Sephience
Sepiapterin
ATC-Gruppe A16AX Sonstige Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel
Ergebnis auf einen Blick
Zusatznutzen
Nicht quantifizierbarAussagesicherheit
Anhaltspunkt
- Mortalität
- Nicht bewertbar
- Morbidität
- Nicht bewertbar
- Lebensqualität
- Es liegen keine Daten vor
- Nebenwirkungen
- Nicht bewertbar
So lesen Sie die Symbole
- ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
- ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- n.b.: nicht bewertbar
- Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Sephience wird angewendet für die Behandlung von Hyperphenylalaninämie (HPA) bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Phenylketonurie (PKU)
Patientengruppe
Erwachsene und pädiatrische Personen mit Phenylketonurie-assoziierter Hyperphenylalaninämie (HPA)
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Sepiapterin:
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
- Beleg
- Hinweis
- Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
- Ist nicht belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Nicht bewertbar | Es liegen keine bewertbaren Daten vor. |
|---|---|---|
| Morbidität | Nicht bewertbar | Es liegen keine bewertbaren Daten vor. |
| Lebensqualität | Es liegen keine Daten vor | Es liegen keine Daten vor. |
| Nebenwirkungen | Nicht bewertbar | Es liegen keine bewertbaren Daten vor. |
Aktiver Wirkstoff
Sepiapterin
Zweckmäßige Vergleichstherapie
k. A.
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Sephience mit dem Wirkstoff Sepiapterin.
Sephience wurde als Orphan Drug zur Behandlung von Hyperphenylalaninämie (HPA) bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Phenylketonurie (PKU) zugelassen.
Die Bewertung basiert auf den Ergebnissen der Studie APHENITY und der Studie AMPLIPHY. Beide Studien setzen sich jeweils aus zwei Studienabschnitten zusammen, wobei für die vorliegende Nutzenbewertung jeweils die Ergebnisse der vergleichenden Studienabschnitte 2 (RCT) herangezogen werden. In Studienabschnitt 1 wurden die Studienteilnehmenden auf ein Ansprechen auf Sepiapterin untersucht, um ausschließlich Responder in Studienabschnitt 2 aufzunehmen.
Bei der Studie APHENITY erfolgte ein Vergleich von Sepiapterin gegenüber Placebo über einen Zeitraum von 6 Wochen. Bei der Studie AMPLIPHY handelt es sich bei dem Studienabschnitt 2 um eine aktiv kontrollierte, offene, Cross-over Studienphase, in der Sepiapterin gegenüber Sapropterin verglichen wird (4 Wochen pro Sequenz).
Es liegen Ergebnisse zu Mortalität und Nebenwirkungen vor. Im Rahmen beider Studien wurde zudem der Endpunkt Phenylalanin-Konzentration im Blut erhoben.
Bei der Bewertung der vorliegenden Studiendaten wird es als kritisch erachtet, dass ausschließlich jene Patientinnen und Patienten untersucht wurden, die bereits ein Ansprechen auf eine Behandlung mit dem Wirkstoff Sepiapterin gezeigt haben. Aufgrund dieser Einschränkung des Studienkollektivs auf Sepiapterin-Responder wird die Ergebnissicherheit erheblich eingeschränkt. Darüber hinaus ergeben sich Limitationen durch die kurzen Beobachtungszeiträume der vergleichenden Studienphasen mit 6 Wochen, wovon nur 2 Wochen Sepiapterin zulassungskonform dosiert wurde, (APHENITY) bzw. 4 Wochen (AMPLIPHY).
Für den Endpunkt Phenylalanin-Konzentration im Blut zeigt sich sowohl im Vergleich zu Placebo (APHENITY) als auch im Vergleich zu Sapropterin (AMPLIPHY) jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Sepiapterin. Der Laborparameter hat eine klinische Relevanz bei der Diagnose und Verlaufskontrolle der Erkrankung, die darüber hinaus gehende Bedeutung einer bestimmten Veränderung der Phenylalanin-Konzentration im Blut auf die patientenindividuell ausgeprägte Symptomatik ist jedoch unklar.
