Kanuma
Sebelipase alfa
ATC-Gruppe A16AB Enzyme
Übersicht der Subpopulationen
2 Subpopulationen, alle: Nicht quantifizierbar
| Übersicht der Subpopulationen | Patientengruppen | Zusatznutzen | Aussagesicherheit | Mortalität | Morbidität | Lebensqualität | Nebenwirkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| a) | Patienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel | Nicht quantifizierbar | Anhaltspunkt | Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Nicht bewertbar | Es liegen keine Daten vor | Nicht bewertbar |
| b) | Patienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend) | Nicht quantifizierbar | Anhaltspunkt | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied |
So lesen Sie die Symbole
- ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
- ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- n.b.: nicht bewertbar
- Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
KANUMA wird angewendet zur langfristigen Enzymersatztherapie (EET) bei Patienten aller Altersgruppen mit einem Mangel an lysosomaler saurer Lipase (LAL-Mangel).
Subpopulation a)
Nicht quantifizierbarAnhaltspunkt
↑ Zurück zur ÜbersichtPatienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Sebelipase alfa:
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
- Beleg
- Hinweis
- Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
- Ist nicht belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Vorteil im Gesamtüberleben. |
|---|---|---|
| Morbidität | Nicht bewertbar | Die Daten sind nicht bewertbar. |
| Lebensqualität | Es liegen keine Daten vor | Es liegen keine Daten vor. |
| Nebenwirkungen | Nicht bewertbar | Die Daten sind nicht bewertbar. |
Aktiver Wirkstoff
Sebelipase alfa
Zweckmäßige Vergleichstherapie
k. A.
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung des Wirkstoffes Sebelipase alfa aufgrund des Ablaufes der Befristung des Beschlusses vom 1. November 2018. Kanuma wurde als Orphan Drug zugelassen. Sebelipase alfa wird angewendet zur langfristigen Enzymersatztherapie (EET) bei Patienten aller Altersgruppen mit einem Mangel an lysosomaler saurer Lipase (LAL-Mangel).
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen unterschieden:
a) Patienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel und b) Patienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend)
Zu a) Patienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel
Für diese Patientengruppe legt der pharmazeutische Unternehmer Daten aus zwei einarmigen Interventionsstudien (LAL-CL03 (VITAL), LAL-CL08) und einem Patientenregister (ALX-LALD-501) vor. Darüber hinaus wird ein indirekter Vergleich der Interventionsstudien gegenüber einer historischen Kontrollstudie (LAL-1-NH01) vorgelegt. Diese Daten werden aufgrund des großen Effekts beim Endpunkt Mortalität, vor dem Hintergrund der Schwere und Seltenheit der Erkrankung, sowie der pädiatrischen Studienpopulation für die Nutzenbewertung trotz des hohen Verzerrungspotentials eines historischen Vergleichs und den Unsicherheiten bezüglich der Vergleichbarkeit der Studienpopulationen für den Endpunkt Mortalität zur Nutzenbewertung herangezogen.
Für das Gesamtüberleben zeigte sich ein Vorteil von Sebelipase alfa gegenüber dem natürlichen Verlauf der Erkrankung, der sich jedoch aufgrund der genannten Unsicherheiten nicht quantifizieren lässt. Für die Kategorien Morbidität und Nebenwirkungen ist eine Bewertung des Zusatznutzens von Sebelipase alfa nicht möglich, da geeignete vergleichende Daten aufgrund des letalen Verlaufs der Erkrankung bei unbehandelten Patienten nicht erhoben werden können. Die Daten zu anthropometrischen Parametern und zum Denver-II-Entwicklungstest im Vergleich zur altersadjustierten Normbevölkerung deuten jedoch darauf hin, dass bei einer Behandlung mit Sebelipase alfa zumindest ein Teil der Kinder eine normale Entwicklung durchlaufen kann.
Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Einarmige Studien und historische Vergleiche sind generell mit einem hohen Verzerrungspotential behaftet. Des Weiteren liegen Unsicherheiten zur Vergleichbarkeit der Studienpopulationen zwischen der Kontrollstudie und den Interventionsgruppen vor. Auch unter Berücksichtigung der limitierten Fallzahlen wird daher in der Gesamtschau für Sebelipase alfa ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen festgestellt. Der Zusatznutzen von Sebelipase alfa wird daher als nicht quantifizierbar eingestuft, weil die wissenschaftliche Datengrundlage dies nicht zulässt.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen unterschieden:
a) Patienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel und b) Patienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend)
Zu a) Patienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel
Für diese Patientengruppe legt der pharmazeutische Unternehmer Daten aus zwei einarmigen Interventionsstudien (LAL-CL03 (VITAL), LAL-CL08) und einem Patientenregister (ALX-LALD-501) vor. Darüber hinaus wird ein indirekter Vergleich der Interventionsstudien gegenüber einer historischen Kontrollstudie (LAL-1-NH01) vorgelegt. Diese Daten werden aufgrund des großen Effekts beim Endpunkt Mortalität, vor dem Hintergrund der Schwere und Seltenheit der Erkrankung, sowie der pädiatrischen Studienpopulation für die Nutzenbewertung trotz des hohen Verzerrungspotentials eines historischen Vergleichs und den Unsicherheiten bezüglich der Vergleichbarkeit der Studienpopulationen für den Endpunkt Mortalität zur Nutzenbewertung herangezogen.
