Givlaari
Givosiran
ATC group A16AX Sonstige Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel
Result at a glance
Added benefit
ConsiderableCertainty of evidence
Indication
- Mortality
- No statistically significant or relevant difference
- Morbidity
- Positive effect with high certainty of evidence
- Quality of life
- No statistically significant or relevant difference
- Adverse effects
- No statistically significant or relevant difference
How to read the symbols
- ↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- ↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↔ no statistically significant or relevant difference
- ↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- n.a.: not assessable
- Ø No data are available
Therapeutic indication
Givlaari ist indiziert für die Behandlung einer akuten hepatischen Porphyrie (AHP) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren.
Patient group
Patienten ab 12 Jahren mit einer akuten hepatischen Porphyrie (AHP)
Added benefit
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Givosiran:
Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen
Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen
- Proof
- Indication: One good, larger study is available
- Hint
- Major
- Considerable: Previously unattained, marked improvement in treatment-relevant benefit: reduction of serious symptoms, moderate extension of survival, noticeable relief of the disease, relevant avoidance of serious adverse effects or significant avoidance of other adverse effects
- Minor
- Non-quantifiable
- Not proven
- Lesser benefit
Endpoint overview
| Mortality | No statistically significant or relevant difference | Es traten keine Todesfälle auf. |
|---|---|---|
| Morbidity | Positive effect with high certainty of evidence | Vorteil bei akuten Porphyrie-Attacken, Vorteil im Gesundheitszustand |
| Quality of life | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
| Adverse effects | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede |
Active substance
Givosiran
Appropriate comparator therapy
N/A
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Givlaari“ mit dem Wirkstoff „Givosiran“. Givlaari ist als Orphan Drug für die Behandlung einer akuten hepatischen Porphyrie (AHP) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen. Für die Nutzenbewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die pivotale Phase-III- Zulassungsstudie ENVISION (ALN-AS1-003) vor, in der Givosiran in einer 6-monatigen, randomisierten, doppelblinden und kontrollierten Behandlungsphase mit Placebo verglichen wurde. In der Studie wurden nur erwachsene Patienten ab 18 Jahren untersucht, von denen ungefähr 95% eine akute intermittierende Porphyrie (AIP) aufweisen. 5 Patienten der insgesamt 94 Patienten der Studie weisen eine der selteneren AHP-Formen auf.
Auf Basis der Studie ENVISION liegen Ergebnisse zur Mortalität, Morbidität, Lebensqualität und zu Nebenwirkungen vor.
Es traten keine Todesfälle auf. In der Kategorie Morbidität zeigt sich für den klinisch relevanten Endpunkt „Akute Porphyrie-Attacken“ sowohl für die Anzahl der Attacken bzw. die berechnete jährliche Attackenrate als auch für die Anzahl an Patienten ohne Attacke (Attackenfreiheit) ein statistisch signifikanter Vorteil von Givosiran gegenüber Placebo. Die Ergebnisse zum Gesundheitszustand, beurteilt durch die Patienten mittels Patient Global Impression of Change, zeigen ebenfalls einen statistisch signifikanten Vorteil von Givosiran gegenüber Placebo.
Für die weiteren bewertungsrelevanten Morbiditätsendpunkte Schmerzintensität, Fatigue, Übelkeit und Gesundheitszustand mittels EQ-5D-VAS zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.
In der Kategorie der Lebensqualität zeigt sich für Givosiran gegenüber Placebo ein statistisch signifikanter Vorteil in der Physical Component Summary (PCS) des SF-12, der jedoch aufgrund unsicherer klinischer Relevanz für die Bewertung des Zusatznutzens nicht berücksichtigt werden kann. In der Mental Component Summary (MCS) des SF-12 zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich in den Gesamtraten keine relevanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Das Verzerrungspotenzial wird endpunktübergreifend auf Studienebene trotz einiger Unsicherheiten als niedrig eingeschätzt. Die Ergebnissicherheit ist insgesamt aufgrund der geringen Studiengröße, aufgrund fehlender Daten von Patienten zwischen 12 und 18 Jahren bzw. eines sehr geringen Anteils an Daten von Patienten mit seltenen AHP-Formen, sowie bei den Endpunkten Schmerzintensität, Fatigue und Übelkeit aufgrund der Ermittlung der Baseline-Werte, eingeschränkt.
In der Gesamtschau wird ein Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Givosiran gegenüber Placebo festgestellt.
Auf Basis der Studie ENVISION liegen Ergebnisse zur Mortalität, Morbidität, Lebensqualität und zu Nebenwirkungen vor.
Es traten keine Todesfälle auf. In der Kategorie Morbidität zeigt sich für den klinisch relevanten Endpunkt „Akute Porphyrie-Attacken“ sowohl für die Anzahl der Attacken bzw. die berechnete jährliche Attackenrate als auch für die Anzahl an Patienten ohne Attacke (Attackenfreiheit) ein statistisch signifikanter Vorteil von Givosiran gegenüber Placebo. Die Ergebnisse zum Gesundheitszustand, beurteilt durch die Patienten mittels Patient Global Impression of Change, zeigen ebenfalls einen statistisch signifikanten Vorteil von Givosiran gegenüber Placebo.
Für die weiteren bewertungsrelevanten Morbiditätsendpunkte Schmerzintensität, Fatigue, Übelkeit und Gesundheitszustand mittels EQ-5D-VAS zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.
In der Kategorie der Lebensqualität zeigt sich für Givosiran gegenüber Placebo ein statistisch signifikanter Vorteil in der Physical Component Summary (PCS) des SF-12, der jedoch aufgrund unsicherer klinischer Relevanz für die Bewertung des Zusatznutzens nicht berücksichtigt werden kann. In der Mental Component Summary (MCS) des SF-12 zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich in den Gesamtraten keine relevanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Das Verzerrungspotenzial wird endpunktübergreifend auf Studienebene trotz einiger Unsicherheiten als niedrig eingeschätzt. Die Ergebnissicherheit ist insgesamt aufgrund der geringen Studiengröße, aufgrund fehlender Daten von Patienten zwischen 12 und 18 Jahren bzw. eines sehr geringen Anteils an Daten von Patienten mit seltenen AHP-Formen, sowie bei den Endpunkten Schmerzintensität, Fatigue und Übelkeit aufgrund der Ermittlung der Baseline-Werte, eingeschränkt.
In der Gesamtschau wird ein Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Givosiran gegenüber Placebo festgestellt.
Data status: 2026-10-29