Rystiggo
Rozanolixizumab
Subpopulation overview
2 subpopulations with differing results
- Considerable (a)
- Non-quantifiable (b)
| Subpopulation overview | Patient groups | Added benefit | Certainty of evidence | Mortality | Morbidity | Quality of life | Adverse effects |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| a) | Erwachsene mit Anti-AChR-Antikörper-positiver generalisierter Myasthenia gravis, die für eine… | Considerable | Hint | No statistically significant or relevant difference | Positive effect with low or unclear certainty of evidence | Positive effect with low or unclear certainty of evidence | No statistically significant or relevant difference |
| b) | Erwachsene mit Anti-MuSK-Antikörper-positiver generalisierter Myasthenia gravis, die für eine… | Non-quantifiable | Hint | No statistically significant or relevant difference | No statistically significant or relevant difference | No statistically significant or relevant difference | No statistically significant or relevant difference |
How to read the symbols
- ↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- ↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↔ no statistically significant or relevant difference
- ↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- n.a.: not assessable
- Ø No data are available
Therapeutic indication
Rystiggo wird angewendet als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie von generalisierter Myasthenia gravis (gMG) bei erwachsenen Patienten, die Antikörper-positiv bezüglich Anti-AChR (Acetylcholin-Rezeptor)- oder Anti-MuSK (Muskelspezifische Tyrosinkinase) sind.
Subpopulation a)
ConsiderableHint
↑ Back to overviewErwachsene mit Anti-AChR-Antikörper-positiver generalisierter Myasthenia gravis, die für eine Zusatzbehandlung zu einer Standardbehandlung in Frage kommen
Added benefit
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Rozanolixizumab als Zusatztherapie:
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen
- Proof
- Indication
- Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
- Major
- Considerable: Previously unattained, marked improvement in treatment-relevant benefit: reduction of serious symptoms, moderate extension of survival, noticeable relief of the disease, relevant avoidance of serious adverse effects or significant avoidance of other adverse effects
- Minor
- Non-quantifiable
- Not proven
- Lesser benefit
Endpoint overview
| Mortality | No statistically significant or relevant difference | Es traten keine Todesfälle auf. |
|---|---|---|
| Morbidity | Positive effect with low or unclear certainty of evidence | Vorteile in der krankheitsspezifischen Symptomatik. |
| Quality of life | Positive effect with low or unclear certainty of evidence | Vorteil im Myasthenia Gravis Quality of Life 15-Item Scale Score |
| Adverse effects | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
Active substance
Rozanolixizumab
Appropriate comparator therapy
N/A
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Rystiggo“ mit dem Wirkstoff „Rozanolixizumab“. Rozanolixizumab wird angewendet als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie von generalisierter Myasthenia gravis (gMG) bei erwachsenen Patientinnen und Patienten, die Antikörper-positiv bezüglich Anti-AChR (Acetylcholin-Rezeptor)- oder Anti-MuSK (Muskelspezifische Tyrosinkinase) sind. Rystiggo wurde als Orphan Drug zugelassen.
Für die Nutzenbewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die doppelblinde, randomisierte Phase-III-Studie MG0003 vor, in der Rozanolixizumab gegenüber Placebo zusätzlich zur Standardtherapie bei Erwachsenen mit Anti-AChR- und Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG über einen 6-wöchigen Behandlungszyklus und einer 8-wöchigen Nachbeobachtungsphase verglichen wurde.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen entsprechend des Antikörperstatus unterschieden: a) mit Anti-AChR-Antikörper-positiver und b) mit Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG.
Patientengruppe a) Erwachsene mit Anti-AChR-Antikörper-positiver gMG, die für eine Zusatzbehandlung zu einer Standardbehandlung in Frage kommen
Für die Patientengruppe a) wurden nur Daten für die Gesamtpopulation vorgelegt. Auswertungen, in der nur die Personen mit AChR-positivem Antikörperstatus berücksichtigt werden, wurden nicht durchgeführt. In der Endpunktkategorie Mortalität traten keine Todesfälle auf.
In der Kategorie Morbidität zeigen sich Vorteile für Rozanolixizumab gegenüber Placebo in der krankheitsspezifischen Symptomatik, das heißt im MG-ADL sowie in den Domänen „Muskelschwäche/Muskelmüdigkeit“, „Okulare Symptome“ und „Bulbäre Symptome“ des MG Symptoms PRO in den Responderanalysen zu Tag 43. Aus der Domäne „Physische Müdigkeit“ sowie dem EQ-5D VAS lassen sich weder Vor- noch Nachteile von Rozanolixizumab gegenüber Placebo zum Behandlungsende an Tag 43 ableiten. Zur Domäne „Respiratorische Symptome“ des MG Symptoms PRO liegen keine bewertbaren Daten vor.
Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität ergibt sich auf Basis des MG-QoL15r ein Vorteil für Rozanolixizumab gegenüber Placebo zum Ende des 6-wöchigen Behandlungszyklus.
Hinsichtlich der Nebenwirkungen lässt sich für Rozanolixizumab weder ein Vor- noch ein Nachteil gegenüber Placebo über einen Zeitraum von 14 Wochen feststellen.
Unsicherheiten bestehen insbesondere dadurch, dass keine Daten vorliegen, in denen ausschließlich die zu bewertende Teilpopulation einbezogen wurde. Darüber hinaus sind aufgrund der kurzen Behandlungs- und Nachbeobachtungsdauer – auch unter Berücksichtigung des fluktuierenden Verlaufs der Erkrankung – keine Aussagen zu längerfristigen Effekten möglich.
In der Gesamtschau ergibt sich für die Patientengruppe a) ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Für die Nutzenbewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die doppelblinde, randomisierte Phase-III-Studie MG0003 vor, in der Rozanolixizumab gegenüber Placebo zusätzlich zur Standardtherapie bei Erwachsenen mit Anti-AChR- und Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG über einen 6-wöchigen Behandlungszyklus und einer 8-wöchigen Nachbeobachtungsphase verglichen wurde.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen entsprechend des Antikörperstatus unterschieden: a) mit Anti-AChR-Antikörper-positiver und b) mit Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG.
Patientengruppe a) Erwachsene mit Anti-AChR-Antikörper-positiver gMG, die für eine Zusatzbehandlung zu einer Standardbehandlung in Frage kommen
Für die Patientengruppe a) wurden nur Daten für die Gesamtpopulation vorgelegt. Auswertungen, in der nur die Personen mit AChR-positivem Antikörperstatus berücksichtigt werden, wurden nicht durchgeführt. In der Endpunktkategorie Mortalität traten keine Todesfälle auf.
In der Kategorie Morbidität zeigen sich Vorteile für Rozanolixizumab gegenüber Placebo in der krankheitsspezifischen Symptomatik, das heißt im MG-ADL sowie in den Domänen „Muskelschwäche/Muskelmüdigkeit“, „Okulare Symptome“ und „Bulbäre Symptome“ des MG Symptoms PRO in den Responderanalysen zu Tag 43. Aus der Domäne „Physische Müdigkeit“ sowie dem EQ-5D VAS lassen sich weder Vor- noch Nachteile von Rozanolixizumab gegenüber Placebo zum Behandlungsende an Tag 43 ableiten. Zur Domäne „Respiratorische Symptome“ des MG Symptoms PRO liegen keine bewertbaren Daten vor.
Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität ergibt sich auf Basis des MG-QoL15r ein Vorteil für Rozanolixizumab gegenüber Placebo zum Ende des 6-wöchigen Behandlungszyklus.
Hinsichtlich der Nebenwirkungen lässt sich für Rozanolixizumab weder ein Vor- noch ein Nachteil gegenüber Placebo über einen Zeitraum von 14 Wochen feststellen.
Unsicherheiten bestehen insbesondere dadurch, dass keine Daten vorliegen, in denen ausschließlich die zu bewertende Teilpopulation einbezogen wurde. Darüber hinaus sind aufgrund der kurzen Behandlungs- und Nachbeobachtungsdauer – auch unter Berücksichtigung des fluktuierenden Verlaufs der Erkrankung – keine Aussagen zu längerfristigen Effekten möglich.
In der Gesamtschau ergibt sich für die Patientengruppe a) ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Subpopulation b)
Non-quantifiableHint
↑ Back to overviewErwachsene mit Anti-MuSK-Antikörper-positiver generalisierter Myasthenia gravis, die für eine Zusatzbehandlung zu einer Standardbehandlung in Frage kommen
Added benefit
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Rozanolixizumab:
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt
- Proof
- Indication
- Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
- Major
- Considerable
- Minor
- Non-quantifiable: The scientific evidence does not permit quantification
- Not proven
- Lesser benefit
Endpoint overview
| Mortality | No statistically significant or relevant difference | Es traten keine Todesfälle auf. |
|---|---|---|
| Morbidity | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
| Quality of life | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
| Adverse effects | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
Active substance
Rozanolixizumab
Appropriate comparator therapy
N/A
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Rystiggo“ mit dem Wirkstoff „Rozanolixizumab“. Rozanolixizumab wird angewendet als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie von generalisierter Myasthenia gravis (gMG) bei erwachsenen Patientinnen und Patienten, die Antikörper-positiv bezüglich Anti-AChR (Acetylcholin-Rezeptor)- oder Anti-MuSK (Muskelspezifische Tyrosinkinase) sind. Rystiggo wurde als Orphan Drug zugelassen.
