Übersicht der Subpopulationen

2 Subpopulationen mit unterschiedlichem Ergebnis

  • Gering (a)
  • Geringerer Nutzen (b)
Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Erwachsene Patienten mit COPD ab einem mittleren Schweregrad (50 % <= FEV1 < 80 % Soll)GeringHinweisKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedPositiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
b)Erwachsene Patienten mit COPD bei darüberhinausgehenden Schweregraden (30 % ≤ FEV1 < 50 % Soll…Geringerer NutzenAnhaltspunktKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Spiolto Respimat ist indiziert als Bronchodilatator zur Dauerbehandlung, um bei erwachsenen Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) die Symptome zu lindern.

Subpopulation a)

GeringHinweis
↑ Zurück zur Übersicht
Erwachsene Patienten mit COPD ab einem mittleren Schweregrad (50 % <= FEV1 < 80 % Soll)

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Tiotropium:

Hinweis für einen geringen Zusatznutzen.
  • Beleg
  • Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
  • Anhaltspunkt
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteil bei Therapieabbrüchen wegen unerwünschter Ereignisse.

Aktiver Wirkstoff

Olodaterol/Tiotropium

Zweckmäßige Vergleichstherapie

langwirksame Beta-2-Sympathomimetika oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 >= 50 % und < 70 % des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 >= 70 % des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Spiolto Respimat mit der Wirkstoffkombination aus Tiotropium/Olodaterol lautet das hier bewertete Anwendungsgebiet:
„Spiolto Respimat ist indiziert als Bronchodilatator zur Dauerbehandlung, um bei erwachsenen Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) die Symptome zu lindern.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen nach dem Schweregrad der Erkrankung unterschieden.

Zu Patientengruppe a)
Erwachsene Patienten mit COPD ab einem mittleren Schweregrad (50 % ≤ FEV1 < 80% Soll)


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
„langwirksame Beta-2-Sympathomimetika oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen“.

Für den direkten Vergleich von Tiotropium/Olodaterol gegenüber Tiotropium wurden 2 doppelblinde, multizentrische, randomisierte kontrollierte Zulassungsstudien (TONADO 1 und TONADO 2) mit einer jeweiligen Studiendauer von 52 Wochen als Metaanalyse vorgelegt.

Für die Gesamtmortalität, die COPD-Symptomatik (TDI-Responder), moderate und schwere Exazerbationen, Gesundheitszustand (erhoben mit PGR (Patient’s Global Rating) oder EQ-5D-VAS (European Quality of Life 5-Dimensions mit visueller Analogskala)) und Gesundheitsbezogene Lebensqualität SGRQ(St. George’s Respiratory Questionnaire)-Responder sowie für die Gesamtrate schwerwiegender unerwünschte Ereignisse (SUE) ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.

In der Meta-Analyse der eingeschlossenen Studien zeigte sich nach 52 Wochen im Endpunkt Abbruch wegen UE ein statistisch signifikanter Vorteil von Tiotropium/Olodaterol gegenüber Tiotropium.

Die Aussagesicherheit wird in die Kategorie „Hinweis“ eingeordnet, da die Homogenität der 2 Studien nicht gezeigt wurde. Zudem stellt der pU die Ergebnisse aus den einzelnen Studien für die jeweiligen zu untersuchenden Subgruppen (z.B. Alter, Geschlecht, Ethnie, Region und COPD-Schweregrad) nicht dar und präsentiert nur Gesamtschätzer der Ergebnisse. Es kann daher nicht beurteilt werden, ob die Ergebnisse innerhalb der Subgruppen homogen sind.

In der Gesamtschau stellt der G-BA einen Hinweis für einen geringen Zusatznutzen fest.

Subpopulation b)

Geringerer NutzenAnhaltspunkt
↑ Zurück zur Übersicht
Erwachsene Patienten mit COPD bei darüberhinausgehenden Schweregraden (30 % ≤ FEV1 < 50 % Soll bzw. FEV1 <30 % oder respiratorische Insuffizienz) mit ≥ 2 Exazerbationen pro Jahr

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Tiotropium und zusätzlich ICS:

Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen.
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen: Nutzen des Arzneimittels ist geringer als der Nutzen der zweckmäßigen Vergleichstherapie

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätNegativer Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitNachteil für schwere Exazerbationen.
LebensqualitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.

Aktiver Wirkstoff

Olodaterol/Tiotropium

Zweckmäßige Vergleichstherapie

langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (LABA) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen und zusätzlich inhalative Corticosteroide (ICS)

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 >= 35 % und < 50 % des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 < 35 % des Sollwertes
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Spiolto Respimat mit der Wirkstoffkombination aus Tiotropium/Olodaterol lautet das hier bewertete Anwendungsgebiet:
„Spiolto Respimat ist indiziert als Bronchodilatator zur Dauerbehandlung, um bei erwachsenen Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) die Symptome zu lindern.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen nach dem Schweregrad der Erkrankung unterschieden.

Zu Patientengruppe b)
Erwachsene Patienten mit COPD bei darüberhinausgehenden Schweregraden (30 % ≤ FEV1 < 50 % Soll bzw. FEV1 <30 % oder respiratorische Insuffizienz) mit ≥ 2 Exazerbationen pro Jahr


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengruppe lautet:
„langwirksame Beta-2-Sympathomimetika oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen und zusätzlich inhalative Corticosteroide (ICS)“.

Für den direkten Vergleich von Tiotropium/Olodaterol gegenüber Tiotropium wurden 2 doppelblinde, multizentrische, randomisierte kontrollierte Zulassungsstudien (TONADO 1 und TONADO 2) mit einer jeweiligen Studiendauer von 52 Wochen als Metaanalyse vorgelegt.

Für die Ergebnisse der Endpunktkategorien Mortalität, Lebensqualität und Nebenwirkungen zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlingsarmen.

Für die COPD-Symptomatik schwere Exazerbationen traten dagegen unter der Behandlung mit Tiotropium/Olodaterol + ICS statistisch signifikant mehr schwere Exazerbationen auf als unter der Therapie mit Tiotropium + ICS.

In der Gesamtschau stellt der G-BA wegen der Verschlechterung von schwerwiegenden Symptomen einen Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen von Tiotropium/Olodaterol + ICS gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Tiotropium + ICS fest.

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026