Loargys
Pegzilarginase
ATC group A16AB Enzyme
Result at a glance
Added benefit
Non-quantifiableCertainty of evidence
Hint
- Mortality
- No statistically significant or relevant difference
- Morbidity
- No statistically significant or relevant difference
- Quality of life
- Not assessable
- Adverse effects
- No statistically significant or relevant difference
How to read the symbols
- ↑↑ positive statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- ↑ positive statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↔ no statistically significant or relevant difference
- ↓ negative statistically significant and relevant effect with low or unclear certainty of evidence
- ↓↓ negative statistically significant and relevant effect with high certainty of evidence
- n.a.: not assessable
- Ø No data are available
Therapeutic indication
Loargys wird angewendet zur Behandlung von Arginase-1-Mangel (ARG1-D), auch bekannt als Hyperargininämie, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter ab 2 Jahren.
Patient group
Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren mit Arginase-1-Mangel (Hyperargininämie)
Added benefit
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Pegzilarginase
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
- Proof
- Indication
- Hint: A small study, a study with relevant uncertainties, indirect comparisons, historical controls, or similar evidence is available
- Major
- Considerable
- Minor
- Non-quantifiable: The scientific evidence does not permit quantification
- Not proven
- Lesser benefit
Endpoint overview
| Mortality | No statistically significant or relevant difference | Es traten keine Todesfälle auf. |
|---|---|---|
| Morbidity | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede, Vorteil beim klinisch relevanten Labor-Parameter Veränderung der Arginin-Konzentration |
| Quality of life | Not assessable | Die Daten sind nicht bewertbar. |
| Adverse effects | No statistically significant or relevant difference | Keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
Active substance
Pegzilarginase
Appropriate comparator therapy
N/A
Summary of the G-BA's supporting reasons
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels Loargys mit dem Wirkstoff Pegzilarginase. Loargys wurde als Orphan unter besonderen Bedingungen zugelassen und wird angewendet zur Behandlung von Arginase-1-Mangel, auch bekannt als Hyperargininämie, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter ab 2 Jahren.
Für die Nutzenbewertung liegen Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, multizentrischen Phase III Studie PEACE vor, in der Pegzilarginase gegenüber Placebo, jeweils in Kombination mit individuellem Krankheitsmanagement bei Personen ab 2 Jahren mit Arginase-1-Mangel (n = 32) über 24 Wochen verglichen wurde.
Im Rahmen der Studie traten keine Todesfälle auf.
In der Endpunktkategorie Morbidität ergeben sich in der Gesamtschau keine signifikanten, klinisch relevanten Unterschiede in den patientenrelevanten Endpunkten zu den motorischen Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten (2MWT, GFAQ, GMFM-E). Im Endpunkt GMFM-D zeigen nur zwei der fünf durchgeführten Auswertungen statistisch signifikante Unterschiede zum Vorteil von Pegzilarginase, jedoch lässt sich auf Basis der jeweiligen Werte des Hedges´g nicht ableiten, dass ein klinisch relevanter Effekt für den GMFM-D vorliegt.
Die Argininkonzentration ist im vorliegenden Anwendungsgebiet ein für die Diagnosestellung und Therapiesteuerung klinisch relevanter Laborparameter. Zwischen den Behandlungsarmen liegt ein statistisch signifikanter Unterschied bei der Reduktion der Argininkonzentration zugunsten von Pegzilarginase vor. Es konnten jedoch keine validen Angaben identifiziert werden, die zeigen, welche Auswirkungen eine bestimmte Veränderung in der Argininkonzentration auf die patientenindividuell ausgeprägte Symptomatik hat. Es lassen sich somit für die Morbidität in der Gesamtschau keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede ableiten.
Für die Nebenwirkungen konnten weder Vor- noch Nachteile für Pegzilarginase beobachtet werden. Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität liegen keine geeigneten Daten vor.
Die Studie PEACE weist insbesondere aufgrund der Ungleichverteilung in den Baseline-Charakteristika und den Unterschieden im individuellen Krankheitsmanagement zwischen den beiden Behandlungsarmen ein hohes Verzerrungspotential auf, wobei die Ergebnisse zugunsten von Pegzilarginase verzerrt sein können. Des Weiteren ist die Ergebnissicherheit aufgrund der geringen Studiengröße - bedingt durch die Seltenheit der Erkrankung - insgesamt limitiert.
In der Gesamtschau wird für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren mit Arginase-1-Mangel (Hyperargininämie) ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbarer Zusatznutzen festgestellt, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Für die Nutzenbewertung liegen Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, multizentrischen Phase III Studie PEACE vor, in der Pegzilarginase gegenüber Placebo, jeweils in Kombination mit individuellem Krankheitsmanagement bei Personen ab 2 Jahren mit Arginase-1-Mangel (n = 32) über 24 Wochen verglichen wurde.
Im Rahmen der Studie traten keine Todesfälle auf.
In der Endpunktkategorie Morbidität ergeben sich in der Gesamtschau keine signifikanten, klinisch relevanten Unterschiede in den patientenrelevanten Endpunkten zu den motorischen Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten (2MWT, GFAQ, GMFM-E). Im Endpunkt GMFM-D zeigen nur zwei der fünf durchgeführten Auswertungen statistisch signifikante Unterschiede zum Vorteil von Pegzilarginase, jedoch lässt sich auf Basis der jeweiligen Werte des Hedges´g nicht ableiten, dass ein klinisch relevanter Effekt für den GMFM-D vorliegt.
Die Argininkonzentration ist im vorliegenden Anwendungsgebiet ein für die Diagnosestellung und Therapiesteuerung klinisch relevanter Laborparameter. Zwischen den Behandlungsarmen liegt ein statistisch signifikanter Unterschied bei der Reduktion der Argininkonzentration zugunsten von Pegzilarginase vor. Es konnten jedoch keine validen Angaben identifiziert werden, die zeigen, welche Auswirkungen eine bestimmte Veränderung in der Argininkonzentration auf die patientenindividuell ausgeprägte Symptomatik hat. Es lassen sich somit für die Morbidität in der Gesamtschau keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede ableiten.
Für die Nebenwirkungen konnten weder Vor- noch Nachteile für Pegzilarginase beobachtet werden. Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität liegen keine geeigneten Daten vor.
Die Studie PEACE weist insbesondere aufgrund der Ungleichverteilung in den Baseline-Charakteristika und den Unterschieden im individuellen Krankheitsmanagement zwischen den beiden Behandlungsarmen ein hohes Verzerrungspotential auf, wobei die Ergebnisse zugunsten von Pegzilarginase verzerrt sein können. Des Weiteren ist die Ergebnissicherheit aufgrund der geringen Studiengröße - bedingt durch die Seltenheit der Erkrankung - insgesamt limitiert.
In der Gesamtschau wird für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren mit Arginase-1-Mangel (Hyperargininämie) ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbarer Zusatznutzen festgestellt, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Data status: 2026-10-29