↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
n.b.: nicht bewertbar
Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren mit unzureichend kontrolliertem Typ 2-Diabetes mellitus unterstützend zu Diät und Bewegung: - als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeit oder Kontraindikationen nicht…Gesamten Text anzeigen
Zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren mit unzureichend kontrolliertem Typ 2-Diabetes mellitus unterstützend zu Diät und Bewegung:
- als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeit oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist.
- zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes mellitus.
Patientengruppe
Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit ihrer bisherigen medikamentösen Therapie bestehend aus mindestens einem blutzuckersenkenden Arzneimittel zusätzlich zu Diät und Bewegung keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreicht haben
Zusatznutzen
Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Dulaglutid gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie:
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
Erheblich
Beträchtlich
Gering
Nicht quantifizierbar
Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
Mortalität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Morbidität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Lebensqualität
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Nebenwirkungen
n.b.Nicht bewertbar
Es liegen keine bewertbaren Daten vor.
Aktiver Wirkstoff
Dulaglutid
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Eine patientenindividuelle Therapie unter Berücksichtigung des HbA1c-Wertes, der Vortherapien und Komplikationen unter Auswahl von
- Metformin + Humaninsulin
- Metformin + Liraglutid
- einer Eskalation der Insulintherapie (konventionelle Therapie (CT) ggf. + Metformin bzw. intensivierte Insulintherapie (ICT))
Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation
Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose
Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie
Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom
Hypoglykämischer Schock bei Typ-2-Diabetes mellitus
Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen
Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation
Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen
Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung eines neuen Anwendungsgebietes für den Wirkstoff Dulaglutid. Das hier zu bewertende Anwendungsgebiet lautet:
„Zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren mit unzureichend kontrolliertem Typ 2-Diabetes mellitus unterstützend zu Diät und Bewegung:
als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeit oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist.
zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes mellitus.“
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA eine patientenindividuelle Therapie unter Berücksichtigung des HbA1c-Wertes, der Vortherapien und Komplikationen unter Auswahl von Metformin + Humaninsulin, Metformin + Liraglutid und einer Eskalation der Insulintherapie bestimmt.
Für die Bewertung des Zusatznutzen von Dulaglutid zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 konnte keine relevante Studie im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie identifiziert werden.
Ergänzend legt der pharmazeutische Unternehmer die Studie AWARD-PEDS vor, in der Dulaglutid gegenüber Placebo bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 2, die eine unzureichende Blutzuckerkontrolle aufwiesen, untersucht wurde.
Während der 26-wöchigen doppelblinden Behandlungsphase sollte die zu Studienbeginn bestehende Metformindosis stabil bleiben und die Basalinsulindosis um nicht mehr als 15 % erhöht werden. Somit erfolgte im Placeboarm zu Studienbeginn keine Eskalation der bereits bestehenden Therapie (z. B. durch Hinzunahme von Insulin oder Liraglutid). Das Fortführen einer unzureichenden Therapie zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 entspricht nicht der Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie.
In der Gesamtschau lassen sich auf Basis der vorgelegten Studie keine Aussagen zum Zusatznutzen von Dulaglutid gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie treffen. Ein Zusatznutzen ist damit nicht belegt.