Übersicht der Subpopulationen

2 Subpopulationen mit unterschiedlichem Ergebnis

  • Gering (a)
  • Ist nicht belegt (b)
Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Erwachsene Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren…GeringHinweisKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedNicht bewertbarPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
b)Erwachsene Patienten mit tiefen Venenthrombosen (TVT) und / oder Lungenembolien (LE)Ist nicht belegt–Kein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder…Gesamten Text anzeigen

Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) in der Anamnese. Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen.

Subpopulation a)

GeringHinweis
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Erwachsene Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) in der Anamnese

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Warfarin:

Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen
  • Beleg
  • Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
  • Anhaltspunkt
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteile im kombinierten Endpunkt "schwere Blutungen oder klinisch relevante nicht schwere Blutungen", im Endpunkt "klinisch relevante nicht schwere Blutungen" sowie im Endpunkt "schwere Blutungen"

Aktiver Wirkstoff

Edoxaban

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Vitamin-K-Antagonisten

ICD-Codes

Diagnosen

  • Vorhofflimmern
  • Persistierendes Vorhofflimmern
  • Paroxysmales Vorhofflimmern
  • Permanentes Vorhofflimmern
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe a) lautet:
„Vitamin-K-Antagonisten“

Für die Nutzenbewertung zieht der pharmazeutische Unternehmer die randomisierte, doppelblinde Studie ENGAGE-AF-TIMI 48 heran, in der Edoxaban gegenüber Warfarin verglichen wird.

Für den Endpunkt Gesamtüberleben liegt kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Edoxaban und Warfarin vor.

Für die Morbiditätsendpunkte systemische Embolien, Myokardinfarkt, transitorische ischämische Attacke, ischämische Schlaganfälle oder zur Behinderung führende Schlaganfälle liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede vor. Ein statistisch signifikanter Unterschied liegt zugunsten von Edoxaban für den Endpunkt hämorrhagische Schlaganfälle vor. Jedoch zeigt sich dieser Vorteil weder in der Gesamtrate der Schlaganfälle noch wirkt er sich auf die Gesamtmortalität aus.

Der Endpunkt gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem EQ-5D-3L erhoben. Verwertbare Daten zu diesem Endpunkt liegen nicht vor.

In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen traten bei den Gesamtraten der unerwünschten Ereignisse, schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse und der Therapieabbrüche wegen unerwünschter Ereignissen keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen auf.
Schwere Blutungen oder klinisch relevante nicht schwere Blutungen traten unter Edoxaban signifikant seltener auf als unter Warfarin. Die absoluten und relativen Größenordnungen der Effekte werden unter Berücksichtigung ihres Schweregrades gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie als eine moderate Verbesserung des patientenrelevanten Nutzens und damit als ein geringer Zusatznutzen bewertet.

Diese Verbesserungen gehen bei guter Einstellung der INR-Werte (International Normalized Ratio), wie sie für Deutschland regelhaft anzunehmen ist, jedoch zum Teil verloren. Die Ergebnisse können deshalb nur bedingt auf den deutschen Versorgungskontext übertragen werden.

Trotz der methodischen Güte und Größe der Studie verbleiben Unsicherheiten in der Aussagekraft, sodass ein Hinweis für einen geringen Zusatznutzen von Edoxaban gegenüber Warfarin festgestellt wird.

Subpopulation b)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit tiefen Venenthrombosen (TVT) und / oder Lungenembolien (LE)

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Warfarin:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.

Aktiver Wirkstoff

Edoxaban

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Vitamin-K-Antagonisten

ICD-Codes

Diagnosen

  • Thrombotische Venenentzündung
  • Lungenembolie
  • Beckenthrombose
  • Thrombose der Vena femoralis
  • Thrombose der tiefen Gefäße der oberen Extremität
  • Tiefe Venenthrombose
  • Massive Lungenembolie
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe b) lautet:
„Vitamin-K-Antagonisten“

Für die Nutzenbewertung von Edoxaban zieht der pharmazeutische Unternehmer die randomisierte, doppelblinde Phase III-Studie HOKUSAI-VTE heran, in der Edoxaban gegenüber Warfarin verglichen wird.

Für die Endpunktkategorien Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogenen Lebensqualität und Nebenwirkungen liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen vor.

In der Gesamtschau der Ergebnisse zeigen sich für Edoxaban im Vergleich zu Warfarin lediglich im kombinierten Endpunkt „schwere Blutungen oder klinisch relevante nicht schwere Blutungen“ und im Endpunkt „klinisch relevante nicht schwere Blutungen“ statistisch signifikante Effekte zugunsten von Edoxaban. Die Vermeidung dieser Nebenwirkungen wird jedoch hinsichtlich der Effektstärke im Ausmaß als nicht relevant bewertet. Unter Berücksichtigung des Schweregrades der Erkrankung und des therapeutischen Ziels wird der Zusatznutzen von Edoxaban als nicht belegt angesehen.

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026