Isturisa
Osilodrostat
ATC-Gruppe H02CA Anticorticosteroide
Ergebnis auf einen Blick
Zusatznutzen
Nicht quantifizierbarAussagesicherheit
Anhaltspunkt
- Mortalität
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
- Morbidität
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
- Lebensqualität
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
- Nebenwirkungen
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
- ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
- ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- n.b.: nicht bewertbar
- Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Isturisa wird angewendet zur Behandlung des endogenen Cushing-Syndroms bei Erwachsenen.
Patientengruppe
Erwachsene Patienten mit endogenem Cushing-Syndrom
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Osilodrostat:
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
- Beleg
- Hinweis
- Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
- Ist nicht belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
|---|---|---|
| Morbidität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede; Vorteil bei der Normalisierung des mittleren freien Cortisols im 24h-Urin (mUFC, Vollständige Response). |
| Lebensqualität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede; Nachteile bei einzelnen spezifischen UE. |
Aktiver Wirkstoff
Osilodrostat
Zweckmäßige Vergleichstherapie
k. A.
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Isturisa mit dem Wirkstoff Osilodrostat. Isturisa wurde als Orphan Drug zugelassen und wird zur Behandlung des endogenen Cushing-Syndroms bei Erwachsenen angewendet.
Für die Nutzenbewertung lagen die pivotale Studie C2301 im Randomized-Withdrawal-Design und die Studie C2302 vor, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Osilodrostat im Vergleich zu Placebo über 8 bzw. 12 Wochen bei Patientinnen und Patienten mit bestätigten Morbus Cushing untersuchen. Darüber hinaus liegen die Daten der offenen Behandlungsphase der Studie C2301 bis zur Woche 48 vor.
Für die Mortalität und die krankheitsspezifische Lebensqualität kann jeweils kein Vor- oder Nachteil durch eine Behandlung mit Osilodrostat festgestellt werden.
In der Gesamtbetrachtung des Endpunktes Morbidität liegen in den Studien C2301 und C2302 statistisch signifikante Ergebnisse zur Normalisierung des mittleren freien Cortisols im 24h-Urin als klinisch bedeutsamer Parameter zugunsten von Osilodrostat vor. Die Ergebnisse beider Studien deuten darauf hin, dass der Cortisol-Spiegel durch die Behandlung mit Osilodrostat den Normalbereich erreicht und der pathologisch veränderte Cortisol-Spiegel stabilisiert wird. In der 12-wöchigen placebokontrollierten Phase der Studie C2302 zeigt sich eine statistisch signifikante Verschlechterung der Schwere einer Depression von Osilodrostat ggü. Placebo. Die klinische Relevanz dieser Unterschiede kann jedoch nicht beurteilt werden. Für die weiteren Morbiditäts- und Lebensqualitätsendpunkte lässt sich somit auf Basis der vorgelegten Studiendaten keine Aussage zum Zusatznutzen ableiten.
In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich in der Studie C2301 keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. In der Studie C2302 traten statistisch signifikant mehr UE jeglicher Schweregrade und UE von besonderem Interesse (UE im Zusammenhang mit Hypocortisolismus) im Osilodrostat-Arm auf. Hinsichtlich der schweren und schwerwiegenden UE sowie der UE, die zum Abbruch der Behandlung führten, zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Insgesamt ist die vorliegende Datengrundlage jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Insbesondere die Übertragbarkeit der eingeschlossenen Patientenpopulation in Bezug auf das vorliegende Anwendungsgebiet, die kurze Dauer der vergleichenden Phasen der Studien und das Randomized-Withdrawal-Design der Studie C2301 ist als kritisch anzusehen und führt zu einer Herabstufung der Aussagekraft der Nachweise.
In der Gesamtschau wird für Osilodrostat ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen festgestellt.
Für die Nutzenbewertung lagen die pivotale Studie C2301 im Randomized-Withdrawal-Design und die Studie C2302 vor, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Osilodrostat im Vergleich zu Placebo über 8 bzw. 12 Wochen bei Patientinnen und Patienten mit bestätigten Morbus Cushing untersuchen. Darüber hinaus liegen die Daten der offenen Behandlungsphase der Studie C2301 bis zur Woche 48 vor.
Für die Mortalität und die krankheitsspezifische Lebensqualität kann jeweils kein Vor- oder Nachteil durch eine Behandlung mit Osilodrostat festgestellt werden.
In der Gesamtbetrachtung des Endpunktes Morbidität liegen in den Studien C2301 und C2302 statistisch signifikante Ergebnisse zur Normalisierung des mittleren freien Cortisols im 24h-Urin als klinisch bedeutsamer Parameter zugunsten von Osilodrostat vor. Die Ergebnisse beider Studien deuten darauf hin, dass der Cortisol-Spiegel durch die Behandlung mit Osilodrostat den Normalbereich erreicht und der pathologisch veränderte Cortisol-Spiegel stabilisiert wird. In der 12-wöchigen placebokontrollierten Phase der Studie C2302 zeigt sich eine statistisch signifikante Verschlechterung der Schwere einer Depression von Osilodrostat ggü. Placebo. Die klinische Relevanz dieser Unterschiede kann jedoch nicht beurteilt werden. Für die weiteren Morbiditäts- und Lebensqualitätsendpunkte lässt sich somit auf Basis der vorgelegten Studiendaten keine Aussage zum Zusatznutzen ableiten.
In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich in der Studie C2301 keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. In der Studie C2302 traten statistisch signifikant mehr UE jeglicher Schweregrade und UE von besonderem Interesse (UE im Zusammenhang mit Hypocortisolismus) im Osilodrostat-Arm auf. Hinsichtlich der schweren und schwerwiegenden UE sowie der UE, die zum Abbruch der Behandlung führten, zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Insgesamt ist die vorliegende Datengrundlage jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Insbesondere die Übertragbarkeit der eingeschlossenen Patientenpopulation in Bezug auf das vorliegende Anwendungsgebiet, die kurze Dauer der vergleichenden Phasen der Studien und das Randomized-Withdrawal-Design der Studie C2301 ist als kritisch anzusehen und führt zu einer Herabstufung der Aussagekraft der Nachweise.
In der Gesamtschau wird für Osilodrostat ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen festgestellt.
Datenstand: 29.10.2026