Für das Gesamtüberleben zeigte sich ein Vorteil von Sebelipase alfa gegenüber dem natürlichen Verlauf der Erkrankung, der sich jedoch aufgrund der genannten Unsicherheiten nicht quantifizieren lässt. Für die Kategorien Morbidität und Nebenwirkungen ist eine Bewertung des Zusatznutzens von Sebelipase alfa nicht möglich, da geeignete vergleichende Daten aufgrund des letalen Verlaufs der Erkrankung bei unbehandelten Patienten nicht erhoben werden können. Die Daten zu anthropometrischen Parametern und zum Denver-II-Entwicklungstest im Vergleich zur altersadjustierten Normbevölkerung deuten jedoch darauf hin, dass bei einer Behandlung mit Sebelipase alfa zumindest ein Teil der Kinder eine normale Entwicklung durchlaufen kann.
Daten zur Lebensqualität liegen nicht vor.
Einarmige Studien und historische Vergleiche sind generell mit einem hohen Verzerrungspotential behaftet. Des Weiteren liegen Unsicherheiten zur Vergleichbarkeit der Studienpopulationen zwischen der Kontrollstudie und den Interventionsgruppen vor. Auch unter Berücksichtigung der limitierten Fallzahlen wird daher in der Gesamtschau für Sebelipase alfa ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen festgestellt. Der Zusatznutzen von Sebelipase alfa wird daher als nicht quantifizierbar eingestuft, weil die wissenschaftliche Datengrundlage dies nicht zulässt.
Subpopulation b)
Nicht quantifizierbarAnhaltspunkt
↑ Zurück zur ÜbersichtPatienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend)
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Sebelipase alfa:
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
- Beleg
- Hinweis
- Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
- Ist nicht belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied |
|---|---|---|
| Morbidität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied |
| Lebensqualität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied |
Aktiver Wirkstoff
Sebelipase alfa
Zweckmäßige Vergleichstherapie
k. A.
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung des Wirkstoffes Sebelipase alfa aufgrund des Ablaufes der Befristung des Beschlusses vom 1. November 2018. Kanuma wurde als Orphan Drug zugelassen. Sebelipase alfa wird angewendet zur langfristigen Enzymersatztherapie (EET) bei Patienten aller Altersgruppen mit einem Mangel an lysosomaler saurer Lipase (LAL-Mangel).
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen unterschieden:
a) Patienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel und b) Patienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend).
Zu b) Patienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend)
Für diese Patientengruppe wurden vom pharmazeutischen Unternehmer Daten aus den Studien LAL-CL02 und LAL-CL06, sowie dem Patientenregister ALX-LALD-501 vorgelegt. Anhand der Daten aus der einarmigen Studie LAL-CL-06 sowie der offenen Studienphase von LAL-CL-02 kann aufgrund des hohen Verzerrungspotentials einarmiger Studien und der fehlenden Vergleichsgruppe keine Rückschlüsse zum Zusatznutzen gezogen werden. Entscheidungsrelevant sind daher vor allem die Ergebnisse zu patientenrelevanten Endpunkten der doppelblinden, kontrollierten Phase der Studie LAL-CL02 zu Woche 20.
Anhand der vorgelegten Daten zu dem Gesamtüberleben, dem Morbiditätendpunkt Fatigue, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und den Nebenwirkungen kann weder ein Vorteil noch ein Nachteil durch eine Behandlung mit Sebelipase alfa gegenüber Placebo abgeleitet werden.
In der Gesamtbewertung der vorliegenden Ergebnisse zu den patientenrelevanten Endpunkten stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens von Sebelipase alfa, auf der Basis der Kriterien in § 5 Absatz 8 S. 1, 2 i.V.m. § 5 Absatz 7 Satz 1 Nummer 4 AM-NutzenV als nicht quantifizierbar ein, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt. Die Aussagekraft der Nachweise wird in die Kategorie „Anhaltspunkt“ eingestuft.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen unterschieden:
a) Patienten mit bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitendem LAL-Mangel und b) Patienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend).
Zu b) Patienten mit LAL-Mangel (nicht bereits im Säuglingsalter (< 6 Monate) rasch fortschreitend)
Für diese Patientengruppe wurden vom pharmazeutischen Unternehmer Daten aus den Studien LAL-CL02 und LAL-CL06, sowie dem Patientenregister ALX-LALD-501 vorgelegt. Anhand der Daten aus der einarmigen Studie LAL-CL-06 sowie der offenen Studienphase von LAL-CL-02 kann aufgrund des hohen Verzerrungspotentials einarmiger Studien und der fehlenden Vergleichsgruppe keine Rückschlüsse zum Zusatznutzen gezogen werden. Entscheidungsrelevant sind daher vor allem die Ergebnisse zu patientenrelevanten Endpunkten der doppelblinden, kontrollierten Phase der Studie LAL-CL02 zu Woche 20.
Anhand der vorgelegten Daten zu dem Gesamtüberleben, dem Morbiditätendpunkt Fatigue, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und den Nebenwirkungen kann weder ein Vorteil noch ein Nachteil durch eine Behandlung mit Sebelipase alfa gegenüber Placebo abgeleitet werden.
In der Gesamtbewertung der vorliegenden Ergebnisse zu den patientenrelevanten Endpunkten stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens von Sebelipase alfa, auf der Basis der Kriterien in § 5 Absatz 8 S. 1, 2 i.V.m. § 5 Absatz 7 Satz 1 Nummer 4 AM-NutzenV als nicht quantifizierbar ein, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt. Die Aussagekraft der Nachweise wird in die Kategorie „Anhaltspunkt“ eingestuft.
Datenstand: 29.10.2026