Übersicht der Subpopulationen

4 Subpopulationen mit unterschiedlichem Ergebnis

  • Gering (a, b)
  • Ist nicht belegt (c, d)
Übersicht der Subpopulationen
Übersicht der SubpopulationenPatientengruppenZusatznutzenAussagesicherheitMortalitätMorbiditätLebensqualitätNebenwirkungen
a)Erwachsene Patienten mit COPD Stufe IIGeringAnhaltspunktKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
b)Erwachsene Patienten mit COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro JahrGeringHinweisKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
c)Erwachsene Patienten mit COPD Stufe IV mit höchstens einer Exazerbation pro JahrIst nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbar
d)Erwachsene Patienten mit COPD Stufe III und Stufe IV mit ≥ 2 Exazerbationen pro JahrIst nicht belegt–Nicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbarNicht bewertbar
So lesen Sie die Symbole
  • ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
  • ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
  • ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
  • n.b.: nicht bewertbar
  • Ø Es liegen keine Daten vor

Anwendungsgebiet

Ultibro Breezhaler/Xoterna Breezhaler ist für die bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angezeigt.

Subpopulation a)

GeringAnhaltspunkt
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Erwachsene Patienten mit COPD Stufe II

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber einer Therapie mit langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksamen Anticholinergika (Tiotropium) oder der Kombination beider Wirkstoffklassen:

Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
  • Beleg
  • Hinweis
  • Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätPositiver Effekt bei niedriger oder unklarer AussagesicherheitVorteil bei COPD-Symptomen.
LebensqualitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.

Aktiver Wirkstoff

Indacaterol/Glycopyrronium

Zweckmäßige Vergleichstherapie

langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronisch-obstruktive Atemwegskrankheit mit FEV1 >= 70 % des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
  • Chronisch-obstruktive Atemwegskrankheit mit FEV1 >= 50 % und < 70 % des Sollwertes
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung der neuen Arzneimittel Ultibro Breezhaler und Xoterna Breezhaler mit der Wirkstoffkombination aus Indacaterol/Glycopyrronium lautet das hier bewertete Anwendungsgebiet:
„Ultibro Breezhaler/Xoterna Breezhaler ist für die bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angezeigt.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden vier Patientengruppen nach dem Schweregrad der Erkrankung unterschieden.

Zu Patientengruppe a)
Erwachsene Patienten mit COPD Stufe II


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen“

Es wurde die direkt vergleichende, randomisierte und kontrollierte Studie QUANTIFY (QVA149ADE01) zum Nachweis des Zusatznutzens von Indacaterol/Glycopyrronium im Vergleich zu Tiotropium plus Formoterol vorgelegt. Diese beinhaltet Studienergebnissse für Patienten mit COPD Stufe II oder COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr. Aufgrund einer Effektmodifikation durch den Schweregrad der Erkrankung (im Endpunkt „Transition Dyspnea Index (TDI)-Responder“) wurden diese beiden Patientengruppen separat bewertet, wobei jedoch nur für Endpunkte mit Hinweisen auf Interaktion Subgruppenanalysen vorliegen.

Für die Gesamtmortalität, die Endpunkte Amtemnot (TDI), moderate oder schwere Exzerbationen, die gesundheitsbezogene Lebensqualität, Gesamtraten „schwerwiegende unerwünschte Ereignisse“ und „Abbruch wegen unerwünschten Ereignissen“ zeigten sich keine statistischen Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.

Für die COPD-Symptomatik und der damit verbundenen Beeinträchtigung des Alltags (COPD-Assessment-Test (CAT)) zeigte sich ein statischer signifikanter Vorteil zugunsten von Indacaterol/Glycopyrronium für die relevante Gesamtpopulation (keine Subgruppenanalyse).

Es liegen signifikante Ergebnisse hinsichtlich eines Zusatznutzens für den Endpunkt „Transition Dyspnea Index (TDI)“ für die Gesamtpopulation von Patienten mit COPD Stufe II und COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr vor. Für diesen Endpunkt zeigt sich ein Hinweis auf eine Interaktion hinsichtlich des Schweregrades. Bei getrennter Betrachtung der Subgruppen zeigt sich nur für die Subgruppe der Patienten mit COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen, bei Patienten mit COPD Stufe II zeigt sich hingegen kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen.

