Übersicht der Subpopulationen

9 Subpopulationen mit unterschiedlichem Ergebnis

  • Beträchtlich (e)
  • Gering (a, b, d, f, i)
  • Ist nicht belegt (c, g, h)
Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp…GeringAnhaltspunktNicht bewertbarKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
b)Therapienaive Patienten mit Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp…GeringAnhaltspunktNicht bewertbarKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
c)Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in…Ist nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
d)Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in…GeringAnhaltspunktKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
e)Therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in…BeträchtlichHinweisKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitNicht bewertbarPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
f)Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion…GeringAnhaltspunktEs liegen keine Daten vorKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
g)Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion…Ist nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
h)Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion…Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarEs liegen keine Daten vorNicht bewertbar
i)Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion…GeringAnhaltspunktEs liegen keine Daten vorKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Sofosbuvir (Sovaldi) wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.

Subpopulation a)

GeringAnhaltspunkt
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Therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor (in der einarmigen Studie traten keine Todesfälle auf).
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe a) Therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen die Ergebnisse der nicht verblindeten, einarmigen Studie NEUTRINO vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten untersucht wurde.

Es traten keine Todesfälle auf. Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) wird trotz der einarmigen Studie von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.

Die erhobenen Nebenwirkungen entsprechen dem Nebenwirkungsprofil eines Ribavirin/Peginterferon-Regimes. Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die wesentliche Verkürzung der Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Studie als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation b)

GeringAnhaltspunkt
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Therapienaive Patienten mit Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor (in der einarmigen Studie traten keine Todesfälle auf).
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe b) Therapienaive Patienten mit Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen die Ergebnisse der nicht verblindeten, einarmigen Studie NEUTRINO vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten untersucht wurde.

Es traten keine Todesfälle auf. Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR(dauerhaftes virologisches Ansprechen)-Raten wird trotz der einarmigen Studie von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.

Die erhobenen Nebenwirkungen entsprechen dem Nebenwirkungsprofil eines Ribavirin/Peginterferon-Regimes. Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die wesentliche Verkürzung der Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Studie als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation c)

Ist nicht belegt
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Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe c) Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin).“

Für die therapieerfahrenen HCV Patienten mit Genotyp 1liegen keine Daten vor, um den Zusatznutzen bewerten zu können.

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

Subpopulation d)

GeringAnhaltspunkt
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Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs traten keine Todesfälle auf.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil durch Vermeidung; Interferon-bedingter Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe e) Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen Daten der randomisierten, doppelblinden Studien FUSION und VALENCE vor, in denen eine 12- mit 16-wöchiger Behandlung mit Sofosbuvir + Ribavirin bzw. eine 12-wöchige Behandlung mit Placebo bei Patienten verglichen wurde, die bei einer vorherigen Interferon-haltigen Therapie kein SVR erzielt hatten. Bewertungsrelevant sind die Studienarme mit 12-wöchiger Behandlung.

Es traten keine Todesfälle auf bzw. wurden keine Angaben zu Todesfällen gemacht.

Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende) wird trotz der einarmigen Daten von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.

Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation e)

BeträchtlichHinweis
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
  • Anhaltspunkt
  • Erheblich
  • Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs traten keine Todesfälle auf.
MorbiditätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe d) Therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen die Ergebnisse der randomisierten, nicht verblindeten, aktiv kontrollierten Studie FISSION vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Ribavirin mit einer 24-wöchigen Behandlung mit Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten verglichen wurde. Die Auswertungen basieren nicht auf der ITT-Population und sind deswegen potenziell hoch verzerrt.

Es traten keine Todesfälle auf. Der Anteil an Patienten, die nach einer 12-wöchigen Therapie mit Sofosbuvir plus Ribavirin ein SVR 24 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 24 Wochen nach Therapieende) zeigten, ist statistisch signifikant höher als nach einer 24-wöchigen Behandlung mit Peginterferon alfa + Ribavirin. Eine Auswertung der Lebensqualität liegt für die vorliegende Teilpopulation nicht vor.

Die erhobenen Nebenwirkungen entsprechen qualitativ dem Nebenwirkungsprofil von Peginterferon. Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die wesentliche Verkürzung der Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Aufgrund der Verbesserung des SVR sowie der Nebenwirkungen wird ein beträchtlicher Zusatznutzen in dieser Patientengruppe gesehen. Sensitivitätsanalysen zeigen trotz des hohen Verzerrungspotenzials eine hohe Ergebnissicherheit, sodass die Aussagesicherheit als Hinweis eingestuft wird.

Subpopulation f)

GeringAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil durch Vermeidung; Interferon-bedingter Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe f) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen einarmige Daten der Studie VALENCE vor, in denen eine 24-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Ribavirin bei Patienten untersucht wurde, die nicht vorbehandelt waren oder bei einer vorherigen Interferon-haltigen Therapie kein SVR erzielt hatten.

Es wurden keine Angaben zu Todesfällen gemacht.

Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende) wird trotz der einarmigen Daten von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.

Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.

Subpopulation g)

Ist nicht belegt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe g) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Für die HCV Patienten mit Genotyp 3, die mit der Kombination Sofosbuvir/Peginterferon alfa/Ribavirin behandelt werden, liegen keine Daten vor, um den Zusatznutzen bewerten zu können.

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

Subpopulation h)

Ist nicht belegt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 4, 5, und 6), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe h) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 4, 5, und 6), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen die Ergebnisse der nicht verblindeten, einarmigen Studie NEUTRINO vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten untersucht wurde. Die zur Verfügung stehenden Patientenzahlen für die Genotypen 4, 5 und 6 sind jedoch zu gering, um eine Aussage zum Zusatznutzen treffen zu können.

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

Subpopulation i)

GeringAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1 bis 6) mit einer HIV-Koinfektion, in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin bzw. Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil durch Vermeidung; Interferon-bedingter Nebenwirkungen.

Aktiver Wirkstoff

Sofosbuvir

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronische Virushepatitis C
  • HIV-Krankheit
  • HIV-Infektion
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.

Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.

Patientengruppe i) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1 bis 6) mit einer HIV-Koinfektion, in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin bzw. Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin

Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.

Es liegen einarmige Daten der Studie PHOTON-1 vor, in der eine 12- oder 24-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir und Ribavirin bei Patienten mit einer chronischen Hepatitis-C Infektion vom Genotyp 1, 2 oder 3 und HIV-1-Koinfektion untersucht wurde. In der Bewertung können die erhobenen Daten für nicht vorbehandelte Patienten mit Genotyp 1 oder 2 und für vorbehandelte Patienten mit Genotyp 2 oder 3 berücksichtigt werden.

Es wurden keine Angaben zu Todesfällen gemacht.

Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende) wird trotz der einarmigen Daten von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.

Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.

Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.

Beschlüsse zu Sovaldi (3)

  1. Dieser Beschluss

    • B18 Chronische Virushepatitis
    • B24 Nicht näher bezeichnete HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit]
    • +1 weitere
    GeringIst nicht belegtBeträchtlich
    • B18 Chronische Virushepatitis
    Nicht quantifizierbar
    • B18 Chronische Virushepatitis
    Nicht quantifizierbar

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026