Für die Nutzenbewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die doppelblinde, randomisierte Phase-III-Studie MG0003 vor, in der Rozanolixizumab gegenüber Placebo zusätzlich zur Standardtherapie bei Erwachsenen mit Anti-AChR- und Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG über einen 6-wöchigen Behandlungszyklus und einer 8-wöchigen Nachbeobachtungsphase verglichen wurde.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen entsprechend des Antikörperstatus unterschieden: a) mit Anti-AChR-Antikörper-positiver und b) mit Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG.
Patientengruppe b) Erwachsene mit MuSK-Antikörper-positiver gMG, die für eine Zusatzbehandlung zu einer Standardbehandlung in Frage kommen
In der Studie MG0003 ereigneten sich keine Todesfälle. Ebenso traten innerhalb der Anti-MuSK-Antikörper-positiven Patientengruppe im Studienverlauf von 14 Wochen keine schweren oder schwerwiegenden UEs oder UEs, die zu einem Studienabbruch geführt haben, auf. Sowohl für die Endpunkte zur krankheitsspezifischen Symptomatik (MG-ADL, MG Symptoms PRO) und zum Gesundheitszustand als auch zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (MG-QoL15r) zeigen sich weder Vor- noch Nachteile mit Rozanolixizumab gegenüber Placebo zum Ende des 6-wöchigen Behandlungszyklus. Eine Quantifizierung des Zusatznutzens ist auf Basis der Daten somit nicht möglich.
Das Verzerrungspotential wird insbesondere durch die sehr geringe Fallzahl als hoch erachtet. Zudem sind die verschiedenen Auswertungsstrategien bezüglich der Zuordnung des Antikörperstatus undurchsichtig. Eine ergebnisgesteuerte Berichterstattung ist daher insgesamt nicht auszuschließen.
Darüber hinaus sind aufgrund der kurzen Behandlungs- und Nachbeobachtungsdauer– auch unter Berücksichtigung des fluktuierenden Verlaufs der Erkrankung – keine Aussagen zu längerfristigen Effekten möglich.
In der Gesamtbewertung der vorliegenden Ergebnisse ergibt sich ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Für die Nutzenbewertung legt der pharmazeutische Unternehmer die doppelblinde, randomisierte Phase-III-Studie MG0003 vor, in der Rozanolixizumab gegenüber Placebo zusätzlich zur Standardtherapie bei Erwachsenen mit Anti-AChR- und Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG über einen 6-wöchigen Behandlungszyklus und einer 8-wöchigen Nachbeobachtungsphase verglichen wurde.
In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden zwei Patientengruppen entsprechend des Antikörperstatus unterschieden: a) mit Anti-AChR-Antikörper-positiver und b) mit Anti-MuSK-Antikörper-positiver gMG.
Patientengruppe b) Erwachsene mit MuSK-Antikörper-positiver gMG, die für eine Zusatzbehandlung zu einer Standardbehandlung in Frage kommen
In der Studie MG0003 ereigneten sich keine Todesfälle. Ebenso traten innerhalb der Anti-MuSK-Antikörper-positiven Patientengruppe im Studienverlauf von 14 Wochen keine schweren oder schwerwiegenden UEs oder UEs, die zu einem Studienabbruch geführt haben, auf. Sowohl für die Endpunkte zur krankheitsspezifischen Symptomatik (MG-ADL, MG Symptoms PRO) und zum Gesundheitszustand als auch zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (MG-QoL15r) zeigen sich weder Vor- noch Nachteile mit Rozanolixizumab gegenüber Placebo zum Ende des 6-wöchigen Behandlungszyklus. Eine Quantifizierung des Zusatznutzens ist auf Basis der Daten somit nicht möglich.
Das Verzerrungspotential wird insbesondere durch die sehr geringe Fallzahl als hoch erachtet. Zudem sind die verschiedenen Auswertungsstrategien bezüglich der Zuordnung des Antikörperstatus undurchsichtig. Eine ergebnisgesteuerte Berichterstattung ist daher insgesamt nicht auszuschließen.
Darüber hinaus sind aufgrund der kurzen Behandlungs- und Nachbeobachtungsdauer– auch unter Berücksichtigung des fluktuierenden Verlaufs der Erkrankung – keine Aussagen zu längerfristigen Effekten möglich.
In der Gesamtbewertung der vorliegenden Ergebnisse ergibt sich ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Data status: 2026-10-29