Ergebnis auf einen Blick

Zusatznutzen

Nicht quantifizierbar

Aussagesicherheit

Anhaltspunkt

Mortalität
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Lebensqualität
Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Nebenwirkungen
Nicht bewertbar
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Die Anwendung von Waylivra ist angezeigt für die unterstützende Behandlung neben einer Diät bei erwachsenen Patienten mit genetisch bestätigter Familiäres Chylomikronämie Syndrom (FCS) und einem hohen Risiko für Pankreatitis, bei denen das Ansprechen auf eine Diät und eine…Gesamten Text anzeigen

Die Anwendung von Waylivra ist angezeigt für die unterstützende Behandlung neben einer Diät bei erwachsenen Patienten mit genetisch bestätigter Familiäres Chylomikronämie Syndrom (FCS) und einem hohen Risiko für Pankreatitis, bei denen das Ansprechen auf eine Diät und eine triglyceridsenkende Therapie unzureichend war.

Patientengruppe

Erwachsene Patienten mit genetisch bestätigtem familiärem Chylomikronämie-Syndrom (FCS) und einem hohen Risiko für Pankreatitis, bei denen das Ansprechen auf eine Diät und eine triglyceridsenkende Therapie unzureichend war.

Zusatznutzen

Ausmaß des Zusatznutzens von Volanesorsen unter Angabe der Aussagekraft der Nachweise:

Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs traten keine Todesfälle auf.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegt kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied vor.
LebensqualitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegt kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarnicht bewertbar

Aktiver Wirkstoff

Volanesorsen

Zweckmäßige Vergleichstherapie

k. A.

ICD-Codes

Diagnosen

  • Familiäres Chylomikronämie-Syndrom
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Waylivra mit dem Wirkstoff Volanesorsen. Waylivra wurde als Orphan Drug zugelassen und ist indiziert für die unterstützende Behandlung neben einer Diät bei erwachsenen Patienten mit genetisch bestätigtem Familiären Chylomikronämie-Syndrom (FCS) und einem hohen Risiko für Pankreatitis, bei denen das Ansprechen auf eine Diät und eine triglyceridsenkende Therapie unzureichend war.

Der pharmazeutische Unternehmer legt für die Nutzenbewertung Ergebnisse der die Zulassung begründenden pivotalen randomisierten, verblindeten, placebokontrollierten Phase-III Studie APPROACH, sowie ergänzend Ergebnisse der randomisierten, verblindeten, placebokontrollierten Phase-III Studie COMPASS und der offenen, einarmigen Langzeitstudie APPROACH OLE vor. Die ergänzenden Daten der Studie COMPASS werden für die Nutzenbewertung nicht berücksichtigt, da weniger als 10 % der Patienten eine FCS gemäß dem vorliegenden Anwendungsgebiet aufwiesen und die Behandlungsdauer deutlich kürzer ist als in der Studie APPROACH. Aufgrund des hohen Verzerrungspotentials und der fraglichen Übertragbarkeit auf den klinischen Versorgungsalltag werden die ergänzenden Daten der unkontrollierten Studie APPROACH OLE ebenfalls nicht berücksichtigt.

Aus den Daten der bewerteten APPROACH Studie zur Mortalität lassen sich keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens ableiten. In der Kategorie Morbidität konnte für den primären Endpunkt „Veränderung der prozentualen Nüchtern-Triglyzeridwerte“ ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Volanesorsen gegenüber Placebo nach einer Behandlungsdauer von 3, 6 und 12 Monaten gezeigt werden. Der Parameter hat eine klinische Relevanz bei der Diagnose und Verlaufskontrolle der Erkrankung. Die Triglyzeridwerte im Blut sind im vorliegenden Anwendungsgebiet ein klinisch relevanter Parameter, der zur Diagnose und zur Therapiesteuerung herangezogen wird. Darüber hinaus konnten jedoch keine validen Angaben identifiziert werden, die zeigen, welche Auswirkungen eine bestimmte Veränderung in den Triglyzeridwerten bei FCS-Patienten auf die patientenindividuell ausgeprägte Symptomatik bzw. auf das Risiko einer akuten Pankreatitis hat. Aus den Daten zur Morbidität lassen sich keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens ableiten. Aus den Daten zur Lebensqualität und zu den Nebenwirkungen lassen sich ebenfalls keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens ableiten.

Das Verzerrungspotential der APPROACH-Studie wird insgesamt als hoch eingeschätzt, da für die Auswertung der Daten trotz unterschiedlicher Behandlungs- und Beobachtungsdauer keine adjustierten Effektschätzer (inkl. geeigneter statistischer Vergleiche) oder Time-to-Event Analysen vorgelegt wurden.

In der Gesamtschau wird für Volanesorsen zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit genetisch bestätigtem familiärem Chylomikronämie-Syndrom (FCS) und einem hohen Risiko für Pankreatitis, bei denen das Ansprechen auf eine Diät und eine triglyceridsenkende Therapie unzureichend war, ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen festgestellt, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026