↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Nebenwirkungen
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 bei Erwachsenen.
Patientengruppe
Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 1
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Insulin icodec in Kombination mit Insulin aspart gegenüber Insulin degludec in Kombination mit Insulin aspart:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Nachteil im Detail beim spezifischen UE schwerwiegende Hypoglykämien.
Typ-1-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Typ-1-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
Komplikation bei Typ-1-Diabetes mellitus
Diabetes mellitus Typ I
Entgleister Diabetes mellitus Typ 1
Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Sekundärer Diabetes mellitus
Diabetes mellitus mit Koma
Diabetes mellitus mit Ketoazidose
Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Diabetisches Fußsyndrom
Diabetes mellitus mit Komplikation
Diabetes mellitus ohne Komplikation
Diabetische Entgleisung
Insulinresistenz-Syndrom, Typ A, entgleist
Syndrom der Entwicklungsverzögerung mit Epilepsie und neonatalem Diabetes
Wolfram-Syndrom, entgleist
Insulinresistenz-Syndrom, Typ B, entgleist
Rabson-Mendenhall-Syndrom, entgleist
Insulinresistenz-Syndrom, Typ B
Diabetes mellitus Typ 1 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
Sexualstörung bei Typ-1-Diabetes mellitus
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Awiqli“ mit dem Wirkstoff „Insulin icodec“. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 1.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurden vom G-BA Humaninsulin oder Insulinanaloga (Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec, Insulin aspart, Insulin glulisin, Insulin lispro) bestimmt.
Für die Nutzenbewertung von Insulin icodec legt der pharmazeutische Unternehmer die Daten der Studie ONWARDS 6 vor, in der die Gabe von Insulin icodec gegenüber Insulin degludec, jeweils in Kombination mit Insulin aspart im Rahmen einer intensivierten Insulintherapie, untersucht wurde.
Für den Endpunkt Gesamtmortalität zeigt sich in der Studie kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
Hinsichtlich der Kategorie Morbidität zeigen sich in den Endpunkten keine relevanten Unterschiede bzw. liegen keine Auswertungen zu einer geeigneten Operationalisierung vor.
Endpunkte zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurden in der Studie ONWARDS 6 nicht erhoben.
Bei den Nebenwirkungen zeigen sich in den Gesamtraten der schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (SUE) sowie den Therapieabbrüchen aufgrund von UE keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen. Im Detail ergibt sich jedoch ein negativer Effekt für das spezifische UE schwerwiegende Hypoglykämien. Für die Endpunktkategorie der Nebenwirkungen wird daher ein Nachteil von Insulin icodec gegenüber Insulin degludec festgestellt, da der negative Effekt im Endpunkt schwerwiegende Hypoglykämien, die potentiell tödlich verlaufen können, für Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 von besonderer Relevanz ist.
Aufgrund der fehlenden patientenindividuellen Dosisanpassungen in der Studie verbleiben insgesamt Unsicherheiten, ob die Ergebnisse der Studie uneingeschränkt auf den deutschen Versorgungskontext übertragbar sind.
In der Gesamtschau der Studienergebnisse wird festgestellt, dass der Zusatznutzen von Insulin icodec gegenüber Insulin degludec, jeweils in Kombination mit Insulin aspart im Rahmen einer intensivierten Insulintherapie, nicht belegt ist.