Dawnzera
Donidalorsen
ATC group B06AC Mittel zur Behandlung des Hereditären Angioödems
Result at a glance
Added benefit
MinorCertainty of evidence
Hint
- Mortality
- No statistically significant or relevant difference
- Morbidity
- Positive effect with low or unclear certainty of evidence
- Quality of life
- No statistically significant or relevant difference
- Adverse effects
- No statistically significant or relevant difference
How to read the symbols
- ↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- ↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↔ no statistically significant or relevant difference
- ↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- n.a.: not assessable
- Ø No data are available
Therapeutic indication
Dawnzera wird angewendet zur routinemäßigen Vorbeugung von wiederkehrenden Attacken des hereditären Angioödems (hereditary angioedema, HAE) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren.
Patient group
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit wiederkehrenden Attacken des hereditären Angioödems mit Indikation der routinemäßigen Prophylaxe
Added benefit
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Donidalorsen gegenüber Berotralstat:
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
- Proof
- Indication
- Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
- Major
- Considerable
- Minor: Previously unattained moderate improvement in treatment-relevant benefit that is more than marginal: reduction of non-serious symptoms, relevant avoidance of adverse effects
- Non-quantifiable
- Not proven
- Lesser benefit
Endpoint overview
| Mortality | No statistically significant or relevant difference | Es traten keine Todesfälle auf. |
|---|---|---|
| Morbidity | Positive effect with low or unclear certainty of evidence | Vorteil in der monatlichen Rate der HAE-Attacken. |
| Quality of life | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
| Adverse effects | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
Active substance
Donidalorsen
Appropriate comparator therapy
Eine Routine-Prophylaxe mit C1-Esterase-Inhibitor oder Lanadelumab oder Berotralstat
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Dawnzera mit dem Wirkstoff Donidalorsen, zugelassen zur Anwendung in der routinemäßigen Vorbeugung wiederkehrender Attacken des hereditären Angioödems bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine Routine-Prophylaxe mit einem C1-Esterase-Inhibitor oder Lanadelumab oder Berotralstat bestimmt.
Mangels direkt vergleichender Studien gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie hat der pharmazeutische Unternehmer einen adjustierten indirekten Vergleich von Donidalorsen gegenüber Berotralstat über den Brückenkomparator Placebo vorgelegt. Die für Donidalorsen herangezogene Studie OASIS-HAE ist den Studien APeX-2 und APeX-J für Berotralstat hinreichend ähnlich, so dass der adjustierte indirekte Vergleich als geeignet für die Nutzenbewertung angesehen und herangezogen wird.
Es wurden ausschließlich Patientinnen und Patienten mit HAE Typ I und Typ II untersucht. Demnach lassen sich keine Aussagen zum Zusatznutzen bei Patientinnen und Patienten mit HAE Typ III ableiten.
In den Studien traten keine Todesfälle auf.
In der Kategorie Morbidität ergibt sich für den Endpunkt „HAE-Attacken“, operationalisiert als „monatliche Rate der HAE-Attacken“, ein statistisch signifikanter Vorteil von Donidalorsen gegenüber Berotralstat. Für die weitere Operationalisierung „Attackenfreiheit“, ebenso wie für die Endpunkte „Aktivitätsbeeinträchtigung“ (erhoben mittels WPAI) und „Gesundheitszustand“ (erhoben mittels EQ-5D VAS) zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede.
In der Kategorie gesundheitsbezogene Lebensqualität, erhoben mittels des krankheitsspezifischen Angioedema-Quality-of-Life (AE-QoL) Fragebogens, ergibt sich im adjustierten indirekten Vergleich kein klinisch relevanter Unterschied zwischen Donidalorsen und Berotralstat.
In der Kategorie Nebenwirkungen zeigen sich im adjustierten indirekten Vergleich für die Endpunkte SUE und Abbruch wegen UE keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Donidalorsen und Berotralstat.
Für Donidalorsen wird ein Vorteil in der Reduktion der monatlichen Rate der HAE-Attacken festgestellt. Es liegen keine Vorteile in weiteren Morbiditätsendpunkten, wie dem allgemeinen Gesundheitszustand oder der gesundheitsbezogenen Lebensqualität vor. In der Gesamtschau wird das Ausmaß des Zusatznutzens als gering eingestuft.
Da die Ergebnisse auf einem adjustierten indirekten Vergleich beruhen, ist die Aussagesicherheit insgesamt eingeschränkt. Es ergibt sich ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine Routine-Prophylaxe mit einem C1-Esterase-Inhibitor oder Lanadelumab oder Berotralstat bestimmt.
Mangels direkt vergleichender Studien gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie hat der pharmazeutische Unternehmer einen adjustierten indirekten Vergleich von Donidalorsen gegenüber Berotralstat über den Brückenkomparator Placebo vorgelegt. Die für Donidalorsen herangezogene Studie OASIS-HAE ist den Studien APeX-2 und APeX-J für Berotralstat hinreichend ähnlich, so dass der adjustierte indirekte Vergleich als geeignet für die Nutzenbewertung angesehen und herangezogen wird.
Es wurden ausschließlich Patientinnen und Patienten mit HAE Typ I und Typ II untersucht. Demnach lassen sich keine Aussagen zum Zusatznutzen bei Patientinnen und Patienten mit HAE Typ III ableiten.
In den Studien traten keine Todesfälle auf.
In der Kategorie Morbidität ergibt sich für den Endpunkt „HAE-Attacken“, operationalisiert als „monatliche Rate der HAE-Attacken“, ein statistisch signifikanter Vorteil von Donidalorsen gegenüber Berotralstat. Für die weitere Operationalisierung „Attackenfreiheit“, ebenso wie für die Endpunkte „Aktivitätsbeeinträchtigung“ (erhoben mittels WPAI) und „Gesundheitszustand“ (erhoben mittels EQ-5D VAS) zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede.
In der Kategorie gesundheitsbezogene Lebensqualität, erhoben mittels des krankheitsspezifischen Angioedema-Quality-of-Life (AE-QoL) Fragebogens, ergibt sich im adjustierten indirekten Vergleich kein klinisch relevanter Unterschied zwischen Donidalorsen und Berotralstat.
In der Kategorie Nebenwirkungen zeigen sich im adjustierten indirekten Vergleich für die Endpunkte SUE und Abbruch wegen UE keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Donidalorsen und Berotralstat.
Für Donidalorsen wird ein Vorteil in der Reduktion der monatlichen Rate der HAE-Attacken festgestellt. Es liegen keine Vorteile in weiteren Morbiditätsendpunkten, wie dem allgemeinen Gesundheitszustand oder der gesundheitsbezogenen Lebensqualität vor. In der Gesamtschau wird das Ausmaß des Zusatznutzens als gering eingestuft.
Da die Ergebnisse auf einem adjustierten indirekten Vergleich beruhen, ist die Aussagesicherheit insgesamt eingeschränkt. Es ergibt sich ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.
Data status: 2026-10-29