Agamree
Vamorolon
ATC-Gruppe H02AB Glucocorticoide
Ergebnis auf einen Blick
Zusatznutzen
Nicht quantifizierbarAussagesicherheit
Anhaltspunkt
- Mortalität
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
- Morbidität
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
- Lebensqualität
- Es liegen keine Daten vor
- Nebenwirkungen
- Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied
So lesen Sie die Symbole
- ↑↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- ↑ positiver statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↔ kein statistisch signifikanter bzw. relevanter Unterschied
- ↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei niedriger/unklarer Aussagesicherheit
- ↓↓ negativer statistisch signifikanter und relevanter Effekt bei hoher Aussagesicherheit
- n.b.: nicht bewertbar
- Ø Es liegen keine Daten vor
Anwendungsgebiet
Agamree wird angewendet für die Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) bei Patienten ab 4 Jahren.
Patientengruppe
Patienten ab einem Alter von 4 Jahren mit Duchenne Muskeldystrophie
Zusatznutzen
Ausmaß des Zusatznutzens und Aussagekraft der Nachweise von Vamorolon:
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt
Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt
- Beleg
- Hinweis
- Anhaltspunkt: Eine kleine Studie, Studie mit relevanten Unsicherheiten, indirekte Vergleiche, historische Kontrollen etc. liegt vor
- Erheblich
- Beträchtlich
- Gering
- Nicht quantifizierbar: Die wissenschaftliche Datengrundlage lässt keine Quantifizierung zu
- Ist nicht belegt
- Geringerer Nutzen
Endpunktübersicht
| Mortalität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Es traten keine Todesfälle auf. |
|---|---|---|
| Morbidität | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Kein für die Nutzenbewertung relevanter Unterschied. |
| Lebensqualität | Es liegen keine Daten vor | Es liegen keine Daten vor. |
| Nebenwirkungen | Kein statistisch signifikanter oder relevanter Unterschied | Insgesamt keine für die Nutzenbewertung relevanten Unterschiede. |
Aktiver Wirkstoff
Vamorolon
Zweckmäßige Vergleichstherapie
k. A.
Zusammenfassung der tragenden Gründe des G-BAs
Bei der vorliegenden Bewertung handelt es sich um die Nutzenbewertung des neuen Arzneimittels „Agamree“ mit dem Wirkstoff Vamorolon. Vamorolon ist zugelassen als Orphan-Drug zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) bei Patienten ab 4 Jahren.
Der vorliegenden Nutzenbewertung liegen die Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, Placebo- und aktiv-kontrollierten Phase-IIb-Studie VB15-004 (VISION-DMD) zugrunde, die die Gabe zweier Dosierungen von Vamorolon gegenüber Prednison bzw. Placebo untersucht, sowie ein indirekter Vergleich der Langzeitdaten der VISION-DMD mit der Studie FOR-DMD. Der indirekte Vergleich mit der Studie FOR-DMD, die drei Kortikosteroid-Dosierungsschemata untersucht, wird in der Nutzenbewertung u.a. aufgrund fehlender Angaben zu Confoundern und zur Operationalisierung der Endpunkte nicht herangezogen.
Für die Nutzenbewertung wird der Vergleich von Vamorolon in der zugelassenen Dosierung gegenüber der Kontrollgruppe Prednison zum Ende der Behandlungsphase 1 (Woche 24) berücksichtigt. Es liegen Ergebnisse für die Kategorien Mortalität, Morbidität und Nebenwirkungen vor.
In der Studie traten keine Todesfälle auf, für die Kategorie Mortalität können daher keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens abgeleitet werden.
In der Endpunktkategorie Morbidität zeigen sich für die Endpunkte Time-to-Stand-Test (TTSTAND), Geh- / Laufstrecke von 10 m (TTRW), Treppensteigen von 4 Stufen (TTCLIMB) und 6-Minuten-Gehtest (6MWT) keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Für die Kategorie Morbidität können daher ebenfalls keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens abgeleitet werden.