Insgesamt sind die vorliegenden Daten aufgrund der genannten Limitationen nicht bewertbar und daher nicht geeignet, das Ausmaß des Zusatznutzens zu quantifizieren. Der G-BA stuft somit das Ausmaß des Zusatznutzens von Sepiapterin zur Behandlung von Erwachsenen und pädiatrischen Personen mit Phenylketonurie-assoziierter Hyperphenylalaninämie als nicht quantifizierbar ein, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt. Für die Aussagekraft der Nachweise ergibt sich ein „Anhaltspunkt“.
Sephience wurde als Orphan Drug zur Behandlung von Hyperphenylalaninämie (HPA) bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Phenylketonurie (PKU) zugelassen.
Die Bewertung basiert auf den Ergebnissen der Studie APHENITY und der Studie AMPLIPHY. Beide Studien setzen sich jeweils aus zwei Studienabschnitten zusammen, wobei für die vorliegende Nutzenbewertung jeweils die Ergebnisse der vergleichenden Studienabschnitte 2 (RCT) herangezogen werden. In Studienabschnitt 1 wurden die Studienteilnehmenden auf ein Ansprechen auf Sepiapterin untersucht, um ausschließlich Responder in Studienabschnitt 2 aufzunehmen.
Bei der Studie APHENITY erfolgte ein Vergleich von Sepiapterin gegenüber Placebo über einen Zeitraum von 6 Wochen. Bei der Studie AMPLIPHY handelt es sich bei dem Studienabschnitt 2 um eine aktiv kontrollierte, offene, Cross-over Studienphase, in der Sepiapterin gegenüber Sapropterin verglichen wird (4 Wochen pro Sequenz).
Es liegen Ergebnisse zu Mortalität und Nebenwirkungen vor. Im Rahmen beider Studien wurde zudem der Endpunkt Phenylalanin-Konzentration im Blut erhoben.
Bei der Bewertung der vorliegenden Studiendaten wird es als kritisch erachtet, dass ausschließlich jene Patientinnen und Patienten untersucht wurden, die bereits ein Ansprechen auf eine Behandlung mit dem Wirkstoff Sepiapterin gezeigt haben. Aufgrund dieser Einschränkung des Studienkollektivs auf Sepiapterin-Responder wird die Ergebnissicherheit erheblich eingeschränkt. Darüber hinaus ergeben sich Limitationen durch die kurzen Beobachtungszeiträume der vergleichenden Studienphasen mit 6 Wochen, wovon nur 2 Wochen Sepiapterin zulassungskonform dosiert wurde, (APHENITY) bzw. 4 Wochen (AMPLIPHY).
Für den Endpunkt Phenylalanin-Konzentration im Blut zeigt sich sowohl im Vergleich zu Placebo (APHENITY) als auch im Vergleich zu Sapropterin (AMPLIPHY) jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Sepiapterin. Der Laborparameter hat eine klinische Relevanz bei der Diagnose und Verlaufskontrolle der Erkrankung, die darüber hinaus gehende Bedeutung einer bestimmten Veränderung der Phenylalanin-Konzentration im Blut auf die patientenindividuell ausgeprägte Symptomatik ist jedoch unklar.
Insgesamt sind die vorliegenden Daten aufgrund der genannten Limitationen nicht bewertbar und daher nicht geeignet, das Ausmaß des Zusatznutzens zu quantifizieren. Der G-BA stuft somit das Ausmaß des Zusatznutzens von Sepiapterin zur Behandlung von Erwachsenen und pädiatrischen Personen mit Phenylketonurie-assoziierter Hyperphenylalaninämie als nicht quantifizierbar ein, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt. Für die Aussagekraft der Nachweise ergibt sich ein „Anhaltspunkt“.
Datenstand: 29.10.2026