Übersicht der Subpopulationen

2 Subpopulationen, alle: Ist nicht belegt

Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Akuttherapie von Patienten mit SchizophrenieIst nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbar
b)Rückfallprophylaxe bei Patienten mit SchizophrenieIst nicht belegt–Kein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedEs liegen keine Daten vorKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

  • Lurasidon (Latuda®) ist angezeigt zur Behandlung der Schizophrenie (ab 18 Jahren)
  • Lurasidon (Latuda) ist angezeigt zur Behandlung der Schizophrenie (ab 18 Jahren).

Subpopulation a)

Ist nicht belegt
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Akuttherapie von Patienten mit Schizophrenie

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:

Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Lurasidon

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon.

ICD-Codes

Diagnosen

  • Akute schizophrene Attacke
  • Akute schizophreniforme psychotische Störung
  • Akute paranoide Schizophrenie
  • Akute primäre Schizophrenie
  • Akute Hebephrenie
  • Akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie
  • Akute Katatonie
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des Wirkstoffes Lurasidon. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Lurasidon ist angezeigt zur Behandlung der Schizophrenie.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden folgende Patientengruppen unterschieden:
  1. Akuttherapie von Patienten mit Schizophrenie
  2. Rückfallprophylaxe bei Patienten mit Schizophrenie
Patientengruppe a)

Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe a) lautet:
„Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon“

Für die Nutzenbewertung von Lurasidon zieht der pharmazeutische Unternehmer 3 randomisierte, doppelblinde Studien (D1001002, D1050231, D1050233) heran, in der Lurasidon entweder gegenüber Risperidon oder Olanzapin oder Quetiapin verglichen wird.

Weder die Vergleichstherapie noch die Verumarme schöpfen in den 3 Studien das jeweils mögliche Spektrum der Dosisanpassung aus. Vor dem Hintergrunde der im Anwendungsgebiet Schizophrenie bekannten hohen Variabilität der Symptomatik und des patientenindividuellen Ansprechens auf die neuroleptische Behandlung, ist eine Beschränkung des Therapieschemas für die Akuttherapie der Schizophrenie nicht angemessen. Da bekannt ist, dass der Behandlungseffekt je nach Wahl der Dosierung, der Dosiseskalation oder fehlenden Titrationsmöglichkeit der eingesetzten Antipsychotika über- oder unterschätzt werden kann , sind die vom pharmazeutischen Unternehmer vorgelegten Studien nicht zum Nachweis eines Zusatznutzens geeignet.

In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Lurasidon gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt.

Subpopulation b)

Ist nicht belegt
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Rückfallprophylaxe bei Patienten mit Schizophrenie

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber Risperidon:

Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
LebensqualitätEs liegen keine Daten vorEs liegen keine Daten vor.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.

Aktiver Wirkstoff

Lurasidon

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon.

ICD-Codes

Alle 9 ICD-Codes anzeigen

Diagnosen

Alle 9 Diagnosen anzeigen
  • Zyklische Schizophrenie
  • Schizophrenie
  • Katatone Schizophrenie
  • Schizophrenia simplex
  • Chronische Schizophrenie a.n.k.
  • Hebephrene Schizophrenie
  • Schizophreniforme Psychose
  • Undifferenzierte Schizophrenie
  • Paranoide Schizophrenie
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des Wirkstoffes Lurasidon. Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet:
„Lurasidon ist angezeigt zur Behandlung der Schizophrenie.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden folgende Patientengruppen unterschieden:
  1. Akuttherapie von Patienten mit Schizophrenie
  2. Rückfallprophylaxe bei Patienten mit Schizophrenie
Patientengruppe b)

Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für die Patientengruppe b) lautet:
„Amisulprid oder Aripiprazol oder Olanzapin oder Paliperidon oder Quetiapin oder Risperidon oder Ziprasidon“

Für die Nutzenbewertung von Lurasidon zieht der pharmazeutische Unternehmer 2 randomisierte, doppelblinde Studien (D1050237, 1050234) heran, in der Lurasidon gegenüber Risperidon verglichen wird. Die Studie 1050234 ist aufgrund der unvollständigen Randomisierung nicht für die Nutzenbewertung geeignet. Die Studie D1050237 hat ein Verzerrungspotential, das eine ungenügende Dosisanpassung und eine unvollständige bzw. fehlende begleitende psychotherapeutische Betreuung umfasst. Sie ist trotz der geschilderten Verzerrungsaspekte für die Bewertung des Zusatznutzens von Lurasidon in der Vermeidung eines Rückfalls geeignet.

Für den Endpunkt Mortalität zeigt sich kein Unterschied im Vergleich zu Risperidon.

Für die Mortalitätsendpunkte Rückfallrate (kombinierter Endpunkt), Rehospitalisierung und Schizophreniesymptomatik liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede vor.

Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde in der bewerteten Studie nicht erhoben.

Bei den Nebenwirkungen stehen sich Vorteile und Nachteile von Lurasidon gegenüber; ein Zusatznutzen oder größerer Schaden von Lurasidon im Vergleich zu der zweckmäßigen Vergleichstherapie ist für die Nebenwirkungen nicht belegt

In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Lurasidon gegenüber Risperidon nicht belegt.

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026