Übersicht der Subpopulationen

3 Subpopulationen mit unterschiedlichem Ergebnis

  • Gering (b)
  • Ist nicht belegt (a, c)
Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Erwachsene Patienten mit Schizophrenie (Akutbehandlung)Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbar
b)Erwachsene Patienten mit Schizophrenie mit überwiegender Negativsymptomatik in LangzeitbehandlungGeringHinweisKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitEs liegen keine Daten vorKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
c)Erwachsene Patienten mit Schizophrenie ohne überwiegende Negativsymptomatik in LangzeitbehandlungIst nicht belegt–Es liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Reagila wird zur Behandlung von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten angewendet.

Subpopulation a)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit Schizophrenie (Akutbehandlung)

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Cariprazin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon.

ICD-Codes

Diagnosen

  • Akute Hebephrenie
  • Akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie
  • Akute Katatonie
  • Akute schizophrene Attacke
  • Akute schizophreniforme psychotische Störung
  • Akute paranoide Schizophrenie
  • Akute primäre Schizophrenie
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des Wirkstoffes Cariprazin. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Reagila wird zur Behandlung von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten angewendet“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden folgende Patientengruppen unterschieden:
  1. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie (Akutbehandlung)
    1. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie mit überwiegender Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung
    2. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie ohne überwiegende Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung.
Patientengruppe a)
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe a) lautet:
„Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon“

Für die Nutzenbewertung von Cariprazin zieht der pharmazeutische Unternehmer zwei randomisierte,multizentrische, doppelblinde Studien (RGH-MD-04 RGH-MD-16) heran, in denen Cariprazin entweder gegenüber Aripiprazol oder gegenüber Risperidon verglichen wird.

Für die Fragestellung der Akutbehandlung der Schizophrenie wurden die Studien RGH-MD-04 und RGH-MD-16 identifiziert. Das in diesen Studien vorgenommene starre Dosierungsregime ohne Möglichkeit einer patientenindividuellen Anpassung entspricht nicht den Anforderungen einer Akutbehandlung. Da nicht auszuschließen ist, dass sich ein hoher Anteil von Patienten in den Studien findet, bei denen die Arzneimittel entweder über- oder unterdosiert sind, sind die Studien insgesamt für die Bewertung des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht geeignet. Für Patienten mit akuten Symptomen der Schizophrenie liegen daher keine relevanten Daten vor; der Zusatznutzen ist für diese Patienten nicht belegt.

Subpopulation b)

GeringHinweis
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Erwachsene Patienten mit Schizophrenie mit überwiegender Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Risperidon:

Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
  • Anhaltspunkt
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteile im psychosozialen Funktionsniveau.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.

Aktiver Wirkstoff

Cariprazin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon.

ICD-Codes

Alle 9 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 9 Diagnosen anzeigen
  • Paranoide Schizophrenie
  • Zyklische Schizophrenie
  • Schizophrenie
  • Katatone Schizophrenie
  • Chronische Schizophrenie a.n.k.
  • Schizophrenia simplex
  • Hebephrene Schizophrenie
  • Schizophreniforme Psychose
  • Undifferenzierte Schizophrenie
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des Wirkstoffes Cariprazin. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Reagila wird zur Behandlung von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten angewendet“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden folgende Patientengruppen unterschieden:
  1. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie (Akutbehandlung)
    1. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie mit überwiegender Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung
    2. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie ohne überwiegende Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung.
Patientengruppe b1)
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe b1) lautet:
„Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon“.

Zur Bewertung des Zusatznutzens liegen die Ergebnisse der aktiv kontrollierten Studie RGH-188-005 zum Vergleich von Cariprazin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Risperidon vor. In diese Studie wurden ausschließlich Patienten in Langzeittherapie eingeschlossen, bei denen überwiegend Negativsymptomatik vorlag. Es zeigten sich keine Unterschiede in der Mortalität und in den Nebenwirkungen, und es liegen keine Daten zur Lebensqualität vor. Die statistisch signifikanten Effekte von Cariprazin im Endpunkt „Psychosoziales Funktionsniveau“ werden im Ausmaß als gering eingestuft. Die Ergebnisse des CGI werden unterstützend herangezogen. Bei der PANSS-Negativskala und dem PANSS-FNS zeigen sich Effekte, deren klinische Relevanz fraglich ist. Das Ausmaß des Zusatznutzens wird als gering eingestuft.

Aufgrund des randomisierten und verblindeten Designs der Studie wird das Verzerrungspotenzial der Ergebnisse trotz Unsicherheiten hinsichtlich der Möglichkeiten zur individuellen Dosisanpassung und der fehlenden Daten zu den Begleitmaßnahmen als gering eingestuft.

In der Gesamtschau wird ein Hinweis für einen geringen Zusatznutzen von Cariprazin gegenüber Risperidon festgestellt.

Subpopulation c)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit Schizophrenie ohne überwiegende Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
MorbiditätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Cariprazin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon.

ICD-Codes

Alle 9 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 9 Diagnosen anzeigen
  • Paranoide Schizophrenie
  • Zyklische Schizophrenie
  • Schizophrenie
  • Katatone Schizophrenie
  • Chronische Schizophrenie a.n.k.
  • Schizophrenia simplex
  • Hebephrene Schizophrenie
  • Schizophreniforme Psychose
  • Undifferenzierte Schizophrenie
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
„Reagila wird zur Behandlung von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten angewendet“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden folgende Patientengruppen unterschieden:
  1. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie (Akutbehandlung)
    1. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie mit überwiegender Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung
    2. Erwachsene Patienten mit Schizophrenie ohne überwiegende Negativsymptomatik in Langzeitbehandlung.
Patientengruppe b2)
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe b2) lautet:
„Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon“

Da für Patienten in Langzeitbehandlung ohne überwiegende Negativsymptomatik keine Daten vorgelegt wurden, ist der Zusatznutzen für diese Patientengruppe nicht belegt.

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026