Therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor (in der einarmigen Studie traten keine Todesfälle auf).
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe a) Therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen die Ergebnisse der nicht verblindeten, einarmigen Studie NEUTRINO vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten untersucht wurde.
Es traten keine Todesfälle auf. Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR (dauerhaftes virologisches Ansprechen) wird trotz der einarmigen Studie von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.
Die erhobenen Nebenwirkungen entsprechen dem Nebenwirkungsprofil eines Ribavirin/Peginterferon-Regimes. Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die wesentliche Verkürzung der Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Studie als Anhaltspunkt eingestuft.
Therapienaive Patienten mit Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor (in der einarmigen Studie traten keine Todesfälle auf).
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe b) Therapienaive Patienten mit Zirrhose mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen die Ergebnisse der nicht verblindeten, einarmigen Studie NEUTRINO vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten untersucht wurde.
Es traten keine Todesfälle auf. Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR(dauerhaftes virologisches Ansprechen)-Raten wird trotz der einarmigen Studie von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.
Die erhobenen Nebenwirkungen entsprechen dem Nebenwirkungsprofil eines Ribavirin/Peginterferon-Regimes. Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die wesentliche Verkürzung der Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Studie als Anhaltspunkt eingestuft.
Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir):
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Morbidität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe c) Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin + Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir)
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin) oder Triple-Therapie (Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin).“
Für die therapieerfahrenen HCV Patienten mit Genotyp 1liegen keine Daten vor, um den Zusatznutzen bewerten zu können.
Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Es traten keine Todesfälle auf.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil durch Vermeidung; Interferon-bedingter Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe e) Therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen Daten der randomisierten, doppelblinden Studien FUSION und VALENCE vor, in denen eine 12- mit 16-wöchiger Behandlung mit Sofosbuvir + Ribavirin bzw. eine 12-wöchige Behandlung mit Placebo bei Patienten verglichen wurde, die bei einer vorherigen Interferon-haltigen Therapie kein SVR erzielt hatten. Bewertungsrelevant sind die Studienarme mit 12-wöchiger Behandlung.
Es traten keine Todesfälle auf bzw. wurden keine Angaben zu Todesfällen gemacht.
Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende) wird trotz der einarmigen Daten von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.
Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.
Therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
Anhaltspunkt
Erheblich
Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Es traten keine Todesfälle auf.
Morbidität
↑↑Positiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
Vorteil im dauerhaften virologischen Ansprechen.
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe d) Therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 2), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen die Ergebnisse der randomisierten, nicht verblindeten, aktiv kontrollierten Studie FISSION vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Ribavirin mit einer 24-wöchigen Behandlung mit Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten verglichen wurde. Die Auswertungen basieren nicht auf der ITT-Population und sind deswegen potenziell hoch verzerrt.
Es traten keine Todesfälle auf. Der Anteil an Patienten, die nach einer 12-wöchigen Therapie mit Sofosbuvir plus Ribavirin ein SVR 24 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 24 Wochen nach Therapieende) zeigten, ist statistisch signifikant höher als nach einer 24-wöchigen Behandlung mit Peginterferon alfa + Ribavirin. Eine Auswertung der Lebensqualität liegt für die vorliegende Teilpopulation nicht vor.
Die erhobenen Nebenwirkungen entsprechen qualitativ dem Nebenwirkungsprofil von Peginterferon. Aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die wesentliche Verkürzung der Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Aufgrund der Verbesserung des SVR sowie der Nebenwirkungen wird ein beträchtlicher Zusatznutzen in dieser Patientengruppe gesehen. Sensitivitätsanalysen zeigen trotz des hohen Verzerrungspotenzials eine hohe Ergebnissicherheit, sodass die Aussagesicherheit als Hinweis eingestuft wird.
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil durch Vermeidung; Interferon-bedingter Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe f) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen einarmige Daten der Studie VALENCE vor, in denen eine 24-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Ribavirin bei Patienten untersucht wurde, die nicht vorbehandelt waren oder bei einer vorherigen Interferon-haltigen Therapie kein SVR erzielt hatten.
Es wurden keine Angaben zu Todesfällen gemacht.
Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende) wird trotz der einarmigen Daten von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.
Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus
(cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Peginterferon alfa und
Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Morbidität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe g) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 3), in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Für die HCV Patienten mit Genotyp 3, die mit der Kombination Sofosbuvir/Peginterferon alfa/Ribavirin behandelt werden, liegen keine Daten vor, um den Zusatznutzen bewerten zu können.
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 4, 5, und 6), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe h) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 4, 5, und 6), in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen die Ergebnisse der nicht verblindeten, einarmigen Studie NEUTRINO vor, in der eine 12-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir + Peginterferon-alfa-2a + Ribavirin bei nicht vorbehandelten Patienten untersucht wurde. Die zur Verfügung stehenden Patientenzahlen für die Genotypen 4, 5 und 6 sind jedoch zu gering, um eine Aussage zum Zusatznutzen treffen zu können.
Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus
(cHCV) Infektion (Genotyp 1 bis 6) mit einer HIV-Koinfektion, in
Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin bzw. Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin:
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis
Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
Erheblich
Beträchtlich
Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Morbidität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil durch Vermeidung; Interferon-bedingter Nebenwirkungen.
Aktiver Wirkstoff
Sofosbuvir
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Sovaldi wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Erwachsenen angewendet.“
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden insgesamt 9 Patientengruppen hinsichtlich ihres Genotyps (1 bis 6), dem Zirrhosestatus und dem Therapiestatus (therapienaiv oder therapieerfahren) unterschieden.
Patientengruppe i) Therapienaive und therapieerfahrene Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (cHCV) Infektion (Genotyp 1 bis 6) mit einer HIV-Koinfektion, in Kombination mit Peginterferon alfa + Ribavirin bzw. Kombination mit Ribavirin gegenüber Peginterferon alfa + Ribavirin
Die zweckmäßige Vergleichstherapie lautet: „Duale Therapie (Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin)“.
Es liegen einarmige Daten der Studie PHOTON-1 vor, in der eine 12- oder 24-wöchige Behandlung mit Sofosbuvir und Ribavirin bei Patienten mit einer chronischen Hepatitis-C Infektion vom Genotyp 1, 2 oder 3 und HIV-1-Koinfektion untersucht wurde. In der Bewertung können die erhobenen Daten für nicht vorbehandelte Patienten mit Genotyp 1 oder 2 und für vorbehandelte Patienten mit Genotyp 2 oder 3 berücksichtigt werden.
Es wurden keine Angaben zu Todesfällen gemacht.
Aufgrund der erreichten Größenordnung des SVR12 (dauerhaftes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Therapieende) wird trotz der einarmigen Daten von einer Äquivalenz einer Behandlung mit dem Sofosbuvir-Regime im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bezüglich dieses Endpunktes ausgegangen.
Insbesondere aufgrund der unerwünschten Wirkungen einer Behandlung mit Peginterferon wird die Interferon-freie Therapie, die zudem eine wesentlich kürzere Therapiedauer gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (12 bis 24 Wochen gegenüber 48 Wochen im Regelfall bei der ZVT) aufweist, als relevant hinsichtlich der Vermeidung von Nebenwirkungen bewertet.
Es wird ein geringer Zusatznutzen von Sofosbuvir aufgrund der Vermeidung von Nebenwirkungen festgestellt. Die Aussagesicherheit wird aufgrund der einarmigen Daten als Anhaltspunkt eingestuft.
Beschlüsse zu Sovaldi (3)
2014
Dieser Beschluss
B18 Chronische Virushepatitis
B24 Nicht näher bezeichnete HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit]