Übersicht der Subpopulationen

4 Subpopulationen, alle: Ist nicht belegt

Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht…Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbar
b)Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2 wenn Diät und Bewegung plus eine…Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarEs liegen keine Daten vorNicht bewertbar
c)Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät und Bewegung plus eine in Kombination Insulin…Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarEs liegen keine Daten vorNicht bewertbar
d)Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät und Bewegung plus eine Zweifachtherapie mit…Ist nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarEs liegen keine Daten vorNicht bewertbar
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Anwendungsgebiet

Bei erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus ist Januvia/Xelevia indiziert zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle: Als orale Zweifachtherapie in Kombination mit: - Metformin, wenn Diät und Bewegung plus eine Metformin-Monotherapie den Blutzucker nicht ausreichend…Gesamten Text anzeigen

Bei erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus ist Januvia/Xelevia indiziert zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle: Als orale Zweifachtherapie in Kombination mit: - Metformin, wenn Diät und Bewegung plus eine Metformin-Monotherapie den Blutzucker nicht ausreichend senken

Subpopulation a)

Ist nicht belegt
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Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend senken und für die Metformin aufgrund von Gegenanzeigen oder Unverträglichkeit nicht geeignet ist

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Sitagliptin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Wolfram-Syndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um eine Neubewertung nach Fristablauf für den Wirkstoff Sitagliptin (Januvia/Xelevia) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 5 Patientengruppen nach den Kriterien der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe a)
Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend senken und für die Metformin aufgrund von Gegenanzeigen oder Unverträglichkeit nicht geeignet ist


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid).

Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die erneute Nutzenbewertung des Wirkstoffes Sitagliptin in der Monotherapie. Patienten, die Sitagliptin in Monotherapie erhalten, wurden in der Studie TECOS nicht untersucht, weshalb zur Bewertung des Zusatznutzens diese Studie nicht herangezogen werden konnte.

Die weiteren vorgelegten Studien P010, P063, P073 und P251 lagen bereits zur Erstbewertung vor. Diese können jedoch für die Nutzenbewertung nicht berücksichtigt werden, da zum Teil die Patienten keine Metformin-Unverträglichkeit oder Metformin-Kontraindikation aufwiesen und daher nicht der Zielpopulation entsprachen

Somit liegen für die Monotherapie mit Sitagliptin keine Daten vor, die über die des Erstbeschlusses hinausgehen und die Fragestellungen der Befristung beantworten könnten. Ein Zusatznutzen ist somit nicht belegt.

Subpopulation b)

Ist nicht belegt
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Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2 wenn Diät und Bewegung plus eine Sulfonylharnstoff-Monotherapie in der höchsten vertragenen Dosis den Blutzucker nicht ausreichend senken und wenn Metformin aufgrund von Gegenanzeigen/Unverträglichkeit nicht geeignet ist

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin und Metformin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Sitagliptin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Humaninsulin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid). Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin.

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Wolfram-Syndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um eine Neubewertung nach Fristablauf für den Wirkstoff Sitagliptin (Januvia/Xelevia) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 5 Patientengruppen nach den Kriterien der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe c)
Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2 wenn Diät und Bewegung plus eine Sulfonylharnstoff-Monotherapie in der höchsten vertragenen Dosis den Blutzucker nicht ausreichend senken und wenn Metformin aufgrund von Gegenanzeigen/Unverträglichkeit nicht geeignet ist


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
Humaninsulin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid). Hinweis: ggf. Therapie nur mit Humaninsulin.

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich.

Aufgrund der Dauer und Größe der Studie mit ca. 14.500 eingeschlossenen Patienten und der Erhebung von patientenrelevanten kardiovaskulären Endpunkten wird die Studie für die Nutzenbewertung als relevant für die Beantwortung der offenen Fragestellungen des Erstbeschlusses von Sitagliptin erachtet, auch vor dem Hintergrund, dass im Rahmen des Studiendesigns eine Einstellung der patientenindividuellen antidiabetischen Therapie anhand des HbA1c-Werts nach regionalen Leitlinien vorgesehen war.

Insgesamt resultieren aus der TECOS Studie keine belastbaren Unterschiede bzgl. der weiteren patientenrelevanten und insbesondere der kardiovaskulären Endpunkte. Zu „symptomatischen Hypoglykämien“ und „schweren Hypoglykämien“ wurden keine geeigneten Daten vorlegt. Hinsichtlich der Endpunkte „Retinopathien“ sowie „Hospitalisierung aufgrund von Hyperglykämie“ zeigen sich statistisch signifikante Ergebnisse zuungunsten von Sitagliptin, jedoch können beiden Endpunkte abschließend nicht bewertet werden kann. Des Weiteren bestehen Unsicherheiten, ob einerseits ein Teil der eingeschlossenen Patienten gemäß den deutschen Leitlinien keine antidiabetische (gemessen am HbA1c-Wert) Therapieintensivierung benötigt hätte und andererseits ein Teil der Patienten eine weitere Eskalation der antidiabetischen Therapie nach NVL erhielt und inwiefern dies mit den Ergebnissen zur Hospitalisierung aufgrund von Hyperglykämien zusammenhängt. Somit wirft die TECOS Studie weitere Fragestellungen in Bezug auf die Aussagesicherheit des Zusatznutzens von Sitagliptin auf.

In der Gesamtbetrachtung stellt der G-BA fest, dass für diese Patientengruppe ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt ist.

Subpopulation c)

Ist nicht belegt
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Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät und Bewegung plus eine in Kombination Insulin (mit und ohne Metformin) den Blutzucker nicht ausreichend senken

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin und Metformin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Sitagliptin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Humaninsulin + Metformin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Wolfram-Syndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um eine Neubewertung nach Fristablauf für den Wirkstoff Sitagliptin (Januvia/Xelevia) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 5 Patientengruppen nach den Kriterien der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe e)
Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät und Bewegung plus eine in Kombination Insulin (mit und ohne Metformin) den Blutzucker nicht ausreichend senken


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
Humaninsulin + Metformin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich.

Aufgrund der Dauer und Größe der Studie mit ca. 14.500 eingeschlossenen Patienten und der Erhebung von patientenrelevanten kardiovaskulären Endpunkten wird die Studie für die Nutzenbewertung als relevant für die Beantwortung der offenen Fragestellungen des Erstbeschlusses von Sitagliptin erachtet, auch vor dem Hintergrund, dass im Rahmen des Studiendesigns eine Einstellung der patientenindividuellen antidiabetischen Therapie anhand des HbA1c-Werts nach regionalen Leitlinien vorgesehen war.

Insgesamt resultieren aus der TECOS Studie keine belastbaren Unterschiede bzgl. der weiteren patientenrelevanten und insbesondere der kardiovaskulären Endpunkte. Zu „symptomatischen Hypoglykämien“ und „schweren Hypoglykämien“ wurden keine geeigneten Daten vorlegt. Hinsichtlich der Endpunkte „Retinopathien“ sowie „Hospitalisierung aufgrund von Hyperglykämie“ zeigen sich statistisch signifikante Ergebnisse zuungunsten von Sitagliptin, jedoch können beiden Endpunkte abschließend nicht bewertet werden kann. Des Weiteren bestehen Unsicherheiten, ob einerseits ein Teil der eingeschlossenen Patienten gemäß den deutschen Leitlinien keine antidiabetische (gemessen am HbA1c-Wert) Therapieintensivierung benötigt hätte und andererseits ein Teil der Patienten eine weitere Eskalation der antidiabetischen Therapie nach NVL erhielt und inwiefern dies mit den Ergebnissen zur Hospitalisierung aufgrund von Hyperglykämien zusammenhängt. Somit wirft die TECOS Studie weitere Fragestellungen in Bezug auf die Aussagesicherheit des Zusatznutzens von Sitagliptin auf.

In der Gesamtbetrachtung stellt der G-BA fest, dass für diese Patientengruppe ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt ist.

Subpopulation d)

Ist nicht belegt
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Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät und Bewegung plus eine Zweifachtherapie mit einem Sulfonylharnstoff und Metformin den Blutzucker nicht ausreichend senken

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Humaninsulin in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid):

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Sitagliptin

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Humaninsulin + Metformin (Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.)

ICD-Codes

Alle 80 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 26 Diagnosen anzeigen
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
  • Diabetes mellitus mit Komplikation
  • Diabetes mellitus mit Koma
  • Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Wolfram-Syndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
  • Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus
  • Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation
  • Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
  • Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
  • Diabetische Entgleisung
  • Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
  • Sekundärer Diabetes mellitus
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
  • Diabetes mellitus mit Hypoglykämie
  • Diabetes mellitus mit Augenkomplikation
  • Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
  • Insulinresistenz-Syndrom, Typ A
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um eine Neubewertung nach Fristablauf für den Wirkstoff Sitagliptin (Januvia/Xelevia) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen.

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden 5 Patientengruppen nach den Kriterien der glykämischen Kontrolle und der geeigneten Arzneimitteltherapie unterschieden.

Patientengruppe d)
Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät und Bewegung plus eine Zweifachtherapie mit einem Sulfonylharnstoff und Metformin den Blutzucker nicht ausreichend senken


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
Humaninsulin + Metformin. Hinweis: Therapie nur mit Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation nicht ausreichend wirksam oder unverträglich ist.

Der vorangegangene Beschluss ist wegen fehlender gesicherter Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie befristet worden. Aufgrund des chronischen Verlaufes der Diabetes mellitus Erkrankung und der erforderlichen Langzeitbehandlung der Patienten sind diese Langzeitdaten jedoch erforderlich.

Aufgrund der Dauer und Größe der Studie mit ca. 14.500 eingeschlossenen Patienten und der Erhebung von patientenrelevanten kardiovaskulären Endpunkten wird die Studie für die Nutzenbewertung als relevant für die Beantwortung der offenen Fragestellungen des Erstbeschlusses von Sitagliptin erachtet, auch vor dem Hintergrund, dass im Rahmen des Studiendesigns eine Einstellung der patientenindividuellen antidiabetischen Therapie anhand des HbA1c-Werts nach regionalen Leitlinien vorgesehen war.

Insgesamt resultieren aus der TECOS Studie keine belastbaren Unterschiede bzgl. der weiteren patientenrelevanten und insbesondere der kardiovaskulären Endpunkte. Zu „symptomatischen Hypoglykämien“ und „schweren Hypoglykämien“ wurden keine geeigneten Daten vorlegt. Hinsichtlich der Endpunkte „Retinopathien“ sowie „Hospitalisierung aufgrund von Hyperglykämie“ zeigen sich statistisch signifikante Ergebnisse zuungunsten von Sitagliptin, jedoch können beiden Endpunkte abschließend nicht bewertet werden kann. Des Weiteren bestehen Unsicherheiten, ob einerseits ein Teil der eingeschlossenen Patienten gemäß den deutschen Leitlinien keine antidiabetische (gemessen am HbA1c-Wert) Therapieintensivierung benötigt hätte und andererseits ein Teil der Patienten eine weitere Eskalation der antidiabetischen Therapie nach NVL erhielt und inwiefern dies mit den Ergebnissen zur Hospitalisierung aufgrund von Hyperglykämien zusammenhängt. Somit wirft die TECOS Studie weitere Fragestellungen in Bezug auf die Aussagesicherheit des Zusatznutzens von Sitagliptin auf.

In der Gesamtbetrachtung stellt der G-BA fest, dass für diese Patientengruppe ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt ist.

Beschlüsse zu Januvia (2)

  1. Dieser Beschluss

    • E11 Diabetes mellitus, Typ 2
    • E12 Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
    • +2 weitere
    Ist nicht belegt
    • E11 Diabetes mellitus, Typ 2
    • E12 Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
    • +2 weitere
    Gering

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026