Tryngolza
Olezarsen
ATC-Gruppe C10AX Andere Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen
Ergebnis auf einen Blick
Zusatznutzen
GeringAussagesicherheit
Hinweis
- Mortalität
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
- Morbidität
- Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit
- Lebensqualität
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
- Nebenwirkungen
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
- ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
- ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- n.b.: nicht bewertbar
- Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Olezarsen wird angewendet bei erwachsenen Patienten ergänzend zu einer Diät zur Behandlung des genetisch bestätigten familiären Chylomikronämie-Syndroms (FCS).
Patientengruppe
Erwachsene mit genetisch bestätigtem familiärem Chylomikronämie-Syndrom (FCS)
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Olezarsen:
Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen.
Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen.
- Beleg
- Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
- Anhaltspunkt
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
- Nicht quantifizierbar
- Ist nicht belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Es traten keine Todesfälle auf. |
|---|---|---|
| Morbidität | Positiver Effekt bei niedriger oder unklarer Aussagesicherheit | Vorteil im Endpunkt „bestätigte akute Pankreatitis“. |
| Lebensqualität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
Aktiver Wirkstoff
Olezarsen
Zweckmäßige Vergleichstherapie
k. A.
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Tryngolza mit dem Wirkstoff Olezarsen. Tryngolza wurde als Orphan Drug zugelassen und ist ergänzend zu einer Diät indiziert zur Behandlung des genetisch bestätigten familiären Chylomikronämie-Syndroms bei Erwachsenen.
Die vorliegende Bewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studie Balance vor, in der die subkutane Gabe von Olezarsen gegenüber Placebo bei Erwachsenen mit FCS über einen Zeitraum von 12 Monaten untersucht wurde.
In der Studie traten keine Todesfälle auf.
In der Endpunktkategorie Morbidität zeigt sich bei dem Endpunkt „bestätigte akute Pankreatitis“ ein statistisch signifikanter Vorteil unter Olezarsen im Vergleich zu Placebo. Für den Endpunkt Gesamthospitalisierung und bei der Symptomatik zeigen sich zu Monat 12 jeweils keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Bei dem primären Endpunkt „Veränderung der prozentualen Nüchtern-Triglyzeridwerte“ handelt es sich um einen klinisch relevanten Parameter, der zur Diagnose und zur Therapiesteuerung im vorliegenden Anwendungsgebiet herangezogen wird. Es zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Olezarsen gegenüber Placebo nach einer Behandlungsdauer von 12 Monaten.
Für die Endpunktkategorie der gesundheitsbezogenen Lebensqualität ergaben sich jeweils keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Für die Endpunktkategorie der Nebenwirkungen kann vorliegend nicht ausgeschlossen werden, dass neben Pankreatitis-Ereignissen noch weitere mögliche Ereignisse der Grunderkrankung in den Auswertungen erfasst wurden. Bei den schweren UE (ohne Pankreatitis-Ereignisse) zeigt sich ein statistisch signifikant geringerer Schaden unter Olezarsen im Vergleich zu Placebo. Hinsichtlich der Endpunkte schwerwiegende UE und Therapieabbrüche wegen UE zeigen sich jeweils keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Insgesamt ergeben sich unter Berücksichtigung aller Endpunkte in der Kategorie Nebenwirkungen keine relevanten Unterschiede für die Nutzenbewertung.
Das Verzerrungspotential der Studie Balance wird insbesondere aufgrund des gestaffelten Vorgehens bei der Randomisierung in Verbindung mit einer geringen Studienpopulation als unklar eingeschätzt. Darüber hinaus verbleiben Unsicherheiten bzgl. der Umsetzung der fettarmen Diät in der Studie Balance.
In der Gesamtschau wird für Olezarsen zur Behandlung von Erwachsenen mit genetisch bestätigtem familiärem Chylomikronämie-Syndrom (FCS) auf Basis des gezeigten Vorteils im Endpunkt „bestätigte akute Pankreatitis“ ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen festgestellt.
Die vorliegende Bewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studie Balance vor, in der die subkutane Gabe von Olezarsen gegenüber Placebo bei Erwachsenen mit FCS über einen Zeitraum von 12 Monaten untersucht wurde.
In der Studie traten keine Todesfälle auf.
In der Endpunktkategorie Morbidität zeigt sich bei dem Endpunkt „bestätigte akute Pankreatitis“ ein statistisch signifikanter Vorteil unter Olezarsen im Vergleich zu Placebo. Für den Endpunkt Gesamthospitalisierung und bei der Symptomatik zeigen sich zu Monat 12 jeweils keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Bei dem primären Endpunkt „Veränderung der prozentualen Nüchtern-Triglyzeridwerte“ handelt es sich um einen klinisch relevanten Parameter, der zur Diagnose und zur Therapiesteuerung im vorliegenden Anwendungsgebiet herangezogen wird. Es zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Olezarsen gegenüber Placebo nach einer Behandlungsdauer von 12 Monaten.
Für die Endpunktkategorie der gesundheitsbezogenen Lebensqualität ergaben sich jeweils keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
Für die Endpunktkategorie der Nebenwirkungen kann vorliegend nicht ausgeschlossen werden, dass neben Pankreatitis-Ereignissen noch weitere mögliche Ereignisse der Grunderkrankung in den Auswertungen erfasst wurden. Bei den schweren UE (ohne Pankreatitis-Ereignisse) zeigt sich ein statistisch signifikant geringerer Schaden unter Olezarsen im Vergleich zu Placebo. Hinsichtlich der Endpunkte schwerwiegende UE und Therapieabbrüche wegen UE zeigen sich jeweils keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Insgesamt ergeben sich unter Berücksichtigung aller Endpunkte in der Kategorie Nebenwirkungen keine relevanten Unterschiede für die Nutzenbewertung.
Das Verzerrungspotential der Studie Balance wird insbesondere aufgrund des gestaffelten Vorgehens bei der Randomisierung in Verbindung mit einer geringen Studienpopulation als unklar eingeschätzt. Darüber hinaus verbleiben Unsicherheiten bzgl. der Umsetzung der fettarmen Diät in der Studie Balance.
In der Gesamtschau wird für Olezarsen zur Behandlung von Erwachsenen mit genetisch bestätigtem familiärem Chylomikronämie-Syndrom (FCS) auf Basis des gezeigten Vorteils im Endpunkt „bestätigte akute Pankreatitis“ ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen festgestellt.
Datenstand: 29.10.2026