Patientinnen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen assoziiert mit der Menopause, die für eine Hormonersatztherapie in Frage kommen und sich nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung für eine Hormonersatztherapie entschieden haben
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Elinzanetant gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Morbidität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Lebensqualität
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Nebenwirkungen
ØEs liegen keine Daten vor
Es liegen keine Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Elinzanetant
Zweckmäßige Vergleichstherapie
- Individualisierte Therapie unter Auswahl von
o Estrogenen
o Estrogen/Gestagen-Kombinationen
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Lynkuet“ mit dem Wirkstoff Elinzanetant. Elinzanetant ist zugelassen zur Behandlung von moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen (VMS), die mit der Menopause assoziiert sind.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen nach dem Infragekommen für eine Hormonersatztherapie unterschieden.
a) Patientinnen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen assoziiert mit der Menopause, die für eine Hormonersatztherapie in Frage kommen und sich nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung für eine Hormonersatztherapie entschieden haben
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom GBA eine individualisierte Therapie unter Auswahl von Estrogenen und Estrogen/Gestagen-Kombinationen bestimmt.
Für Patientinnen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen assoziiert mit der Menopause, die für eine Hormonersatztherapie in Frage kommen und sich nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung für eine Hormonersatztherapie entschieden haben, liegen keine Daten zur Bewertung des Zusatznutzens von Elinzanetant gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie vor. Ein Zusatznutzen ist somit nicht belegt.
Patientinnen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen assoziiert mit der Menopause, die für eine Hormonersatztherapie nicht in Frage kommen oder die sich nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung gegen eine Hormonersatztherapie entschieden haben
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Elinzanetant gegenüber beobachtendem Abwarten:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Es traten keine Todesfälle auf.
Morbidität
↑Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Vorteil in der Reduktion moderater und schwerer vasomotorischer Symptome.
Lebensqualität
↔Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
Nebenwirkungen
↓Negativer Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
Nachteil bei Abbrüchen wegen unerwünschten Ereignissen.
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Lynkuet“ mit dem Wirkstoff Elinzanetant. Elinzanetant ist zugelassen zur Behandlung von moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen (VMS), die mit der Menopause assoziiert sind.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen nach dem Infragekommen für eine Hormonersatztherapie unterschieden.
b) Patientinnen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen assoziiert mit der Menopause, die für eine Hormonersatztherapie nicht in Frage kommen oder die sich nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung gegen eine Hormonersatztherapie entschieden haben
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom GBA beobachtendes Abwarten bestimmt.
Für die Nutzenbewertung werden die Daten der 52-wöchigen, randomisiert kontrollierten Studie OASIS-3 für die Teilpopulation der Studienteilnehmenden herangezogen, die nicht für eine Hormonersatztherapie in Frage kommen (modifizierte Intention-to-Treat-Population).
Im Rahmen der Studie traten keine Todesfälle auf. In der Kategorie Morbidität zeigt sich für den Endpunkt „vasomotorische Symptome“, operationalisiert als Änderung der täglichen Anzahl moderater oder schwerer vasomotorischer Symptome, ein statistisch signifikanter Vorteil von Elinzanetant gegenüber Placebo. Für den Endpunkt „Schlafqualität“ sowie für die Domäne „vasomotorische Symptome“ des Menopause-spezifischen Lebensqualitätsfragebogens MENQOL in der Kategorie gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigt sich jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Elinzanetant, wobei sich nicht ableiten lässt, dass der Effekt klinisch relevant ist. Für die weiteren Domänen des MENQOL ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.
In der Kategorie Nebenwirkungen zeigt sich im Endpunkt „schwerwiegende unerwünschte Ereignisse“ kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen. Für den Endpunkt „Abbruch wegen unerwünschter Ereignisse“ liegt ein statistisch signifikanter Nachteil von Elinzanetant gegenüber Placebo vor.
Insgesamt ergibt sich für Elinzanetant ein Vorteil im Endpunkt „vasomotorische Symptome“. Diesem steht ein Nachteil im Endpunkt „Therapieabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse“ gegenüber. Des Weiteren spiegelt sich der Vorteil in der Symptomatik nicht in der Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität wider. In der Gesamtabwägung stellt der GBA daher keinen Zusatznutzen gegenüber beobachtendem Abwarten fest.
Ein Zusatznutzen von Elinzanetant ist somit nicht belegt.