesangiokapillärer Glomerulonephritis
Akutes nephritisches Syndrom mit Dense-deposit-Krankheit
Rapid-progressives nephritisches Syndrom mit diffuser mesangiokapillärer Glomerulonephritis
Rapid-progressives nephritisches Syndrom mit Dense-deposit-Krankheit
Persistierende Hämaturie mit diffuser mesangiokapillärer Glomerulonephritis
Persistierende Hämaturie mit Dense-deposit-Krankheit
Nephrotisches Syndrom mit diffuser mesangiokapillärer Glomerulonephritis
Nephrotisches Syndrom mit Dense-deposit-Krankheit
Membranoproliferative Glomerulonephritis
Isolierte Proteinurie mit diffuser mesangiokapillärer Glomerulonephritis
Isolierte Proteinurie mit Dense-deposit-Krankheit
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Pegcetacoplan. Aspaveli wurde als Orphan Drug und unter besonderen Bedingungen zugelassen. Das zugelassene neue Anwendungsgebiet lautet: „zur Behandlung von erwachsenen und jugendlichen Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren mit C3-Glomerulopathie (C3G) oder primärer immunkomplexvermittelter membranoproliferativer Glomerulonephritis (IC-MPGN)“. Die vorliegende Bewertung bezieht sich ausschließlich auf Patientinnen und Patienten mit C3G.
Der Nutzenbewertung liegen Ergebnisse der doppelblinden randomisierten kontrollierten Studie VALIANT zugrunde, in der Pegcetacoplan mit Placebo verglichen wurde.
Es trat in der betrachteten Teilpopulation ein Todesfall unter den mit Pegcetacoplan behandelten Patientinnen und Patienten auf. Insgesamt zeigt sich beim Endpunkt Gesamtmortalität kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
Hinsichtlich der Endpunktkategorie Morbidität liegen zur Ableitung eines Zusatznutzens keine bewertbaren Daten vor. Bei den ergänzend dargestellten Endpunkten zeigen sich im Endpunkt „Proteinurie“ ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Pegcetacoplan und im Endpunkt „eGFR“ keine statistisch signifikanten Unterschiede. Hierbei handelt es sich um Laborparameter ohne Surrogatvalidierung, die jedoch für die Therapiesteuerung relevant sind.
In der Endpunktkategorie gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigt sich bei dem Endpunkt KDQOL-36 in keiner Domäne ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
Bezüglich der Nebenwirkungen liegen keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede bei den schweren bzw. schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen und Therapieabbrüchen aufgrund von unerwünschten Ereignissen vor.
Das Verzerrungspotential auf Studienebene wird als hoch angesehen, da insbesondere Unsicherheiten bezüglich der Baseline-Imbalancen in Verbindung mit der post hoc erfolgten Aufteilung in zwei Teilpopulationen ohne erfolgte Stratifizierung vorliegen. Die Aussagekraft der vorgelegten Daten ist daher insgesamt mit Unsicherheiten behaftet.
In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen von Pegcetacoplan zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17Jahren mit C3G festgestellt, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.