Da sich aus den Ergebnissen des Interaktionstests beim TDI Hinweise auf eine möglicherweise geringere Effektstärke für Patienten bei COPD Stufe II ergeben, wird für diese Patientengruppe eine Herabstufung der Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens von Hinweis auf Anhaltspunkt vorgenommen.

In der Gesamtschau stellt der G-BA für Patienten mit COPD Stufe II einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen fest.

Subpopulation b)

GeringHinweis
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Erwachsene Patienten mit COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber einer Therapie mit langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksamen Anticholinergika (Tiotropium) oder der Kombination beider Wirkstoffklassen:

Hinweis für einen geringen Zusatznutzen
  • Beleg
  • Hinweis: Eine gute, größere Studie liegt vor
  • Anhaltspunkt
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering: Bisher nicht erreichte moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens: Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen, relevante Vermeidung von Nebenwirkungen
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
MorbiditätPositiver Effekt bei hoher AussagesicherheitVorteile bei COPD-Symptomen, Amtemnot (Transition Dyspnea Index (TDI)) und moderaten Exzerbationen.
LebensqualitätKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.
NebenwirkungenKein statistisch signifikanter oder relevanter UnterschiedKeine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede.

Aktiver Wirkstoff

Indacaterol/Glycopyrronium

Zweckmäßige Vergleichstherapie

langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 < 35% des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 >= 35% und < 50% des Sollwertes
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung der neuen Arzneimittel Ultibro Breezhaler und Xoterna Breezhaler mit der Wirkstoffkombination aus Indacaterol/Glycopyrronium lautet das hier bewertete Anwendungsgebiet:
„Ultibro Breezhaler/Xoterna Breezhaler ist für die bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angezeigt“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden vier Patientengruppen nach dem Schweregrad der Erkrankung unterschieden.

Zu Patientengruppe b)
Erwachsene Patienten mit COPD Stufe III und höchstens einer Exazerbation pro Jahr


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie lautet:
„langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen“

Es wurde die direkt vergleichende, randomisierte und kontrollierte Studie QUANTIFY (QVA149ADE01) vorgelegt. Diese beinhaltet Studienergebnissse für Patient:innen mit COPD Stufe II oder COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr. Aufgrund einer Effektmodifikation durch den Schweregrad der Erkrankung (im Endpunkt „Transition Dyspnea Index (TDI)-Responder“) wurden diese beiden Patientengruppen separat bewertet,wobei jedoch nur für Endpunkte mit Hinweisen auf Interaktion Subgruppenanalysen vorliegen.

Für die Endpunkte „Atemnot, Transition Dyspnea Index (TDI)“ und moderate Exazerbationen zeigte die Subgruppenanalyse einen signifikanten Vorteil.

Für die COPD-Symptomatik und der damit verbundenen Beeinträchtigung des Alltags (COPD-Assessment-Test (CAT) zeigte sich ein statischer signifikanter Vorteil zugunsten von Indacaterol/Glycopyrronium für die Gesamtpopulation (keine Subgruppenanalyse).

Für die Gesamtmortalität, die gesundheitsbezogene Lebensqualität, Gesamtrate schwerwiegende unerwünschte Ereignisse“ und „Abbruch wegen unerwünschten Ereignissen“ zeigten sich keine statistischen Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.

Die Aussagesicherheit ist aufgrund der Studiengröße und des Verzerrungspotenzials als Hinweis einzustufen.

In der Gesamtschau stellt der G-BA für Patienten mit COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen fest.

Subpopulation c)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit COPD Stufe IV mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber einer Therapie mit langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksamen Anticholinergika (Tiotropium) oder der Kombination beider Wirkstoffklassen:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Indacaterol/Glycopyrronium

Zweckmäßige Vergleichstherapie

langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 < 35 % des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung der neuen Arzneimittel Ultibro Breezhaler und Xoterna Breezhaler mit der Wirkstoffkombination aus Indacaterol/Glycopyrronium lautet das hier bewertete Anwendungsgebiet:
„Ultibro Breezhaler/Xoterna Breezhaler ist für die bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angezeigt.“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden vier Patientengruppen nach dem Schweregrad der Erkrankung unterschieden.