In der Kategorie Nebenwirkungen zeigen sich bei den schweren UEs und den Therapieabbrüchen aufgrund von UEs jeweils keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Schwerwiegende UE sind nicht aufgetreten.
Für die als Sicherheitsendpunkte erhobenen anthropometrischen Parameter zeigt sich für den Endpunkt Körperhöhe (z-Scores) ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Vamorolon und für den Endpunkt Körpergewicht (z-Score) ein statistisch signifikanter Unterschied zuungunsten von Vamorolon. Unter Berücksichtigung von Imbalancen in den Baselinewerten und dem Vorliegen von vergleichenden Daten für die Endpunkte Körpergröße und Körpergewicht über einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum von 24 Wochen, lässt sich nicht ableiten, dass es sich um klinisch relevante Effekte handelt. Für die Kategorie Nebenwirkungen können entsprechend ebenfalls keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens abgeleitet werden.
In der Gesamtschau ergibt sich daher für Patienten ab 4 Jahren mit Duchenne-Muskeldystrophie ein nicht quantifizierbarer Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Der vorliegenden Nutzenbewertung liegen die Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, Placebo- und aktiv-kontrollierten Phase-IIb-Studie VB15-004 (VISION-DMD) zugrunde, die die Gabe zweier Dosierungen von Vamorolon gegenüber Prednison bzw. Placebo untersucht, sowie ein indirekter Vergleich der Langzeitdaten der VISION-DMD mit der Studie FOR-DMD. Der indirekte Vergleich mit der Studie FOR-DMD, die drei Kortikosteroid-Dosierungsschemata untersucht, wird in der Nutzenbewertung u.a. aufgrund fehlender Angaben zu Confoundern und zur Operationalisierung der Endpunkte nicht herangezogen.
Für die Nutzenbewertung wird der Vergleich von Vamorolon in der zugelassenen Dosierung gegenüber der Kontrollgruppe Prednison zum Ende der Behandlungsphase 1 (Woche 24) berücksichtigt. Es liegen Ergebnisse für die Kategorien Mortalität, Morbidität und Nebenwirkungen vor.
In der Studie traten keine Todesfälle auf, für die Kategorie Mortalität können daher keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens abgeleitet werden.
In der Endpunktkategorie Morbidität zeigen sich für die Endpunkte Time-to-Stand-Test (TTSTAND), Geh- / Laufstrecke von 10 m (TTRW), Treppensteigen von 4 Stufen (TTCLIMB) und 6-Minuten-Gehtest (6MWT) keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Für die Kategorie Morbidität können daher ebenfalls keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens abgeleitet werden.
In der Kategorie Nebenwirkungen zeigen sich bei den schweren UEs und den Therapieabbrüchen aufgrund von UEs jeweils keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Schwerwiegende UE sind nicht aufgetreten.
Für die als Sicherheitsendpunkte erhobenen anthropometrischen Parameter zeigt sich für den Endpunkt Körperhöhe (z-Scores) ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Vamorolon und für den Endpunkt Körpergewicht (z-Score) ein statistisch signifikanter Unterschied zuungunsten von Vamorolon. Unter Berücksichtigung von Imbalancen in den Baselinewerten und dem Vorliegen von vergleichenden Daten für die Endpunkte Körpergröße und Körpergewicht über einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum von 24 Wochen, lässt sich nicht ableiten, dass es sich um klinisch relevante Effekte handelt. Für die Kategorie Nebenwirkungen können entsprechend ebenfalls keine Aussagen zum Ausmaß des Zusatznutzens abgeleitet werden.
In der Gesamtschau ergibt sich daher für Patienten ab 4 Jahren mit Duchenne-Muskeldystrophie ein nicht quantifizierbarer Zusatznutzen, weil die wissenschaftliche Datengrundlage eine Quantifizierung nicht zulässt.
Datenstand: 29.10.2026