Ergebnis auf einen Blick

Zusatznutzen

Gering

Aussagesicherheit

Hinweis

Mortalität
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
Positiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
Lebensqualität
Nicht bewertbar
Nebenwirkungen
Negativer Effekt bei hoher Aussagesicherheit
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Evenity ist angezeigt für die Behandlung der manifesten Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit deutlich erhöhtem Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1).

Patientengruppe

Postmenopausale Frauen mit manifester Osteoporose und deutlich erhöhtem Frakturrisiko

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Romosozumab gefolgt von Alendronsäure gegenüber Alendronsäure:

Hinweis für einen geringen Zusatznutzen
  • Beleg
  • Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
  • Anhaltspunkt
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied.
MorbiditätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteile bei der Vermeidung von klinisch vertebralen Frakturen, major nicht vertebraler Frakturen (Hüft- und Beckenfrakturen)
LebensqualitätNicht bewertbarnicht bewertbar
NebenwirkungenNegativer Effekt bei hoher AussagesicherheitNachteile in dem Endpunkt zerebrovaskuläres Ereignis.

Aktiver Wirkstoff

Romosozumab

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Alendronsäure oder Risedronsäure oder Zoledronsäure oder Denosumab oder Teriparatid

ICD-Codes

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Diagnosen

  • Pathologische Fraktur bei Osteoporose nach Ovarektomie
  • Postmenopausale Osteoporose mit pathologischer Fraktur
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Evenity mit dem Wirkstoff Romosozumab.

Romosozumab ist zugelassen zur Behandlung der manifesten Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit deutlich erhöhtem Frakturrisiko.

Die zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA wie folgt bestimmt:

Alendronsäure oder Risedronsäure oder Zoledronsäure oder Denosumab oder Teriparatid.

Für die Bewertung legt der pharmazeutische Unternehmer Ergebnisse aus der verblindeten, kontrollierten, randomisierten Parallelgruppenstudie ARCH vor, in der Romosozumab (12 Monate) gefolgt von Alendronsäure (mindestens 12 Monate) mit Alendronsäure (mindestens 24 Monate) verglichen wird.

Hinsichtlich der Mortalität zeigen die Ergebnisse zum Endpunkt Gesamtmortalität keinen statistisch signifikanten Effekt.

Romosozumab gefolgt von Alendronsäure zeigt im Vergleich zu Alendronsäure einen deutlichen Vorteil in der Vermeidung von Frakturen (klinisch vertebrale Frakturen, major nicht vertebrale Frakturen (Hüftfrakturen und Beckenfrakturen)). Die Vermeidung von Frakturen stellt ein essentielles Therapieziel in der vorliegenden Therapiesituation der manifesten Osteoporose mit deutlich erhöhtem Frakturrisiko dar.

Hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität liegen für die ARCH Studie zu Monat 24 keine verwertbaren Daten vor.

Bei den Nebenwirkungen wurden zerebrovaskuläre Ereignisse unter Romosozumab beobachtet. Diese Beobachtung wird sowohl in der Gesamtpopulation als auch in der Studienteilpopulation, ohne vaskuläre Vorerkrankungen, gezeigt.

In der Gesamtbetrachtung der Ergebnisse stehen einem deutlichen Vorteil in der Vermeidung von Frakturen (klinisch vertebrale Frakturen, major nicht vertebrale Frakturen (Hüftfrakturen und Beckenfrakturen)) negative Effekte bei den zerebrovaskulären Nebenwirkungen gegenüber.

In der Gesamtschau wird ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen von Romosozumab gefolgt von Alendronsäure gegenüber Alendronsäure festgestellt.

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026