Zu Patientengruppe c)
Erwachsene Patienten mit COPD Stufe IV mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengrupe lautet:
„langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen“

Es wurde die direkt vergleichende, randomisierte und kontrollierte Studie QUANTIFY (QVA149ADE01) vorgelegt. Diese beinhaltet Studienergebnissse für Patient:innen mit COPD Stufe II oder COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr.

Für Patienten mit COPD Stufe IV mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr war die Anzahl der eingeschlossenen Patienten zu gering, weshalb für diese Patientenpopulationen keine auswertbaren Daten vorliegen. Daher ist der Zusatznutzen in diesen Teilpopulation nicht belegt.

Subpopulation d)

Ist nicht belegt
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Erwachsene Patienten mit COPD Stufe III und Stufe IV mit ≥ 2 Exazerbationen pro Jahr

Zusatznutzen

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens gegenüber einer Therapie mit langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksamen Anticholinergika (Tiotropium) oder der Kombination beider Wirkstoffklassen zusätzlich inhalative Corticosteroide:

Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Erheblich
  • Beträchtlich
  • Gering
  • Nicht quantifizierbar
  • Ist nicht belegt: Es ist kein Zusatznutzen belegt
  • Geringerer Nutzen

Endpunktübersicht

MortalitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
MorbiditätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
LebensqualitätNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.
NebenwirkungenNicht bewertbarEs liegen keine bewertbaren Daten vor.

Aktiver Wirkstoff

Indacaterol/Glycopyrronium

Zweckmäßige Vergleichstherapie

langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen zusätzlich inhalative Corticosteroide

ICD-Codes

Diagnosen

  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 < 35 % des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit mit FEV1 >= 35 % und < 50 % des Sollwertes
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Nutzenbewertung der neuen Arzneimittel Ultibro Breezhaler und Xoterna Breezhaler mit der Wirkstoffkombination aus Indacaterol/Glycopyrronium lautet das hier bewertete Anwendungsgebiet:„Ultibro Breezhaler/Xoterna Breezhaler ist für die bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angezeigt“

In dem zu betrachtenden Anwendungsgebiet wurden vier Patientengruppen nach dem Schweregrad der Erkrankung unterschieden.

Zu Patientengruppe d)
Erwachsene Patienten mit COPD Stufe III und Stufe IV mit ≥ 2 Exazerbationen pro Jahr


Die vom G-BA bestimmte zweckmäßige Vergleichstherapie für diese Patientengrupe lautet:
„langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (Formoterol oder Salmeterol) oder langwirksame Anticholinergika (Tiotropium) oder die Kombination beider Wirkstoffklassen zusätzlich inhalative Corticosteroide“

Es wurde die direkt vergleichende, randomisierte und kontrollierte Studie QUANTIFY (QVA149ADE01) vorgelegt. Diese beinhaltet Studienergebnissse für Patient:innen mit COPD Stufe II oder COPD Stufe III mit höchstens einer Exazerbation pro Jahr.

Die Studie ist für den Nachweis eines Zusatznutzens nicht geeignet, da die Anzahl an eingeschlossenen Patienten mit COPD Stufe III und Stufe IV mit mindestens zwei Exazerbationen pro Jahr zu gering ist. Für Patienten mit COPD Stufe III und Stufe IV mit mindestens zwei Exazerbationen pro Jahr ist der Zusatznutzen daher nicht belegt.

Die Bezeichnungen der ATC-Gruppen sind die amtlichen Titel der ATC-GM, Version 2026.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ist Urheber der ATC-GM mit DDD, die auf dem vom WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology herausgegebenen Werk mit dem Titel „ATC Index with DDDs and Guidelines for ATC Classification and DDD Assignment“ beruht. Die amtliche Veröffentlichung erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Datenstand: 29.10.2026