↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Morbidität
↑↑Positiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
Lebensqualität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Benlysta ist indiziert als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit aktivem, Autoantikörper-positiven systemischen Lupuserythematodes (SLE), die trotz Standardtherapie eine hohe Krankheitsaktivität (z.B. positiver Test auf Anti-dsDNA-Antikörper und niedriges Komplement)…Gesamten Text anzeigen
Benlysta ist indiziert als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit aktivem, Autoantikörper-positiven systemischen Lupuserythematodes (SLE), die trotz Standardtherapie eine hohe Krankheitsaktivität (z.B. positiver Test auf Anti-dsDNA-Antikörper und niedriges Komplement) aufweisen.
Patientengruppe
Erwachsene Patienten mit aktivem, Autoantikörper-positivem systemischem Lupus erythematodes (SLE), die trotz Standardtherapie eine hohe Krankheitsaktivität aufweisen
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber einer optimierten Standardtherapie:
Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Beleg
Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
Anhaltspunkt
Erheblich
Beträchtlich: Bisher nicht erreichte deutliche Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Abschwächung schwerwiegender Symptome, moderate Verlängerung der Lebensdauer, spürbare Linderung der Erkrankung, relevante Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen oder bedeutsame Vermeidung anderer Nebenwirkungen
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Morbidität
↑↑Positiver Effekt bei hoher Aussagesicherheit
Vorteile in der Krankheitsaktivität und in der Reduktion von schweren Schüben.
Lebensqualität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Nebenwirkungen
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Aktiver Wirkstoff
Belimumab
Zweckmäßige Vergleichstherapie
optimierte Standardtherapie (Chloroquin/Hydroxychloroquin, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs), Glukokortikoide, Azathioprin, ggf. Cyclophosphamid) unter Berücksichtigung der zugelassenen Dosierungen und des jeweiligen Zulassungsstatus der Wirkstoffe.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Benlysta“ mit dem Wirkstoff Belimumab.
Das hier bewertete Anwendungsgebiet lautet: „Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit aktivem, Autoantikörper-positiven systemischen Lupus erythematodes (SLE), die trotz Standardtherapie eine hohe Krankheitsaktivität (z.B. positiver Test auf Anti-dsDNA-Antikörper und niedriges Komplement) aufweisen“.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine optimierte Standardtherapie unter Berücksichtigung der zugelassenen Dosierungen und des jeweiligen Zulassungsstatus der Wirkstoffe bestimmt.
Für die Nutzenbewertung werden die Zulassungsstudien BLISS-52 und BLISS-76 und eine metaanalytische Zusammenfassung herangezogen. Die in der jeweiligen Kontrollgruppe verwendete Standardtherapie bildet dabei die zweckmäßige Vergleichstherapie adäquat ab. Ergänzend wird die Studie LBSL02 berücksichtigt.
Im kombinierten Endpunkt aus SELENA-SLEDAI-Score, BILAG-Index und „Physician Global Assessment“, sowie teilweise in den Einzelkomponenten zeigen sich statistisch signifikante Vorteile für Belimumab in den BLISS-Studien. Auch in der Vermeidung schwerer Schübe (erhoben mittel SFI) liegt ein statistisch signifikanter Vorteil vor. In den Endpunkten Fatigue und Reduktion der Glukokortikoid-Dosis liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede vor.
In der gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie in den Nebenwirkungen zeigen sich keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
In der Gesamtschau aller Endpunkte wird das Ausmaß des Zusatznutzens als beträchtlich quantifiziert.
Unsicherheiten bestehen aufgrund der nicht abschließend bewertbaren Nachhaltigkeit des Effektes im o.g. kombinierten Endpunkt und aufgrund unterschiedlicher Effektstärken in den verschiedenen Studien. Die Aussagesicherheit wird daher als Hinweis eingestuft.
Insgesamt wird ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen von Belimumab gegenüber optimierter Standardtherapie festgestellt.